Prospektgestaltung bei Neubauten

oHo, Samstag, 07. Januar 2017, 21:02 (vor 3521 Tagen) @ stein

Hier ein krasser Gegensatz zu Mariä Himmelfahrt Dachau. Ich denke, da spart man beim Prospekt ordentlich Geld.


So etwas haben viele halb so hoch im Garten stehn.
Schlimm! Das man bei der grösse an Orgel eine kurzlebigere elektrische Traktur baut, zeigt die Kurzsichtigkeit. Das Instrument scheint auf wenige Jahrzehnte veranschlagt zu sein.
In den 70gern gab es in der Westerwald-Region einen Orgelbauer Klein aus Obersteinebach. Dieser baute immer elektrische Trakturen mit quasi Freipfeifenprospekten. Diese Dinger klangen gräuselig. Schulte scheint mir eigentlich ein seriöser Orgelbauer zu sein, dass er sich auf so etwas einlässt?


Wer sagt denn, daß das neue Instrument gräuselig klingen könnte, nur weil die Traktur elektrisch ist?

Und wer sagt, daß eine elektrische Traktur kurzlebig ist? Die meisten Trakturen, deren Verkabelung nicht gerade mit dem brüchigen PVC der 1970er ummantelt ist, sind - wenn ordentlich verlegt und vielleicht nach heutigen Brandschtzaspekten zusätzlich abgesichert - mit den Originalmagneten - auch aus den 20er Jahren - betriebssicher und nach lange haltbar.

Ich denke, daß hier musikalische Wünsche (SB- und Superkoppeln, evtl. Transmissionen, u.dergl. mehr) auch ein Argument sein könnten, eine elektrische Traktor zu wählen. - Oder z.B. die spätere Zusammenschaltung mit einer weiteren Orgel im Raum, oder, oder oder...

Aufgrund einer Technologie oder eines Materials eine Orgel zu verurteilen, würde mit nicht primär in den Sinn kommen - etwas anderes wäre eine schlachte Ausführung - aber das gilt um so mehr bei mechanischen Instrumenten, bei denen eine Nachbesserung nicht selten einem (Teil-)Neubau nahekommt)..


meint, unvoreingenommen grüßend,
Oliver


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