Spieltischgestaltung, war: Weimbs-Orgel

tiratutti @, Montag, 24. Januar 2011, 08:35 (vor 5747 Tagen) @ Fabian Brackhane

Hallo,

mir scheint, dass es einfach Phasen gibt, wo bestimmte Gestaltungselemente benutzt werden. Weil der Markt es anbietet, weil der Markt es verlangt, oder weil es en vogue ist. Beispiel:
In den 80ern wurden etliche Orgeln gebaut mit gerader terassenförmiger Anordnung, die Züge eingebunden in eine elektrische Registersteuerung (Setzer), mit hellen Holzschildchen und schwarzer Schrift. Damals alles ganz klasse. Wenn man 25 Jahre später dransitzt erkennt man, dass die Schilder relativ schlecht lesbar sind (Hintergrund zu dunkel), dass die Züge manchmal nicht sauber auf das Signal des Setzers reagieren (Einstellungssache), dass die geradlinige terassenförmige Anlage schlechter bedienbar ist als eine sich dem Spieler zuwendende oder gekrümmte Anlage.
Insgesamt versprühen auch diese Orgeln izwischen auf mich den Charme des Vergangenen, ganz ähnlich den Zentralstellwerkspieltischen der 60er.

Langer Rede kurzer Sinn: ich glaube nicht, dass jeder (!) Orgelbauer zwingend einen möglichst individuellen Spieltischstil pflegen muss. Primär ist für mich, dass der Spieler keine Hindernisse in den Weg gelegt bekommt.

Grüße von tiratutti


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