Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten
Da ist noch mehr "seltsam". Z.B. schon Stichwort "rechtliches Gehör", die sog. "Kirchengerichte", unzulässige Befristungen, schwarze Personalakte etcetc. Und natürlich mal wieder ein Herr Pfarrer in der Hauptrolle. Der Herr Bezirkskantor (ist/war das Herr Johannsen?) scheint mir auch nicht der Mutigste zu sein.
Aber egal, Hauptsache "das Wichtigste" läuft: Immer weiter gut und professionell betteln zu gehen für Organistenspielzeuge. Wäre ich Spender, würde ich denen was husten...
Dass Herr oder Frau Pfarrer die Hauptrolle haben, ist manchmal bedauerlich, manchmal aber die letzte Rettung. Bei einer anderen Gemeinde hier gab es auch Knatsch: Im Kirchengemeinderat, der nur 5 oder 6 Personen umfasste (incl. Pastor), war eine etwas eingeschränkte Person (es geht hier nicht um den Menschneswert, sondern um die Leitungskompetenz), die grundsätzlich wie ihr Sitznachbar abstimmte. Der wiederum war auch meist etwas überfordert und hielt sich an den Pastor. Das ist dann schon die Mehrheit. Die Aufgaben eines evangelischen KGR sind vielfältig. Kirchlich-geistliche, finanzielle, bauliche und Personal-Fragen. Unser KGR hat jetzt nach Fusion 28 Personen, da sind schon zwei Anwält:innen drin, drei Ingenieure, Sozialarbeiter Klein- und mittlere Unternehmer - die haben schon etwas eigenen Sachverstand. Die unterschiedlich motivierten Fachkräfte, die seitens des Kirchenkreises zur Beratung hinzugezogen erden können oder müssen, ergänzen das.
Im kleinen Kaff hat man bestenfalls Glück, spezielle Fachkenntnisse vorzufinden oder zumindest langjährige Erfahrung mit der Gemeindeleitung. Die Pfarrperson ist in manchen Themen am besten ausgebildet, meist aber, und auch das ist nicht ganz verkehrt, zumindest selbstbewusst im Entscheiden.
Katholisch ist das, so weit ich mich erinnere, anders geregelt. Der KGR berät den Pfarrer, man könnte sagen: nickt ab. Entscheidungen des Ordinariats oder Generalvikars sind zu akzeptieren. Funktioniert auch, nur halt anders.
Beide Modelle bringen die jeweilige Kirche im Arbeitgeber-Ranking nicht wirklich nach vorn, so weit kann ich dem Unterton hier im Subbass folgen. Aber nicht alle Leitungspersonen sind auf Selbstbeweihräucherung aus. Ich erlebe seit 19 Jahren bei uns Wertschätzung für alle Mitarbeiter:innen und großes Engagement.
In unserem KGR heißt Mitarbeit: Monatlich und das möglichst auf die volle mehrjährige Amtszeit eine 2h-Sitzung, dazu Mitarbeit in mindestens einem Ausschuss (üblicherweise eine weitere monatliche Sitzung). Dann sollte man naürlich auch Veranstaltungen seiner Gemeinde mitmachen, um zu sehen, wie es läuft. Das ist in familiärem Kontext schon recht ehrenwert, demnach ein Ehren-Amt.
gesamter Thread:
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten -
Subbass1,
28.05.2026, 14:45
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten -
ArnezN,
28.05.2026, 16:16
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten - Karl-Bernhardin Kropf, 28.05.2026, 18:27
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten -
Karsten,
28.05.2026, 18:41
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten -
Karl-Bernhardin Kropf,
28.05.2026, 19:19
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten -
Subbass1,
28.05.2026, 19:25
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten - ArnezN, 28.05.2026, 21:20
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten - Karl-Bernhardin Kropf, 28.05.2026, 23:23
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten - 3rd_astronaut, 28.05.2026, 21:31
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten -
Subbass1,
28.05.2026, 19:25
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten -
Karl-Bernhardin Kropf,
28.05.2026, 19:19
- Sachen gibt's (2): Die Kirche und ihre Personalakten -
ArnezN,
28.05.2026, 16:16