Dom zu Gurk

Florian-L, Dienstag, 19. März 2013, 07:16 (vor 4963 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
bearbeitet von Florian-L, Dienstag, 19. März 2013, 07:24

Zur Chororgel gibt es die Geschichte vom Papstbesuch 1988 - Johannes Paul II. betete in der Krypta, unterdessen sollte der Grazer Domorganist Emanuel Amtmann "oben" an der Chororgel improvisieren. Wir Zuhörenden fanden die Musik sehr reduziert, historisierend und etwas "dünne", aber nicht unangemessen.
Nachher kam raus, dass durch die hohe Stromlast der TV-Scheinwerfer einige Sicherungen rausgeflogen waren und eines der beiden Gebläse ausfiel - wodurch nur mehr die Pedal-Seite Wind hatte! Die Impro war also nur mit den Füßen realisiert worden - Respekt!

Ja, legendär! Ich war zwar nicht dabei, aber habe es schon mehrfach in den schillerndsten Farben erzählt bekommen.

Die Hauptorgel müsste sicherlich sorgfältig und aufwändig restauriert werden, da aber so lange nichts passiert ist, gibt es vermutlich eine gute Ausgangslage.
Eine Holzhey- oder Gabler-Orgel wird's am Ende wohl nicht werden.

Erstaunlich, dass ein großer Teil des Gehäuses quasi nur Kulisse ist und fast leer steht, da hätten auch doppelt soviele Register Platz gehabt.

Im nahen Dom zu Klagenfurt hat der "kathedralmusikalische Anspruch" in Verbund mit Raumgröße und Emporengestaltung auch zum weitestmöglichen Spagat geführt. Eigentlich war das nur eine mittelgroße Jesuitenkirche, sollte nun aber auch quasi Dupré-tauglich sein.

Dort wünscht man sich nun eine Chororgel.

Gruß, Florian

--
"Nicht alles, was tönt, ist auch Musik."
-Joseph Marx-


gesamter Thread:

 

powered by my little forum