Digitale Konzertorgel in Graz

Karl-Bernhardin Kropf, Mittwoch, 23. Januar 2013, 12:38 (vor 5022 Tagen) @ Contrebasson 32'

Ja, man merkt, das ist keine Demonstrationsanlage irgendeines "führenden" oder nachfolgenden Digitalorgelhauses....

Ich habe Gunther die Goldberg-Variationen in Graz live spielen hören - auf dem Hauptunterrichtsinstrument, der dreimanualigen Kögler-Orgel in einem Saal, de facto das Wohnzimmer einer großen Altbauwohnung, mit 98 Quadratmetern Grundfläche, laut UNI-Raumverzeichnis.

Wenn ich mich nun frage, ob ich diese damals spielerisch beeindruckende Wiedergabe lieber auf der echten oder der virtuellen Orgel hören wollte, würde ich im selben Raum, wo die Pfeifen sichtbar sind, vielleicht noch die echte Orgel bevorzugen.
Ob ich das aber auch im Vergleich mit einer Aufführung in einem größeren, aber neutralen Raum (siehe Foto, MUMUTH, moderner Multimedia-Veranstaltungssaal der Grazer Kunstuni) noch so sehe, weiß ich nicht.
Gunther ließ damals viele Mängel der Orgel nicht merken, bei den Studierenden sah es schon anders aus.
Inspirierender könnte da sogar die "digitale" sein. Und von meinen äußerst seltenen Anwendungen der Hauptwerk-Software kann ich sagen: Es macht Sinn, beim Üben Hall erleben zu können. Ob der Hall auf Youtube schon im MUMUTH erklang, dort real oder virtuell war, oder er erst für die Netzwiedergabe zugefügt wurde, weiß ich nicht.
Im Konzert würde ich veränderten Raum vielleicht nicht machen.
Obwohl ich an meiner ersten Stelle Messiaens "NAtivité" auf Pfeifenorgel in kleiner Kirche (Orgel II/22 neobarock) mal mit zusätzlichem Hall spielte, confiteor...
Sicherlich muss gefragt werden: Was spielste denn sowat auch in soner Kirche?
Naja.


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