Altbacken - Programm, Cover-Check

MAT @, Montag, 02. März 2020, 15:29 (vor 2427 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

Ist das nicht etwas viel persönliche Assoziation? Ganz offensichtlich führt die sicher notwendige "me-too-Debatte" zu einiger Verunsicherung. Ich sehe eine nicht unattraktive junge Frau im schicken Fummel. Klar, sie hätte auch einen Norweger-Pullover, ne Strickmütze, zottelige Zöpflein, verwaschene Jeans und Gummi-Galoschen tragen können. Wem hilfts? Festliche Kleidung hebt jede Veranstaltung, jede Aufführung, jedes Konzert in eine ganz andere, herausgehobene Sphäre, in diesem Fall hebt sie das Instrument, dass zunächst noch unsichtbar ist und sich erst beim Hören der CD wahrhaftig zu erkennen gibt, in den Bereich einer Feierlichkeit, der jede Plattitüde des Alltäglichen fremd ist. Gleichzeitig zeigt die Interpretin den festen Willen, sich nicht der Allmacht des Instrumentes zu unterwerfen, sondern ihm als gleichberechtigte Partnerin auf Augenhöhe zu begegnen. Sie tritt am Spieltisch in einen Dialog mit dem Instrument und generiert sich zugleich als der optische Kontrapunkt zur auf dem Cover verborgenen Architektur der Orgel. Hier spielt nicht die Orgel, hier spielt Frau Held! Das ist die Botschaft. Das ist meine Assoziation!

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Gruß
MAT


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