An alle Dispobastler: Eine neue Orgel für diese Kirche

jrbecker @, Mittwoch, 09. März 2011, 09:38 (vor 5657 Tagen) @ Friedrich

Weil es offenbar keine persönliche Angelegenheit von jrbecker ist, erlaube ich mir mal, etwas freimütiger zu formulieren.


Nein, das ist es tatsächlich nicht (freimütige Formulierungen hätten mich aber auch dann interessiert, wenn es meine persönliche Angelenheit wäre, wollte ich das nicht, dürfte ich nicht hier fragen...). Man könnte sogar sagen: Es geht mich eigentlich nichts an...

Ich war halt überrascht, als ich die geplante Disposition las, und das hat mich neugierig gemacht, wie denn die jetzige Orgel aussieht. Und nachdem ich jetzt beides kenne bin ich im Prinzip noch stutziger: Man ersetzt im Prinzip eine orgelbewegte Orgel durch eine neue, die wieder ziemlich orgelbewegte Züge zeigt. Wie fasst es Aeolinchen zusammen: "Sowas hat man vor 30 Jahren ab und zu gemacht...".

Ich will auuf gar keinen Fall gegen den neuen Entwurf arbeiten, ich schrieb schon: Die vor Ort tätigen Kirchenmusiker haben es sich so zusammengebaut und daher wird das genau das sein, was sie sich für ihren Dienst vorstellen!

Dass ich den Thread "trotzdem" angeleiert habe, ist nur deshalb passiert, weil ICH einfach nochmal drei, vier, ... andere Meinungen hören wollte. Mit diesen werde ich jedoch auf gar keinen Fall in irgendeine Diskussion einsteigen, das geht mich tatsächlich rein gar nichts an!

Und noch etwas möchte ich kurz einfach noch einmal klarstellen: Ich bin durchaus kein Gegner orgelbewegter Instrumente. Ich habe auf vielen solchen gelernt, während meiner Ausbildung und Organistenstellen gespielt und sie (bzw. viele davon) sind mir ans Herz gewachsen. Immer wieder habe ich hier meine Meinung kundgetan: Eine Bornefeld-Orgel mit heutigem Wissenstand (Winddruck/-versorgung, Pfeifenbau, Mensur, Intonation, ...) neu gebaut, könnte u. U. durchaus experimentierfreudige Ergebnisse liefern. Wolfgangs Einwand, dass eben das Konzept Bornefelds genau auf diesen Parametern wie er sie damals gesetzt hat basiert, möchte ich da nur bedingt gelten lassen. Ich bin mir sicher, Bornefeld hätte sich weiter/anders entwickelt, wenn er 30 Jahre später tätig gewesen wäre bzw. gelebt hätte. Auch wenn der Vergleich hinkt: Auch Bach hätte sich - würder er heute leben - relativ sicher nicht auf Mittel und Methoden der 1730er Jahre beschränkt. (NEIN, ich will damit diese Diskussion nicht wieder aufleben lassen, und wenn ihr das wollt, macht bitte einen neuen Thread auf!)

Ich will damit nur Friedrichs Äußerung "Sicher kann man auf so einer Orgel Musik machen." aufgreifen: Ich bin durchaus gespannt auf das Ergebnis, auch wenn es - nach meiner jetzigen Einschätzung unter Kenntnis der Situation vor Ort - noch einige Jahre dauern wird. Ich komme da hin und wieder vorbei und werde gerne mal wieder neugierig 'reinschauen.

Natürlich danke ich allen hier für die Meinungsäußerungen, ich nehme auch gerne noch weitere entgegen!

LG
Jörg


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