Kirchenmusikstudium in Salzburg läuft aus

Wolfgang Gourgé @, Donnerstag, 30. Januar 2014, 00:59 (vor 4594 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Brutal gesagt, finde ich den Verlust eines weiteren Standortes in Österreich völlig O.K.
Es hätte natürlich auch Graz sein können, wäre auch egal.
Zwei Studienorte sind für dieses Hinterland ausreichend*, will man nicht nur elfenbeintürmig ausbilden, sondern auch für einen Arbeitsmarkt. Und der ist, wie schon zuvor gesagt, sehr dünn.

*) Wobei das Salzburger Studenten-Hinterland vor allem aus Bayern bestanden hat...

....wofür werden Philosophen ausgebildet? Altphilologen? Literatur- und Musikwissenschaftler? Maler/Bildhauer/Komponisten? Für den "Arbeitsmarkt"? Ich habe - universitäre Stellen mal außen vor gelassen - noch keine Stellenanzeige gesehen, in der nach einer der genannten Berufsgruppen gefragt wurde. Trotzdem gibt es diese Studiengänge, wenn auch verhunzt durch den Bachelor-Master-Unsinn. Was einer am Arbeitsmarkt aus sich macht, ist seine Sache. Wer sich für eines dieser Fächer interessiert und das nötige Talent mitbringt, den soll man es studieren lassen, egal, ob der Arbeitsmarkt danach fragt. Die praktische Relevanz dieser Disziplinen wird meist von Ignoranten bestritten (damit meine ich jetzt nicht Dich, Karl Bernhardin!): eine kultivierte und zivilisierte Gesellschaft braucht diese Leute für ihre Selbstreflexion und Zielbestimmung ebenso wie Ökonomen, Mathematiker und Juristen.

Gruß,
Wolfgang

PS: Dank an Florian für den Hinweis, daß das Konzertfach Orgel in Salzburg erhalten bleibt.


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