Mechanische Traktur ist zunehmend "out"

davidke95, Dienstag, 23. Dezember 2025, 14:34 (vor 250 Tagen) @ Orlos

Wir haben hier bei uns in der Gegend mehrere Orgelneubauten aus den 80-/90er-Jahren stehen, die allesamt rein mechanisch konzipiert wurden. Daneben gibt es eine recht neue vollelektrische Orgel mit allerlei Auszügen, Einzeltonladen etc... Rein von der Spielpraxis ausgehend hat die vollelektrische Orgel "die Nase vorn". Alle mechanischen Orgeln überzeugen aufgrund der fehlenden Praxisfähigkeit nicht. Dies liegt unter anderem am Verzicht auf jegliche Spielhilfen, an wenig sinnvollen Registerzuganordnungen sowie an zu weit auseinanderliegenden Registerzügen. Der Denkfehler bei heutigen mechanischen Orgeln deutscher Werkstätten ist die Überzeugung, man müsse auf jegliche Spielhilfen verzichten. Schweizer Firmen wie Metzler und Mathis oder auch die dänische Firma Marcussen haben im Gegensatz dazu schon ab den 60er-Jahren Kollektiv- oder Einführungstritte verbaut, was den Spielkomfort enorm steigert. Ich kenne hier auch einen Fall, wo eine vollelektrische Orgel aus den 50ern mit III/40 durch einen mechanischen Neubau mit II/25 ersetzt wurde, was aus heutiger Sicht eher als Fehler zu bezeichnen ist...


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