Was ErikvdNeers will - kein Märchen...

elias.orgel, Montag, 16. März 2026, 17:58 (vor 165 Tagen) @ ErikvdNeers
bearbeitet von elias.orgel, Dienstag, 17. März 2026, 13:05

Geht's noch bei dir?

Lieber ErikvdNeers

da ich den Scheiß den ich schreibe oder weiterleite ja in der Regel für
richtig oder wichtig halte bzw selbst glaube...
(siehe Märchen unten)

frage ich nicht nur mich, sondern auch Dich:

was habe ich denn nun schon wieder verbrochen,
falsch gemacht oder einfach nur nicht so getan
wie Du es gerne hättest?

Ich habe ein aktuelles Video gepostet
es geht um die Erweiterung einer Orgel (nix OT)
ich habe vorher hier geschaut ob das schon einmal Thema war
ich habe extra zwei links (wiki und organindex) hinzugefügt
ich habe bei Klais geguckt - da aber nichts gefunden
ich habe auf der Homepage der Gemeinde geguckt - fand die Seite mit den Pfeifenpatenschaften aber nicht so interessant...
und ich habe zwei Aussagen des Videos als (für mich) nicht nachvollziehbar erklärt...

ja, soweit ich das beurteilen kann (abgesehen davon, dass ich einen Autistischen Burnout habe)
geht's noch bei mir - sogar ziemlich gut - danke der Nachfrage.!


-


mein Liebligs Märchen
ganz leicht verändert, aus dem Buch

... "nicht über unsere Köpfe" (Erich Visotschnig)

-

*** Was Frauen wollen ***

So wie alle Märchen, beginnt auch mein Märchen mit den Worten:

„Es war einmal ...«

Und wie das meist so bei Märchen ist, hat man es mir erzählt, und auch
meinem Erzähler ist es bereits erzählt worden, und der es ihm erzählt
hat der kannte den Autor nicht.
Doch bevor ich beginne, möchte ich mich daher hier bei dem unbekannten
Autor ganz herzlich bedanken. Es ist eines der schönsten und
tiefsinnigsten Märchen, die ich je gehört habe und beginnt so:

Es war einmal ein König.
Der wurde alt und wollte sich aus der Regierungsarbeit zurückziehen.
Er wollte das Reich seinem einzigen Erben zur Regentschaft überantworten
und als weiser König wollte er seinem Sohn, dem Prinzen,
vorher noch die Gelegenheit geben, Land und Leute
seines zukünftigen Herrschaftsbereichs genau kennenzulernen. Er sollte
seine Eigenständigkeit beweisen und könnte vielleicht auch seine
Abenteuerlust befriedigen. Der Prinz sollte ins Land hinausreiten und
sich unter die Leute mischen, um ihre Sorgen und Nöte zu erkunden. Und
er könnte so Maßnahmen vorschlagen, wie er als zukünftiger Regent des
Landes angemessen darauf reagieren wollte.

Der Prinz ließ sich das nicht zweimal sagen. Er sattelte sein Pferd,
und mit der nötigen Anzahl an Dukaten ausgerüstet, verließ er das
königliche Schloss. Er ritt kreuz und quer durch das Land, traf
Menschen in den Dörfern und Städten, kontrollierte die Beamten der
königlichen Verwaltung und hatte ein offenes Ohr für jedermann.
Eines Tages, er ritt weiter bis an die Grenzen des Landes, stand er
plötzlich am Ende einer einsamen Straße. Sie war durch einen
Schlagbaum versperrt mit einem Schild daran, auf dem stand: »Hier
beginnt das Reich des Zauberers Magnolibus. Betreten für jedermann
verboten!«

Aber der Prinz war schließlich »Prinz« und fühlte sich absolut nicht
als »jedermann«.
Also beschloss er, sich um dieses Verbot nicht zu kümmern. Er trieb
sein Pferd an, das mit einem Sprung über den Schlagbaum hinwegsetzte.
Und ohne sich viele Gedanken zu machen, ritt er weiter in das
eigentlich verbotene Land.

Doch kaum war er etwa eine Stunde weit geritten, da überfiel ihn das
kalte Grauen. Die Erde begann zu beben. Ein unheimliches Grollen drang
an sein Ohr. Zuerst von fern und leise, doch sehr schnell lauter
werdend und näher kommend. Dann erschien plötzlich, wie aus dem Nichts
geboren, eine riesenhafte Gestalt. Vor ihr kam er sich klein, winzig
und jämmerlich vor. Die Gestalt änderte ständig ihr Aussehen: mal war
sie menschlich aber aus Feuer, hatte unvermittelt die Form einer
Hydra, erschien dann wie ein ineinander verschlungenes Knäuel
giftspeiender Riesenschlangen und alsbald wieder wie ein riesiger
Löwe. Dieser brüllte den verschüchterten Königssohn mit Donnerstimme
an: »Du Wurm! Du wagst es, ohne meine Erlaubnis mein Reich zu
betreten? Du bist des Todes!«


Den Königssohn hatte nun auch sein letztes bisschen Mut verlassen. Er
warf sich auf die Knie und sofort begann er, um sein Leben zu flehen.
Er schilderte seine Mission und die große Verantwortung, die auf
seinen Schultern ruhe. Er malte das Chaos im Königreich aus, welches
sein Tod auslösen könnte. Er versuchte damit zu überzeugen, dass sein
Tod doch gänzlich sinnlos wäre. Als lebender Prinz könnte er dem
Zauberer - denn dieser war es, der sich auf diese furchterregende
Weise präsentierte - vielleicht etwas anderes bieten.

Wohl kaum aus Gutmütigkeit, sondern nur um sich an der Angst des
Königssohns noch länger ergötzen zu können, willigte der Zauberer ein,
dem Prinzen vorerst das Leben zu schenken. Er müsse dafür aber eine
Frage zur Zufriedenheit des Zauberers beantworten. Innerhalb von drei
Tagen sollte der Prinz die Antwort finden und hier überbringen. Falls
nicht, wäre sein Schicksal besiegelt. Die Macht des Zauberers würde
ihn überall erreichen und qualvoll zur Strecke bringen.


Natürlich war der Prinz mit diesen Bedingungen einverstanden. Alles
war besser als der unmittelbare grausame Tod. Doch als der Prinz die
Frage hörte staunte er nicht schlecht.
Sie erschien ihm sehr eigenartig und lautete:

»Was wollen Frauen?«

Der Prinz war sehr verunsichert. Aber er wendete sein Pferd und ritt
in vollem Galopp, so schnell er konnte, zurück zum königlichen
Schloss. Dort berichtete er seinem Vater, was vorgefallen war und
welche Frage er zu beantworten hatte. Sofort ließ der Regent alle
Weisen des Landes zusammenrufen. Diese beratschlagten zwei Tage und
drei Nächte lang, aber schließlich hatten sie sich auf eine Antwort
geeinigt, und mit dieser Antwort im Gepäck ritt der Prinz wieder, so
schnell er konnte, zum Reich des Zauberers.

Doch als er zum Schlagbaum kam, saß davor eine alte, hässliche Hexe.
Sie war bucklig, ungekämmt, mit zerrissenem, schmutzigem Gewand
gekleidet und hatte eine Hakennase ...
genau so, wie man sich eine hässliche alte Hexe eben vorstellt.

Mit ihrer unangenehm schrillen Stimme kicherte sie:
»Hä, hä, hä. Ich weiß, was Du wissen willst. Soll ich es Dir sagen?«

Der Prinz wusste ja bereits die Antwort auf die Frage des Zauberers,
also kümmerte er sich nicht weiter um die hässliche alte Hexe. Zudem
wollte er keine Zeit vergeuden und keinesfalls riskieren nicht mehr
rechtzeitig beim Zauberer zu erscheinen. Er trieb sein Pferd an, damit
es wieder mit einem Satz über den Schlagbaum hinwegsetzte, und ritt,
obwohl innerlich zitternd, weiter in das verwunschene Reich. Wie beim
ersten Mal begann die Erde zu beben. Das unheimliche Grollen deutete
sich an. Zuerst fern, dann immer näher kommend, wuchs es bis zu dem
ohrenbetäubenden Dröhnen an und schließlich erschien wieder die
riesenhafte Gestalt und fragte:
»Nun elendiger Wurm! Weißt Du die Antwort?«

Mit bebender Stimme sagte der Prinz:
»Ja Herr,... Frauen wollen schön sein.«

Ein brüllendes Gelächter welches einen Orkan hätte verstummen lassen
können brauste über den Verängstigten hinweg:
»Du bist ein Nichts, und Du weißt auch nichts!
Die Antwort ist falsch! Also bist Du des Todes!«

Der Schreck fuhr dem Prinzen durch alle Glieder. Die Antwort, auf die
sich die Weisen des Reiches geeinigt hatten, sollte falsch sein? Wie
um alles in der Welt könnte er dann zu einer richtigen Antwort kommen?
Trotzdem begann er nochmals zu bitten und um sein junges Leben zu
flehen.

Der Zauberer spürte die Todesangst des Prinzen, ergötzte sich daran
und witterte die Gelegenheit den armen Königssohn weiter zu quälen:
»Ich gewähre Dir eine letzte Chance. Diesmal hast Du nur zwei Tage
Zeit. Nütze sie, sonst sind es Deine letzten!«

Mit Angst im Herzen und weichen Knien wendete der Prinz sein Pferd und
ritt zurück.
Als er zum Schlagbaum kam, saß dort noch immer die hässliche Alte, und kicherte:
»Hä, hä, hä. Ich weiß, was Du wissen willst. Soll ich es Dir sagen?«

Diesmal war der Prinz weniger hochmütig. Er war bereit, nach jedem
Strohhalm zu greifen, der sich ihm bot.

Also flehte er:
»Bitte sag es mir.«

Die Hexe kicherte wieder:
»Hä, hä, hä. Ich sage es Dir. Aber dann musst Du mich heiraten! «

Dem Prinzen wurde schlecht, schon allein bei dem Gedanken stieg eine
gewisse Übelkeit in ihm hoch. Aber schließlich siegte seine Vernunft.
Er dachte sich, lieber lebendig und mit diesem Weib verheiratet als in
der Gewalt des Zauberers oder tot oder schlimmeres, und sprach:
»Wenn Du mir die richtige Antwort sagst, werde ich Dich heiraten.«

»Darauf gibst Du mir Dein königliches Ehrenwort?« fragte die Frau

der Prinz zögerte einen Moment, sagte dann aber schließlich:
»Darauf hast Du mein königliches Ehrenwort.«

Die Antwort der Hexe kam dem Königssohn noch eigenartiger vor als die
Antwort der Gelehrten und Weisen, trotzdem wendete der Prinz sofort
sein Pferd, ließ die Alte stehen und setzte erneut über den Schlagbaum
hinweg und ritt mit Herzklopfen aber auch ein wenig zuversichtlich
zurück in das düstere Land des Zauberers. Dieser ließ nicht lange auf
sich warten und erschien unter den üblichen furchterregenden
Begleiterscheinungen und donnerte auf den Prinzen herunter:
»Bist Du tatsächlich so wahnwitzig
oder einfach nur lebensmüde,
ohne eine Antwort zurückzukehren?!«

zitternd entgegnete der Prinz:
»Herr, ich kenne die Antwort.«

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Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott


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