die nächste Ott ist fällig....
Axel, Freitag, 27. Februar 2015, 20:06 (vor 4201 Tagen)
die nächste Ott ist fällig....
Oktavkoppler
, Freitag, 27. Februar 2015, 21:07 (vor 4201 Tagen) @ Axel
die nächste Ott ist fällig....
hintersatz, Freitag, 27. Februar 2015, 22:29 (vor 4201 Tagen) @ Oktavkoppler
bearbeitet von hintersatz, Freitag, 27. Februar 2015, 22:36
Man könnte mit "Rettet den Otter" Transparenten die Empore besetzten, ist in der Branche aber wohl eher unüblich...
sorry, ich spiele Sonntags auf einer 5-Register Ott, und wenn dieses Instrument auch nur annähernd so klangschön ist wie mein kleines, sind die verrückt, wenn sie es verramschen.
die nächste Ott ist fällig....
Oktavkoppler
, Samstag, 28. Februar 2015, 11:37 (vor 4200 Tagen) @ Oktavkoppler
die nächste Ott ist fällig....
elsenp
, Freitag, 27. Februar 2015, 21:14 (vor 4201 Tagen) @ Axel
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/800-000-euro-fuer-koenigin-der-i...
Zitat "Pfarrer Ploch hofft, dass sich ein Käufer findet. Denn der Markt für Gebrauchtorgeln sei gegenwärtig gar nicht schlecht."
Man muss nur fest daran glauben... darin haben Pfarrer ja viel Erfahrung.
Gruß
Peter
die nächste Ott ist fällig....
Florgel
, Freitag, 27. Februar 2015, 21:16 (vor 4201 Tagen) @ elsenp
Zitat "Pfarrer Ploch hofft, dass sich ein Käufer findet. Denn der Markt für Gebrauchtorgeln sei gegenwärtig gar nicht schlecht."
Für potentielle Käufer mag das stimmen. Das Angebot ist mittlerweile sehr Groß. ;)
die nächste Ott ist fällig....
fluteceleste
, Samstag, 20. Mai 2017, 22:21 (vor 3388 Tagen) @ elsenp
bearbeitet von fluteceleste, Samstag, 20. Mai 2017, 22:31
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/800-000-euro-fuer-koenigin-der-i...
Zitat "Pfarrer Ploch hofft, dass sich ein Käufer findet. Denn der Markt für Gebrauchtorgeln sei gegenwärtig gar nicht schlecht."Man muss nur fest daran glauben... darin haben Pfarrer ja viel Erfahrung.
Gruß
Peter
Die Godesberger Ottilie gibts aktuell bei Ladach für 49.000. Zitat:
"Die Orgel wird veräußert, weil ihr Klang und die Disposition nicht gut für den sehr nachhallarmen und klanglich schwierigen Kirchenraum geeignet ist." Immerhin ist diesmal nicht von schlechtem Nachkriegsmaterial die Rede...
Das Konzept eines Pedalrückpositiv dürfte selten zu finden sein. Kennt jemand Beispiele?
die nächste Ott ist fällig....
Sauerorgel, Samstag, 20. Mai 2017, 22:38 (vor 3388 Tagen) @ fluteceleste
Hallo ,
die Gablerorgel in Weingarten besitzt ein Pedal-Rückpositiv !
Gruß Sauerorgel
die nächste Ott ist fällig....
ArnezN, Samstag, 20. Mai 2017, 23:23 (vor 3388 Tagen) @ fluteceleste
Manchmal wünscht man sich, man hätte eine Kirche, wo man so ein Instrument für erwerben könnte...
die nächste Ott ist fällig....
kareius, Samstag, 20. Mai 2017, 23:26 (vor 3388 Tagen) @ ArnezN
bearbeitet von kareius, Sonntag, 21. Mai 2017, 09:49
Herr Ladach sagte mir einmal, daß diese Art von Orgeln im Ausland und gerade auch in Frankreich (!) sehr geschätzt sei und er Ott-Orgeln in der Regel sehr gut verkaufen könne.
Da sollte das Weltbild einiger ein wenig ins wanken bringen.
die nächste Ott ist fällig....
jrbecker
, Sonntag, 21. Mai 2017, 01:04 (vor 3388 Tagen) @ fluteceleste
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/800-000-euro-fuer-koenigin-der-i...
Zitat "Pfarrer Ploch hofft, dass sich ein Käufer findet. Denn der Markt für Gebrauchtorgeln sei gegenwärtig gar nicht schlecht."Man muss nur fest daran glauben... darin haben Pfarrer ja viel Erfahrung.
Gruß
Peter
Die Godesberger Ottilie gibts aktuell bei Ladach für 49.000. Zitat:
"Die Orgel wird veräußert, weil ihr Klang und die Disposition nicht gut für den sehr nachhallarmen und klanglich schwierigen Kirchenraum geeignet ist." Immerhin ist diesmal nicht von schlechtem Nachkriegsmaterial die Rede...
Wobei ich mich Frage, wie die Aussage bei Ladach "Ansonsten handelt es sich um erhaltenswertes Ott-Instrument" mit den Aussagen, eine Restaurierung habe nicht gelohnt in Einklang zu bringen ist.
Das Konzept eines Pedalrückpositiv dürfte selten zu finden sein. Kennt jemand Beispiele?
Hier wurden die Register des Kleinpedals in ein Rückpositiv gestellt. Ich bin der Meinung, dass es noch (natürlich wenige!) weitere Beispiele gibt, fällt mir aber gerade keins ein...
Pedalrückpositiv
Orlos
, Sonntag, 21. Mai 2017, 12:28 (vor 3387 Tagen) @ jrbecker
Hugo Mayer baute 1981 in St. Marien in Wiesbaden-Biebrich ein Kleinpedal als Rückpositiv zwischen die beiden Hauptgehäuse, Beschreibung hier. Die dort angegebene Disposition ist allerdings nicht mehr aktuell. Mittlerweile wurde die Orgel um ein drittes Manual und eine von oben anspielbare Chororgel ergänzt. Ich hatte dazu einen Bericht hier im Forum veröffentlicht, finde ihn aber nicht mehr. Das war wahrscheinlich vor dem "Umzug" des Forums.
WI-Biebrich, war: Pedalrückpositiv
fluteceleste
, Sonntag, 21. Mai 2017, 12:50 (vor 3387 Tagen) @ Orlos
Hallo,
hier der Link zum gesuchten Beitrag im Archiv.
Die Kirche St. Marien in Wiesbaden-Biebrich wurde 1876 erbaut und erhielt eine Orgel von Heinrich Voigt aus Igstadt, der in der Region viele robuste Orgeln baute. Dieses Instrument wurde mehrfach umgebaut, unter anderem 1926 von Klais.
Im Jahr 1981 baute die Firma Mayer aus Heusweiler ein neues Gehäuse und neue Windladen, diesmal nach dem Prinzip der mechanischen Schleiflade.
Dabei wurde ein Großteil des vorhandenen Pfeifenmaterials übernommen. Neu kamen Prinzipale und Mixturen sowie einige Zungenstimmen und Einzelaliquote hinzu. Links auf dem Photo befinden sich Hauptwerk und Großpedal, rechts das Schwellwerk (hinter Oktavbass 8'). Als Rückpositiv fungiert das Kleinpedal.
1985 kam noch eine elektrisch angespielte Chororgel dazu. Von ihrem Spieltisch lässt sich auch das Hauptwerk der Hauptorgel anspielen.
Ganz zufriedenstellend war die Lösung damals nicht. Die durchschlagende Klarinette 8' klang auf der neuen Schleiflade mit relativ niedrigem Winddruck nicht befriedigend; die neuen Register waren mit ziemlich enger Mensur gebaut worden und mischten sich nicht alle mit den alten Registern. Dazu kam eine im gekoppeltem Spiel sehr schwergängige Traktur.
Als in Bayern eine alte Orgel mit elektrischer Kegellade zum Verkauf angeboten wurde, schlug die Gemeinde zu und erwarb das Instrument. Es wurde im Turmraum hinter der Orgel aufgestellt, von unten sind die Register nicht sichtbar. Das bisherige Koppelmanual wurde aufgegeben. Von nun an wird das Hauptwerk mechanisch vom 1. Manual und das Schwellwerk wie bisher mechanisch vom 3. Manual aus angespielt. Das neue Turmwerk liegt auf dem 2. Manual, ebenso die Chororgel. Das Schwellwerk erhielt Elektromagnete, damit das Koppeln angenehmer wurde. Dabei baute man auch Oktavkoppeln ein, die allerdings nicht ausgebaut sind. In der Praxis führt das zu gewaltigen Brüchen (anders als in der Lutherkirche!). Beim Improvisieren kann man damit aber tolle Effekte hervorrufen.
Hier die aktuelle Disposition:
*=1981 neu eingebautI Hauptwerk C-g3 (mechanische Schleiflade)
Bourdon 16'
Principal 8' *
Hohlflöte 8'
Salicional 8'
Quintatön 8'
Octave 4' *
Rohrflöte 4'
Superoctave 2' *
Cornet 4fach 4' * ab f°
Mixtur 5fach 1 1/3' *
Trompete 8'
TremulantII Turmwerk (elektrische Kegellade)
Bordun 16'
Principal 8'
Tibia 8'
Gedackt 8'
Gambe 8'
Salicional 8'
Vox coelestis 8'
Flöte 4'
Gemshorn 4'
Cornettmixtur
Clarinette 8'III Schwellwerk (mechanische Schleiflade)
Gedackt 8'
Harmonieflöte 8'
Gemshorn 8'
Aeoline 8' ab fis°, schwebend
Principal 4' *
Flauto-Traverso 4'
Nazard 2 2/3'
Hohlflöte 2' *
Terz 1 3/5' *
Quinte 1 1/3'
Scharff 4fach 1' *
Basson 16' *
Oboe 8'
TremulantPedal C-f1
Violon 16'
Subbaß 16'
Echobass 16'
Quinte 10 2/3'
Octavbaß 8'
Violoncello 8' (noch nicht angeschlossen)
Rohrgedackt 8'
Octave 4'
Nachthorn 4'
Mixtur 4fach 2 2/3'
Posaune 16'
Baßtrompete 8'II Chororgel
Metallgedackt 8'
Blockflöte 4'
Principal 2'
Cymbel 2fach 2/3'Normal- und Oktavkoppeln
Die durchschlagende Klarinette 8' ist noch nicht wieder angeschlossen. Im Turmwerk steht eine andere, aufschlagende Clarinette.In der Kirche, die über eine beeindruckende Kathedral-Akustik verfügt, verbindet sich die bisherige Orgel mit dem neuen Turmwerk erstaunlich gut. Die weichen Register ergänzen sich wunderbar, auch die Cornettmixtur integriert sich in den romantischen Klang. Störend sind immer noch der Prinzipal 8' von 1981 und die hohen Mixturen bemerkbar. Mit ihnen lässt sich zwar gut Bach und Buxtehude spielen, aber es ergibt sich kein überzeugender Gesamtklang.
Symphonischer Klang lässt sich mit den Oktavkoppeln erzeugen, dann kommt auch das Turmwerk sehr mächtig daher. Allerdings ist dann das Pedal zu schwach, hier fehlen ein Principalbass 16' und eine Posaune 16' mit voller Länge.
Die sehr spitze Chororgel bietet hübsche Effekte bei Barockmusik oder Improvisationen.
Leider reichte das Geld noch nicht für eine Setzeranlage. Mit zwei freien Kombinationen und Walze lässt sich der Registerbestand nicht gut beherrschen.
Das größte Problem für ungeübte Organisten ist der Bruch der Spielweise: 1. und 3. Manual mechanisch mit ordentlichem Kraftaufwand, das 2. Manual elektrisch ohne jeglichem Druckpunkt. Da müsste man künstlich einen Druckpunkt erzeugen, damit man als Spieler nicht so irritiert ist.
Es bleibt also noch einiges zu tun. Interessant ist diese Lösung aber schon.
Pedalrückkpositiv Wadersloh
Stephan Pollok
, Sonntag, 21. Mai 2017, 09:07 (vor 3387 Tagen) @ fluteceleste
Das Konzept eines Pedalrückpositiv dürfte selten zu finden sein. Kennt jemand Beispiele?
http://orgbase.nl/scripts/ogb.exe?database=ob2&%250=2026083&LGE=NL&LIJST=lang
Die Orgel von Wadersloh kenne ich allerdings noch nicht aus eigener Anschauung.
Kleinpedal, war: die nächste Ott ist fällig....
Frank Berger
, Wassenberg, Sonntag, 21. Mai 2017, 09:54 (vor 3387 Tagen) @ fluteceleste
Kleinpedal nicht = Rückpositiv, sondern = IV Schwellwerk gab es
in der Schmidt-Orgel in Kaufbeuren, Dreifaltigkeitskirche (Adelung, Orgeln der Gegenwart, Abb.27, S. 237) . Meiner Erinnerung nach habe ich gelesen, dass sie so nicht mehr nach existiert, weiß aber die Details nicht mehr...
Gruß
Frank
Kleinpedal, war: die nächste Ott ist fällig....
elsenp
, Sonntag, 21. Mai 2017, 11:26 (vor 3387 Tagen) @ Frank Berger
Kleinpedal nicht = Rückpositiv, sondern = IV Schwellwerk gab es
in der Schmidt-Orgel in Kaufbeuren, Dreifaltigkeitskirche (Adelung, Orgeln der Gegenwart, Abb.27, S. 237) . Meiner Erinnerung nach habe ich gelesen, dass sie so nicht mehr nach existiert, weiß aber die Details nicht mehr...Gruß
Frank
Hallo Frank,
die Schmidt-Orgel wurde nach Frankreich verkauft und soll dort in einer Scheune aufgebaut werden. In Kaufbeuren steht seit 2013 eine Seifert-Orgel.
Gruß
Peter
Kleinpedal bei Schmid, war: die nächste Ott ist fällig....
fluteceleste
, Sonntag, 21. Mai 2017, 12:45 (vor 3387 Tagen) @ Frank Berger
bearbeitet von fluteceleste, Sonntag, 21. Mai 2017, 12:55
Das hat Schmid öfters gemacht, zB in Mariahilf München, Dominikaner Landshut, Basilika Altötting, aber auch bei mittelgroßen/kleineren Instrumenten wie Salemkyrka Stockholm und St. Paul, Augsburg.
die nächste Ott ist fällig....
Oktavkoppler
, Sonntag, 21. Mai 2017, 10:42 (vor 3387 Tagen) @ fluteceleste
Das Konzept eines Pedalrückpositiv dürfte selten zu finden sein. Kennt jemand Beispiele?
Steinhilben St. Pankratius
Bad Mergentheim Schlosskirche
Ok
die nächste Ott ist fällig....
kantor, Sonntag, 21. Mai 2017, 11:26 (vor 3387 Tagen) @ Oktavkoppler
Die historische Herbst-Orgel von 1732 in Lahm/Itzgrund
die nächste Ott ist fällig....
Pulpetenoese, Donnerstag, 25. Januar 2018, 08:58 (vor 3138 Tagen) @ fluteceleste
Von 49.000 € schon auf VB 35.000 € bei Ladach runtergesetzt. Es ist traurig das man diese Orgel, 1999 von OBM Dieter OTT noch renoviert so verscherbelt. Demnächst, da die neue Orgel ja in diesem Jahr geliefert werden soll, wird man sie wohl verschenken.......Ist ja auch egal was man dafür "bekommen" will, da die anvisierten 800.000 € für "die Neue" , scheinbar leicht einzuwerben sind.
die nächste Ott ist fällig....
stein
, Donnerstag, 25. Januar 2018, 09:19 (vor 3138 Tagen) @ Pulpetenoese
Von 49.000 € schon auf VB 35.000 € bei Ladach runtergesetzt. Es ist traurig das man diese Orgel, 1999 von OBM Dieter OTT noch renoviert so verscherbelt. Demnächst, da die neue Orgel ja in diesem Jahr geliefert werden soll, wird man sie wohl verschenken.......Ist ja auch egal was man dafür "bekommen" will, da die anvisierten 800.000 € für "die Neue" , scheinbar leicht einzuwerben sind.
Sollte man doch denken, dass es sich um ein Schnäppchen handelt.
Diese Orgeln mag einfach kaum noch jemand.
Wenn, dann gehen sie als Quasigeschenk in den Osten, wo die Preise für Neuorgeln einfach nicht bezahlt werden können.
die nächste Ott ist fällig....
elsenp
, Donnerstag, 25. Januar 2018, 12:42 (vor 3138 Tagen) @ Pulpetenoese
Von 49.000 € schon auf VB 35.000 € bei Ladach runtergesetzt. Es ist traurig das man diese Orgel, 1999 von OBM Dieter OTT noch renoviert so verscherbelt. Demnächst, da die neue Orgel ja in diesem Jahr geliefert werden soll, wird man sie wohl verschenken.......Ist ja auch egal was man dafür "bekommen" will, da die anvisierten 800.000 € für "die Neue" , scheinbar leicht einzuwerben sind.
Wenn man sich die Klangbeispiele bei Ladach anhört, ahnt man auch, warum die Orgel nicht weggeht.
Gruß
Peter
die nächste Ott ist fällig....
stein
, Donnerstag, 25. Januar 2018, 13:08 (vor 3138 Tagen) @ elsenp
Von 49.000 € schon auf VB 35.000 € bei Ladach runtergesetzt. Es ist traurig das man diese Orgel, 1999 von OBM Dieter OTT noch renoviert so verscherbelt. Demnächst, da die neue Orgel ja in diesem Jahr geliefert werden soll, wird man sie wohl verschenken.......Ist ja auch egal was man dafür "bekommen" will, da die anvisierten 800.000 € für "die Neue" , scheinbar leicht einzuwerben sind.
Wenn man sich die Klangbeispiele bei Ladach anhört, ahnt man auch, warum die Orgel nicht weggeht.Gruß
Peter
Ladach preist die Orgel ziemlich unverschönt an. Da wird einem nichts aus dem Himmel versprochen.
Orgelverkauf mal andersherum, war: die nächste Ott ist fällig....
Solcena
, Donnerstag, 25. Januar 2018, 13:34 (vor 3138 Tagen) @ elsenp
Hier mal zur Abwechslung eine polnische Orgel beim Ladach ... ;-))
Orgelverkauf mal andersherum, war: die nächste Ott ist fällig....
3rd_astronaut, Donnerstag, 25. Januar 2018, 14:20 (vor 3138 Tagen) @ Solcena
Hier mal zur Abwechslung eine polnische Orgel beim Ladach ... ;-))
sieht schön aus, spieltisch + orgel. aber wird wohl eine größere baustelle sein bei 20kEUR.
--
Durch Musik dringt das Böse tief in das Herz des Menschen ein (Martin Bucer)
die nächste Ott ist fällig....
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Donnerstag, 25. Januar 2018, 14:53 (vor 3138 Tagen) @ elsenp
Das liegt wohl eher an der Größe des Instruments und an der tatsächlich unpassenden Akustik. Da könnte man schon noch mehr rausholen.
Bei Ladach gehen auch schlechter intonierte Kisten weg. Das Ding ist halt völlig aus der Mode. Aber für die damalige Zeit ist es trotzdem noch oberer Durchschnitt.
die nächste Ott ist billig....
fluteceleste
, Donnerstag, 25. Januar 2018, 15:50 (vor 3138 Tagen) @ Poupoulcorouse
bearbeitet von fluteceleste, Donnerstag, 25. Januar 2018, 15:58
Das liegt wohl eher an der Größe des Instruments und an der tatsächlich unpassenden Akustik. Da könnte man schon noch mehr rausholen.
Bei Ladach gehen auch schlechter intonierte Kisten weg. Das Ding ist halt völlig aus der Mode. Aber für die damalige Zeit ist es trotzdem noch oberer Durchschnitt.
War Ott eigentlich nach damaligen Maßstäben teuer?
die nächste Ott ist billig....
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Donnerstag, 25. Januar 2018, 15:58 (vor 3138 Tagen) @ fluteceleste
Gute Frage.
Könnte ich jetzt nur mutmaßen. Zeitzeugen vor!
Die große Ott war billig....
fluteceleste
, Donnerstag, 25. Januar 2018, 23:28 (vor 3138 Tagen) @ Poupoulcorouse
bearbeitet von fluteceleste, Donnerstag, 25. Januar 2018, 23:50
Gute Frage.
Könnte ich jetzt nur mutmaßen. Zeitzeugen vor!
Es steht übrigens eine Antwort auf diese Frage schon im zitierten Artikel im ersten Beitrag dieses Fadens ;-). Die fällige Ottilie in Bad Godesberg hatte anno 1956 mit III/44 den Betrag von 51.800 DM gekostet. Ich habe mal einen Inflationsrechner bemüht, der sagt, das entspräche 120.000 Euronen heutzutage...kann das sein?? Dann wäre sie billig gewesen..Bei 44 Registern ist ja heutzutage gern mal ‘ne Million fällig..
Die große Ott war billig....
MichaelS
, Dülmen, Freitag, 26. Januar 2018, 15:52 (vor 3137 Tagen) @ fluteceleste
Offensichtlich war Orgeln bauen noch nie so teuer wie heute. Ich habe gerade mal meine Heimatorgel eingegeben, die 1972 mit rund 100.000,- DM zu Buche geschlagen hat: die läge heute bei 156.000,- € mit II/23, mit Rückpositiv und im historischen Gehäuse anno 1788.
Was würde man denn heute für 156.000,- € (incl. MwSt.) noch kriegen?
Die große Ott war billig....
fluteceleste
, Freitag, 26. Januar 2018, 16:14 (vor 3137 Tagen) @ MichaelS
bearbeitet von fluteceleste, Freitag, 26. Januar 2018, 16:24
Offensichtlich war Orgeln bauen noch nie so teuer wie heute. Ich habe gerade mal meine Heimatorgel eingegeben, die 1972 mit rund 100.000,- DM zu Buche geschlagen hat: die läge heute bei 156.000,- € mit II/23, mit Rückpositiv und im historischen Gehäuse anno 1788.
Was würde man denn heute für 156.000,- € (incl. MwSt.) noch kriegen?
...bei heute geltenden Registerpreisen von 20-30 k€ vermutlich am ehesten ein schmuckloses Gehäuse mit 5 Multiplexregistern..
mutmaßt:
Stefan
Die große Ott war billig....
MichaelS
, Dülmen, Freitag, 26. Januar 2018, 16:32 (vor 3137 Tagen) @ fluteceleste
Warum wollen die 20-30 k€ pro Register???
Vor stark zehn Jahren waren wir bei 10 bis 12 k€
Das geht doch gegen jede Inflationsrate...
Die große Ott war billig....
ThoFi, Freitag, 26. Januar 2018, 18:06 (vor 3137 Tagen) @ MichaelS
Spätestens nach diesem Workshop haben wir die gegenwärtigen Preise und die Orgelbauer verdienen endlich mal was.
Thomas
Die große Ott war billig....
Florian-L
, Samstag, 27. Januar 2018, 09:21 (vor 3136 Tagen) @ MichaelS
Warum wollen die 20-30 k€ pro Register???
Vor stark zehn Jahren waren wir bei 10 bis 12 k€
Das geht doch gegen jede Inflationsrate...
Der Zinnpreis ist in den letzten Jahren massiv gestiegen, nicht zuletzt aufgrund der RoHS-Richtlinie.
Gruß, Florian
Die große Ott war billig....
RinaL, Freitag, 26. Januar 2018, 22:24 (vor 3137 Tagen) @ fluteceleste
...bei heute geltenden Registerpreisen von 20-30 k€ vermutlich am ehesten ein schmuckloses Gehäuse mit 5 Multiplexregistern..
mutmaßt:
Stefan
Wo kommen denn solche Preise her...!?Ich dachte die lägen eher so bei 10-15k€.
Keine Orgel ist billig....
fluteceleste
, Freitag, 26. Januar 2018, 23:10 (vor 3137 Tagen) @ RinaL
bearbeitet von fluteceleste, Freitag, 26. Januar 2018, 23:52
...bei heute geltenden Registerpreisen von 20-30 k€ vermutlich am ehesten ein schmuckloses Gehäuse mit 5 Multiplexregistern..
mutmaßt:
Stefan
Wo kommen denn solche Preise her...!?Ich dachte die lägen eher so bei 10-15k€.
Kommt drauf an. War jetzt natürlich eher die obere Grenze, aber zumindest bei den großen und „angesagten“ Firmen stimmt das! wenn man mal nachrechnet, kommt man auf Registerpreise (in €/Reg) für zB
- Teilorgel für den Mainzer Dom über der Marienkapelle: 35.000.
- Kulturpalast Dresden: 21.000.
- Martinskirche Kassel: 33.000 (incl Roßhaar)...
- Konzertkirche Neubrandenburg: 29.000
- Spitzenreiter ist die Eule der Trierer Konstantinbasilika mit 41.460 €/Reg. (*)
- geplante neue für St Lambertus Erkelenz: 24.000
- Vergleichsweise billig zB die neue Rieger-Orgel in München-Harlaching mit 16.000..
- St. Clemens Paffrath: 18.500
- Beispiel kleinere Orgeln, zB Petrikirche in Baldham: 16.000 €/Reg., insgesamt 13 Register..
(*) Eine frühe Eule Orgel, an der ich als Student übte, Bj. 1983, II/24, dürfte so 150.000 Ostmark gekostet haben, da ist eine ganz schöne Preisentwicklung drin..)
Und ich dachte, große Orgeln sind ökonomischer..Noch Fragen? Die Liste sollte man mal weiterführen..
Keine Orgel ist billig....
Solcena
, Freitag, 26. Januar 2018, 23:33 (vor 3137 Tagen) @ fluteceleste
Naja, in der Konstantinbasilika rechnest du die Gesamtkosten für das ganze Projekt auf ein Register runter. Ein mehrjähriger Planungsprozess mit umfangreichen Untersuchungen am UNESCO-Weltkulturerbe, die komplizierte statische Verankerung in der Rückwand, Zweitspieltisch usw. Da gibt es sicher einfacher und billiger zu bebauende (und schon vorhandene) Orgelemporen ...
Keine Orgel ist billig....
fluteceleste
, Freitag, 26. Januar 2018, 23:41 (vor 3137 Tagen) @ Solcena
bearbeitet von fluteceleste, Freitag, 26. Januar 2018, 23:53
ja zugegeben..das war auch nur so auf die Schnelle; in Kassel und Mainz gabs auch umfangreiche Planungen. Aber jenseits der 10.000 sind wir allemal..siehe die letzten vier Beispiele oben. Oder Neubrandenburg, da war auch keine Unesco-Studie nötig..
Keine Orgel ist billig....
hardy
, Samstag, 27. Januar 2018, 06:38 (vor 3136 Tagen) @ fluteceleste
Da gibt es einiges an Auszügen und Transmissionen, die den Registerpreis eigentlich senken müssten.
Keine Orgel ist billig....
fluteceleste
, Samstag, 27. Januar 2018, 06:54 (vor 3136 Tagen) @ hardy
Keine Orgel ist billig....
hardy
, Samstag, 27. Januar 2018, 08:44 (vor 3136 Tagen) @ fluteceleste
Ich frage mich nach der Notwendigkeit dieser Auszüge etc. (Danke für den Link) V. a. das Pedal hat ja kaum eigene Register. Waren sonst die 2 Mio nicht einhalten oder ist das ein neuer Trend bei Orgeln dieser Größe? Und so eine 16
8 4 Zungenreihe ist ja auch nicht so die reine Freude...
Keine Orgel ist billig....
Pulpetenoese, Samstag, 27. Januar 2018, 08:58 (vor 3136 Tagen) @ fluteceleste
Um zum ursprünglichen Eintrag zu kommen : Die neue Orgel der Christuskirche Bad Godesberg soll bei II/30 + 4 Ext. im Pedal (32´,16´,8´16´) rd.800.000 € kosten.
Ich halte dagegen das eine sachgemäße Erhaltung der zuletzt 1999 von Dieter OTT ausgeführten , rd.100.000 DM kostenden Überholung , in Form der "Reorganisation" durch eine dafür geeignete Werkstatt , mit den zZt vorhandenen Mitteln leicht möglich gewesen wäre. Aber , man hat scheinbar die OTT-Orgel nicht mehr haben und einen neuen Arbeitsplatz für die neue Kantorin schaffen wollen.
Die seit 1956 tätigen Kantoren Klaffke, Kroeker und Gattin, sowie Scheler würden sich im Grab rum drehen , haben sie alle gute Konzerte auf der Orgel gegeben. Scheler hat sogar franz.Großmeister auf dieser OTT-Orgel interpretiert .
Übrigens, die große Schwester der Kreuzkirche Bonn wurde nicht nur von Walker überholt , sondern zwischenzeitlich von Schuke/Berlin mit einem Setzer ausgestattet.
Die OTT-Orgel in Euskirchen aus 1960 wurde vor 1 1/2 Jahren grundlegend renoviert und klingt nun wieder optimal.
Keine Orgel ist billig....
stein
, Samstag, 27. Januar 2018, 15:39 (vor 3136 Tagen) @ Pulpetenoese
Übrigens, die große Schwester der Kreuzkirche Bonn wurde nicht nur von Walker überholt , sondern zwischenzeitlich von Schuke/Berlin mit einem Setzer ausgestattet.
Das Instrument kenne ich aus der Zeit von Johannes Geffert in Bonn.
Er konnte meisterlich damit umgehen. Schon seit Geffert-Generationen schien diese Orgel gut gepfegt zu sein.
Trotzdem war es für mich die schwächste Orgel der Bonner Grossinstrumente (Beuel, Münster, Elisabeth)
Keine Orgel ist billig....
Axel, Dienstag, 13. Februar 2018, 13:47 (vor 3119 Tagen) @ Pulpetenoese
Ich tue mich mit der Entscheidung in Godesberg auch schwer. Zum technischen Zustand der Ott kann ich nicht viel sagen, ebenso nicht zur Fehleranfälligkeit. Klanglich wäre das aber mit etwas Nachintonation sehr in Ordnung gewesen. Die Schwergängigkeit der Traktur war nur mit Koppeln gegeben, das wäre wie in der Kreuzkirche lösbar gewesen.
In dem trockenen Raum ein quasi sinfonisches Konzept? Ich befürchte, die mystische Stimmung für einen Franck-Choral wird kaum aufkommen.
Normalerweise sind die Sachen, die Ott im Kirchenkreis Bonn/Godesberg geliefert hat in Ordnung, auch unter ungünstigen klimatischen Bedingungen wie in Bad Münstereifel (1960 II/12).
Euskirchen gefiel mir nach der letzten Maßnahme so gar nicht. Das war leider noch nicht mal gut gestimmt und die Intonation war vorher nach meiner Meinung auch besser.
Keine Orgel ist billig....
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Dienstag, 13. Februar 2018, 14:16 (vor 3119 Tagen) @ Axel
An Ott waren, nüchtern betrachtet, vor allem seine "Restaurierungen" hochproblematisch.
Der Rest sind mehr Geschmacks- als Qualitätsfragen. Da haben andere Orgeln aus dieser Zeit deutlich mehr Mängel.
Ott Euskirchen, war:Keine Orgel ist billig....
quintade, Montag, 22. Juli 2019, 20:41 (vor 2595 Tagen) @ Axel
bearbeitet von quintade, Montag, 22. Juli 2019, 20:45
Euskirchen gefiel mir nach der letzten Maßnahme so gar nicht. Das war leider noch nicht mal gut gestimmt und die Intonation war vorher nach meiner Meinung auch besser.
Meinst Du die Schuke-Überholung vor ca. 10 Jahren? (Aussage Küster)
Ich konnte gerade nur so 5 Minuten dran bis der Zug kam, eigentlich zu wenig für qualifizierte Aussagen. Habe aber bemerkt, dass der HW-Prinzipal wirklich nicht mehr ottig klingt, vor allem nicht ab c aufw@rts, da ist direkt ein Sprung drin. Der Oktavbass 8' ist sehr stark, einiges zu stark, finde ich. Wie war das vorher? Dann gibt's aber schon noch einige Ott-Charakteristika, das SW ist doch recht typisch, zB die Quintade, aber doch: eigentlich alles dort, auch der Sesq.
Und auch die 4'-Prinzipale. Herrlich, wenn man "zittert", ob der Ton anspricht :) und tatsächlich, es gab einen, der kam und kam nicht, trotz einiger Geräusche. Das kann dann nur Ott sein. Die Zungen konnte ich nicht richtig testen, kann aber gut sein, dass die klangvoller (trotzdem charakteristisch hoffentlich) und zuverlässiger jetzt sind, war bei Ott ja oft ein Problem (warum eigentlich?).
An der Traktur fühlte ich mich gleich wohl. Mag sein, dass es anderswo Probleme gibt, aber in Standardsituationen konnte der Trakturen bauen.
Wahrscheinlich war die Prämisse ein "tragenderer Klang"? Kenne eine größere 3manualige, auch von Schuke überholt, die mE kaum noch nach Ott klingt.
Aber wie gesagt, 3 Minuten sind zu wenig - die Akustik dort finde ich auch schwierig, etwas topfig...
(Fotos habe ich immerhin, sodass die nach Rücksprache auch auf OI auftaucht..)
Keine Orgel ist billig....
MichaelS
, Dülmen, Samstag, 27. Januar 2018, 09:40 (vor 3136 Tagen) @ fluteceleste
Und ich dachte, große Orgeln sind ökonomischer..Noch Fragen? Die Liste sollte man mal weiterführen..
Das ist relativ einfach zu beantworten, dass kleine und mittlere Orgeln bis etwa 30 Register im Normalfall einen etwas günstigeren Registerpreis haben:
- es gibt weniger große Register, eher seltener einen Prospekt-Prinzipal 16´ auch keine vollen Zungenbatterien
- auch seltener große Zweiunddreißigfüße, die auch schonmal eigene Laden brauchen.
- die Traktur ist meist einfacher zu legen und bauen, auch kürzer
- das Instrument ist kleiner, somit auch von der Konstruktion einfacher und mit weniger Material & Arbeitsstunden herzustellen.
Sicher kann man hier noch mehr anführen, es zählt aber auch dazu, dass mehr kleinere Orgelbauer solche Projekte in der LAge sind, auszuführen, der Konkurrenzdruck ist also höher als in der Klasse ab 50 Register aufwärts, wo im Vorfeld schonmal wesentlich genauer sondiert wird, ob und wie die an der Ausschreibung beteiligten Firmen das Werk bauen können.
Bozen, war: Keine Orgel ist billig....
fluteceleste
, Dienstag, 13. Februar 2018, 09:00 (vor 3119 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von fluteceleste, Dienstag, 13. Februar 2018, 09:06
In Bozen gibt es eine aufwändige “Generalsanierung“ der bestehenden Metzlerin von 1964 mit Erweiterung (neues SW) und Umsetzung auf IV/59 (Film). Bei Kosten von 1,5 Mio. (1,8 Mio inkl. Bauarbeiten) macht das einen stattlichen Registerpreis, zumal alles wiederverwendet wird (jedoch aufgrund der Umsetzung sicher auch Planungsaufwand/Architekt, neuer Spieltisch etc. nötig ist). Und dann sind es nicht zuletzt wohl Schweizer Preise (ich vermute, die Erbauerfirma macht die Arbeiten?)
Bozen, war: Keine Orgel ist billig....
tiratutti
, Dienstag, 13. Februar 2018, 09:17 (vor 3119 Tagen) @ fluteceleste
In Bozen gibt es eine aufwändige “Generalsanierung“ der bestehenden Metzlerin von 1964 mit Erweiterung (neues SW) und Umsetzung auf IV/59 (Film). Bei Kosten von 1,5 Mio. (1,8 Mio inkl. Bauarbeiten) macht das einen stattlichen Registerpreis, zumal alles wiederverwendet wird (jedoch aufgrund der Umsetzung sicher auch Planungsaufwand/Architekt, neuer Spieltisch etc. nötig ist). Und dann sind es nicht zuletzt wohl Schweizer Preise (ich vermute, die Erbauerfirma macht die Arbeiten?)
Im Film wird gesagt, dass der Vertrag mit Metzler November 2017 unterschrieben wurde, Abbau der alten Anlage November 2018, Anlieferung des Umbaus/Neubaus Juni 2019, Einweihung September 2019.
Grüße von tiratutti
Bozen, war: Keine Orgel ist billig....
fluteceleste
, Dienstag, 13. Februar 2018, 09:32 (vor 3119 Tagen) @ tiratutti
ah danke, hatte ich überhört..
Bozen, war: Keine Orgel ist billig....
Solcena
, Dienstag, 13. Februar 2018, 09:20 (vor 3119 Tagen) @ fluteceleste
„Immer häufiger kommt es zu plötzlichen Ausfällen des Instrumentes.“
Rein mechanische Trakturen.
Was da wohl die Ausfälle verursacht? Geht das Gebläse nicht? Funktionieren der Tremulant oder die als Tritte angelegten Spielhilfen nicht?
Die wichtigere Begründung für den Umbau „Orgel zu klein und lässt die Interpretation romantischer Orgelmusik nicht zu“ kommt aber immerhin noch.
Bozen, war: Keine Orgel ist billig....
fluteceleste
, Dienstag, 13. Februar 2018, 10:12 (vor 3119 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von fluteceleste, Dienstag, 13. Februar 2018, 10:26
Laut der geplanten Dispo gibt man übrigens - dem aktuellen Zeitgeschmack entsprechend - die Principalschwebung zugunsten einer romantischen Flöte auf. Obwohl mit Rohrflöte oder Spitzgambe (wobei ich letztere eigentlich nur als nichtssagendes Gemshornverschnitt-Register der Orgelbewegung kenne :-D) durchaus weitere Kandidaten da wären. Aber man hat sich entschieden..
Bozen, war: Keine Orgel ist billig....
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Dienstag, 13. Februar 2018, 13:17 (vor 3119 Tagen) @ fluteceleste
Wie irre, ausgerechnet die Stimmen zu opfern, die die Orgel damals zu etwas Besonderem machten.
Bozen, war: Keine Orgel ist billig....
Evacuant, Dienstag, 13. Februar 2018, 10:40 (vor 3119 Tagen) @ fluteceleste
In Bozen gibt es eine aufwändige “Generalsanierung“ der bestehenden Metzlerin von 1964 mit Erweiterung (neues SW) und Umsetzung auf IV/59 (Film). Bei Kosten von 1,5 Mio. (1,8 Mio inkl. Bauarbeiten) macht das einen stattlichen Registerpreis, zumal alles wiederverwendet wird (jedoch aufgrund der Umsetzung sicher auch Planungsaufwand/Architekt, neuer Spieltisch etc. nötig ist). Und dann sind es nicht zuletzt wohl Schweizer Preise (ich vermute, die Erbauerfirma macht die Arbeiten?)
Ein einst richtungsweisendes, charaktervolles Instrument wird zur 08/15-Orgel degradiert.
Na ja, wenigstens bleibt das Brustwerk mit seiner Siffl-Flöte erhalten.
Bozen, war: Keine Orgel ist billig....
Große Pfeife
, Sonntag, 17. April 2022, 15:36 (vor 1595 Tagen) @ Evacuant
Habe heute mal fix hineingeschaut:
![[image]](images/uploaded/20220417133122625c16aae4d21.jpg)
![[image]](images/uploaded/20220417133159625c16cf4f349.jpg)
![[image]](images/uploaded/20220417133228625c16ec31440.jpg)
![[image]](images/uploaded/20220417133445625c177525fb5.jpg)
(Ostergottesdienst wurde von am RAI übertragen).
Fröhliche Ostern euch allen!!
keine Orgel war billig....
fluteceleste
, Mittwoch, 07. März 2018, 09:44 (vor 3097 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von fluteceleste, Mittwoch, 07. März 2018, 10:38
Grad zufällig gefunden: Manche große Orgel war ja - nach heutiger Sicht - ein Schnäppchen, wie in Betzdorf...
„Am 6. Dezember 1959 wurde die Oberlinger Orgel, hergestellt von der Firma Förster und Nicolai [sic] (Lich bei Gießen), mit ihren 43 Registern, drei Manualen und 3178 Pfeifen, von Oberkirchenrat Rößler feierlich in den Dienst gestellt. Der damalige Kaufpreis betrug 78.000 DM, eine für die damalige Zeit stattliche Summe“
Umgerechnet auf die heutige Zeit (Inflationsrechner) ergibt sich ein Registerpreis von 175.000€/43 Reg.=ca.4.000€
Vor ein paar jahren wurde sie für 160.000 saniert (siehe hier, daraus auch obiges Zitat). Den Fotos nach sieht sie zwar nach typisch 60er, aber nicht unbedingt nach einem Sanierungsfall aus..
Selbst wenn man beide Summen addiert, ist man immer noch meilenweit von heutigen Preisen entfernt... F&N bzw Oberlinger gehörten nach ja damals wohl auch nicht zu den billigsten OB (wie zB Kemper)...?
Der obige Preis lässt sich übrigens direkt mit Godesberg (51.800DM) vergleichen: Fast gleiche Registerzahl für 25.000DM weniger...das würde die auch schonmal gestreifte Frage, ob Ott billig(er) war, zumindest für das vorliegende Beispiel mit ja beantworten. Sicher war er teurer als Kemper.
![[image]](images/uploaded/201803070839515a9fa55772af0.jpg)
![[image]](images/uploaded/201803070840235a9fa57739e38.jpg)
![[image]](images/uploaded/201803070846555a9fa6ff9499e.jpg)
![[image]](images/uploaded/201803070840085a9fa5686d75d.jpg)
keine Orgel war billig....
fluteceleste
, Mittwoch, 07. März 2018, 10:55 (vor 3097 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von fluteceleste, Mittwoch, 07. März 2018, 11:08
Der obige Preis lässt sich übrigens direkt mit Godesberg (51.800DM) vergleichen: Fast gleiche Registerzahl für 25.000DM weniger...das würde die auch schonmal gestreifte Frage, ob Ott billig(er) war, zumindest für das vorliegende Beispiel mit ja beantworten. Sicher war er teurer als Kemper.
Dazu ein Berühmtes Beispiel: Die hier
![]()
kostete 1960 mit 45 Registern DM 42.000,-. Von Baujahr und Größe auch fast direkt vergleichbar
**Edit: Fand gerade auch ein Beispiel für Klais, nämlich Gladbeck, St. Lamberti laut dieser Quelle. 36 Register anno 1960 für sage und schreibe 90.000 DM..
Summa sumarum kann man folgende Registerpreise für 1960 errechnen:
Kemper: 1.000 DM
Ott: 1.300 DM (auf 1960 angepasst)
Oberlinger: 1.800 DM
Klais: 2.500 DM
Sehr interessant!
keine Orgel war billig....
tiratutti
, Mittwoch, 07. März 2018, 11:07 (vor 3097 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von tiratutti, Mittwoch, 07. März 2018, 20:58
Der obige Preis lässt sich übrigens direkt mit Godesberg (51.800DM) vergleichen: Fast gleiche Registerzahl für 25.000DM weniger...das würde die auch schonmal gestreifte Frage, ob Ott billig(er) war, zumindest für das vorliegende Beispiel mit ja beantworten. Sicher war er teurer als Kemper.
Dazu ein Berühmtes Beispiel: Die hier [Hamburg St. Jakobi, Kemper]
kostete 1960 mit 45 Registern DM 42.000,-. Von Baujahr und Größe auch fast direkt vergleichbar.Summa sumarum kann man folgende Registerpreise für 1960 errechnen:
Kemper: 1.000 DM
Ott: 1.300 DM (auf 1960 angepasst)
Oberlinger: 1.800 DMHätte ich nicht gedacht.
Für die 60er-Jahre muss man immer im Auge behalten, dass es damals im Orgelbau Jahr für Jahr erhebliche Preissteigerungen gab, auch, weil die Lohnentwicklung rasant vorwärts ging. Lohnsteigerungen von ca. 6% und mehr pro Jahr waren völlig normal. Inflationsrechner können das nicht wiedergeben und bieten nur einen groben Anhaltspunkt, weil Orgelbau auch damals lohnintensiv war.
Eine konkrete Zahl habe ich noch: Baujahr 1966, Späth, 3 Manuale, 36 Register, Komplettpreis mit Gehäuse 131.000 DM.
Grüße von tiratutti
keine Orgel war billig....
oHo, Mittwoch, 07. März 2018, 12:26 (vor 3097 Tagen) @ fluteceleste
Grad zufällig gefunden: Manche große Orgel war ja - nach heutiger Sicht - ein Schnäppchen, wie in Betzdorf...
„Am 6. Dezember 1959 wurde die Oberlinger Orgel, hergestellt von der Firma Förster und Nicolai [sic] (Lich bei Gießen), mit ihren 43 Registern, drei Manualen und 3178 Pfeifen, von Oberkirchenrat Rößler feierlich in den Dienst gestellt. Der damalige Kaufpreis betrug 78.000 DM, eine für die damalige Zeit stattliche Summe“
Umgerechnet auf die heutige Zeit (Inflationsrechner) ergibt sich ein Registerpreis von 175.000€/43 Reg.=ca.4.000€
Vor ein paar jahren wurde sie für 160.000 saniert (siehe hier, daraus auch obiges Zitat). Den Fotos nach sieht sie zwar nach typisch 60er, aber nicht unbedingt nach einem Sanierungsfall aus..
Selbst wenn man beide Summen addiert, ist man immer noch meilenweit von heutigen Preisen entfernt... F&N bzw Oberlinger gehörten nach ja damals wohl auch nicht zu den billigsten OB (wie zB Kemper)...?
Das ist das Problem, wenn man Preise ohne Berücksichtigung von Inflation betrachtet: Es kommt nur Unsinn heraus!
Der Kaufpreis in Höhe von 175.000 DM im Jahr 1959 bereinigt um Inflation und umgerechnet von DM in Euro entspricht 398.233,33 Euro.
Plus 160.000 Euro Sanierungskosten sind das 558.233,33 Euro.
Das geteilt durch 43 Register ergibt einen Registerpreis von 12.982,17 Euro. So weit entfernt von heutigen Preisen ist das dann nicht mehr...
rechnet, fröhlich grüßend,
Oliver
keine Orgel war billig....
fluteceleste
, Mittwoch, 07. März 2018, 12:36 (vor 3097 Tagen) @ oHo
bearbeitet von fluteceleste, Mittwoch, 07. März 2018, 12:41
Grad zufällig gefunden: Manche große Orgel war ja - nach heutiger Sicht - ein Schnäppchen, wie in Betzdorf...
„Am 6. Dezember 1959 wurde die Oberlinger Orgel, hergestellt von der Firma Förster und Nicolai [sic] (Lich bei Gießen), mit ihren 43 Registern, drei Manualen und 3178 Pfeifen, von Oberkirchenrat Rößler feierlich in den Dienst gestellt. Der damalige Kaufpreis betrug 78.000 DM, eine für die damalige Zeit stattliche Summe“
Umgerechnet auf die heutige Zeit (Inflationsrechner) ergibt sich ein Registerpreis von 175.000€/43 Reg.=ca.4.000€
Vor ein paar jahren wurde sie für 160.000 saniert (siehe hier, daraus auch obiges Zitat). Den Fotos nach sieht sie zwar nach typisch 60er, aber nicht unbedingt nach einem Sanierungsfall aus..
Selbst wenn man beide Summen addiert, ist man immer noch meilenweit von heutigen Preisen entfernt... F&N bzw Oberlinger gehörten nach ja damals wohl auch nicht zu den billigsten OB (wie zB Kemper)...?
Das ist das Problem, wenn man Preise ohne Berücksichtigung von Inflation betrachtet: Es kommt nur Unsinn heraus!Der Kaufpreis in Höhe von 175.000 DM im Jahr 1959 bereinigt um Inflation und umgerechnet von DM in Euro entspricht 398.233,33 Euro.
Plus 160.000 Euro Sanierungskosten sind das 558.233,33 Euro.
Das geteilt durch 43 Register ergibt einen Registerpreis von 12.982,17 Euro. So weit entfernt von heutigen Preisen ist das dann nicht mehr...
rechnet, fröhlich grüßend,
Oliver
Moment: der Kaufpreis war 78.000 DM, nicht 175.000 DM. Ich schrieb, die 78.000 DM ergeben gemäss Inflationsrechner 175.000 €.
grüßt, nochmal nachrechnend,
Stefan
keine Orgel war billig....
oHo, Mittwoch, 07. März 2018, 12:42 (vor 3097 Tagen) @ fluteceleste
Grad zufällig gefunden: Manche große Orgel war ja - nach heutiger Sicht - ein Schnäppchen, wie in Betzdorf...
„Am 6. Dezember 1959 wurde die Oberlinger Orgel, hergestellt von der Firma Förster und Nicolai [sic] (Lich bei Gießen), mit ihren 43 Registern, drei Manualen und 3178 Pfeifen, von Oberkirchenrat Rößler feierlich in den Dienst gestellt. Der damalige Kaufpreis betrug 78.000 DM, eine für die damalige Zeit stattliche Summe“
Umgerechnet auf die heutige Zeit (Inflationsrechner) ergibt sich ein Registerpreis von 175.000€/43 Reg.=ca.4.000€
Vor ein paar jahren wurde sie für 160.000 saniert (siehe hier, daraus auch obiges Zitat). Den Fotos nach sieht sie zwar nach typisch 60er, aber nicht unbedingt nach einem Sanierungsfall aus..
Selbst wenn man beide Summen addiert, ist man immer noch meilenweit von heutigen Preisen entfernt... F&N bzw Oberlinger gehörten nach ja damals wohl auch nicht zu den billigsten OB (wie zB Kemper)...?
Das ist das Problem, wenn man Preise ohne Berücksichtigung von Inflation betrachtet: Es kommt nur Unsinn heraus!Der Kaufpreis in Höhe von 175.000 DM im Jahr 1959 bereinigt um Inflation und umgerechnet von DM in Euro entspricht 398.233,33 Euro.
Plus 160.000 Euro Sanierungskosten sind das 558.233,33 Euro.
Das geteilt durch 43 Register ergibt einen Registerpreis von 12.982,17 Euro. So weit entfernt von heutigen Preisen ist das dann nicht mehr...
rechnet, fröhlich grüßend,
Oliver
Moment: der Kaufpreis war 78.000 DM, nicht 175.000 DM. Ich schrieb, die 78.000 DM ergeben gemäss Inflationsrechner 175.000 €.
grüßt, nachrechnend,
Stefan
Oh, da hatte ich mich verlesen.
Das bitte ich zu entschuldigen!
keine Orgel war billig....
fluteceleste
, Mittwoch, 07. März 2018, 12:49 (vor 3097 Tagen) @ oHo
Oh, da hatte ich mich verlesen.Das bitte ich zu entschuldigen!
Kein Problem! Bleibt die Frage, ob auf VPI basierende Inflationsrechner (ich habe diesen verwendet) nun aussagekräftig sind oder nicht (wie tiratutti kritisiert hat).
Orgelkosten damals ...
tiratutti
, Mittwoch, 07. März 2018, 21:12 (vor 3097 Tagen) @ fluteceleste
Kein Problem! Bleibt die Frage, ob auf VPI basierende Inflationsrechner (ich habe diesen verwendet) nun aussagekräftig sind oder nicht (wie tiratutti kritisiert hat).
In unserer Orgelakte sind die Zahlen konkret benannt:
Lieferung einer Orgel gemäß Vertrag von Juli '63: 102.100 DM
Kostensteigerung infolge Lohnerhöhung zwischen Juli '63 und April '65: 9.781,50 DM
Das sind 9,6% innerhalb von knapp zwei Jahren. Wenn man es auf die reinen Lohnkosten umlegt (ca. 2/3 Lohn, 1/3 Material), wären es 14,4%. Für das Gehäuse steht in der Rechnung explizit eine Steigerung um 14,3%. Das sind also pro Jahr locker 7% Preissteigerung zwischen 1963 und 1965. Inflationsrechner sind Murks :-)
Grüße von tiratutti
Orgelkosten damals ...
oHo, Mittwoch, 07. März 2018, 21:20 (vor 3097 Tagen) @ tiratutti
Kein Problem! Bleibt die Frage, ob auf VPI basierende Inflationsrechner (ich habe diesen verwendet) nun aussagekräftig sind oder nicht (wie tiratutti kritisiert hat).
In unserer Orgelakte sind die Zahlen konkret benannt:
Lieferung einer Orgel gemäß Vertrag von Juli '63: 102.100 DM
Kostensteigerung infolge Lohnerhöhung zwischen Juli '63 und April '65: 9.781,50 DMDas sind 9,6% innerhalb von knapp zwei Jahren. Wenn man es auf die reinen Lohnkosten umlegt (ca. 2/3 Lohn, 1/3 Material), wären es 14,4%. Für das Gehäuse steht in der Rechnung explizit eine Steigerung um 14,3%. Das sind also pro Jahr locker 7% Preissteigerung zwischen 1963 und 1965. Inflationsrechner sind Murks :-)
Grüße von tiratutti
Nein, sind sie nicht: Sie bilden ab, wie sich die allgemeinen Preise entwickeln. Das kann man dann konkreten Preisen gegenüberstellen, z.B. ein Positiv mit 5 Registern kostete 1955 soviel wie 50.000 Kilo Brot, 1963 soviel wie 60.000 Kilo Brot. Reine Preissteigerungen nur innerhalb einer Warengruppe wie Orgeln hingegen haben gar keine Aussagekraft, weil dem keine Entwicklung der Löhne und Gehälter gegenüberstünde...
meint, fröhlich grüßend,
Oliver
Orgelkosten damals ...
FranzS., Donnerstag, 08. März 2018, 00:47 (vor 3097 Tagen) @ oHo
Nein, sind sie nicht: Sie bilden ab, wie sich die allgemeinen Preise entwickeln. Das kann man dann konkreten Preisen gegenüberstellen, z.B. ein Positiv mit 5 Registern kostete 1955 soviel wie 50.000 Kilo Brot, 1963 soviel wie 60.000 Kilo Brot. Reine Preissteigerungen nur innerhalb einer Warengruppe wie Orgeln hingegen haben gar keine Aussagekraft, weil dem keine Entwicklung der Löhne und Gehälter gegenüberstünde...meint, fröhlich grüßend,
Oliver
Ein großes Problem ist halt, dass der Warenkorb der 60er mit heute nicht zu vergleichen ist. Erst seit den 80ern lebt man in etwa so wie heute.
Orgelkosten damals ...
Karsten
, Donnerstag, 08. März 2018, 06:03 (vor 3096 Tagen) @ FranzS.
Nein, sind sie nicht: Sie bilden ab, wie sich die allgemeinen Preise entwickeln. Das kann man dann konkreten Preisen gegenüberstellen, z.B. ein Positiv mit 5 Registern kostete 1955 soviel wie 50.000 Kilo Brot, 1963 soviel wie 60.000 Kilo Brot. Reine Preissteigerungen nur innerhalb einer Warengruppe wie Orgeln hingegen haben gar keine Aussagekraft, weil dem keine Entwicklung der Löhne und Gehälter gegenüberstünde...meint, fröhlich grüßend,
Oliver
Ein großes Problem ist halt, dass der Warenkorb der 60er mit heute nicht zu vergleichen ist. Erst seit den 80ern lebt man in etwa so wie heute.
Der "Warenkorb" und der Verbraucherpresiindex beziehensich in erster Linie auf private Haushalte und deren Warengruppen, siehe:
https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20318/verbraucherpreisindex
https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/21108/warenkorb
Orgeln haben damit erst einmal nix zu tun.
Relevanter sind dann zum Beispiel solche Statistiken:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164047/umfrage/jahresarbeitslohn-in-deut...
Gruß
Karsten
Orgelkosten damals ...
oHo, Donnerstag, 08. März 2018, 10:36 (vor 3096 Tagen) @ Karsten
Nein, sind sie nicht: Sie bilden ab, wie sich die allgemeinen Preise entwickeln. Das kann man dann konkreten Preisen gegenüberstellen, z.B. ein Positiv mit 5 Registern kostete 1955 soviel wie 50.000 Kilo Brot, 1963 soviel wie 60.000 Kilo Brot. Reine Preissteigerungen nur innerhalb einer Warengruppe wie Orgeln hingegen haben gar keine Aussagekraft, weil dem keine Entwicklung der Löhne und Gehälter gegenüberstünde...meint, fröhlich grüßend,
Oliver
Ein großes Problem ist halt, dass der Warenkorb der 60er mit heute nicht zu vergleichen ist. Erst seit den 80ern lebt man in etwa so wie heute.
Der "Warenkorb" und der Verbraucherpresiindex beziehensich in erster Linie auf private Haushalte und deren Warengruppen, siehe:https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/20318/verbraucherpreisindex
https://www.bpb.de/nachschlagen/lexika/lexikon-der-wirtschaft/21108/warenkorbOrgeln haben damit erst einmal nix zu tun.
Relevanter sind dann zum Beispiel solche Statistiken:
https://de.statista.com/statistik/daten/studie/164047/umfrage/jahresarbeitslohn-in-deut...Gruß
Karsten
Das sehe ich anders: Da die meisten Orgeln doch mit deutlichem Privatgeldanteil finanziert werden (Pfeifenpatenschaften und andere Spenden) ist genau der dafür nötige Konsumverzicht relevant, der sich durch die Verbraucherpreisentwicklung gut abschätzen lässt.
Die Bruttogehälter interessieren dabei weniger als das frei verfügbare Einkommen - oder irre ich mich da?
fragt, freundlich grüßend,
Oliver
Orgelkosten damals ...
oHo, Donnerstag, 08. März 2018, 10:32 (vor 3096 Tagen) @ FranzS.
Nein, sind sie nicht: Sie bilden ab, wie sich die allgemeinen Preise entwickeln. Das kann man dann konkreten Preisen gegenüberstellen, z.B. ein Positiv mit 5 Registern kostete 1955 soviel wie 50.000 Kilo Brot, 1963 soviel wie 60.000 Kilo Brot. Reine Preissteigerungen nur innerhalb einer Warengruppe wie Orgeln hingegen haben gar keine Aussagekraft, weil dem keine Entwicklung der Löhne und Gehälter gegenüberstünde...meint, fröhlich grüßend,
Oliver
Ein großes Problem ist halt, dass der Warenkorb der 60er mit heute nicht zu vergleichen ist. Erst seit den 80ern lebt man in etwa so wie heute.
Der Warenkorb wird ständig angepasst: Vom Schwarzweiß-Fernseher alle 20 Jahre (also 1/20 p/a) über den Farbfernseher mit Röhre 1/15 zum Flachbildgerät 1/6 - und das gilt für alle Produkte: Was nicht mehr aktuell ist, fliegt raus: Telex, Fax, bald auch der PC, usw... dafür kommt jeweils das aktuelle rein...
Selbst bei der Ernährung ist jetzt vermutlich ein Bio-Anteil drin..
meint, fröhlich grüßend,
Oliver
Orgelkosten damals ...
FranzS., Donnerstag, 08. März 2018, 20:34 (vor 3096 Tagen) @ oHo
Nein, sind sie nicht: Sie bilden ab, wie sich die allgemeinen Preise entwickeln. Das kann man dann konkreten Preisen gegenüberstellen, z.B. ein Positiv mit 5 Registern kostete 1955 soviel wie 50.000 Kilo Brot, 1963 soviel wie 60.000 Kilo Brot. Reine Preissteigerungen nur innerhalb einer Warengruppe wie Orgeln hingegen haben gar keine Aussagekraft, weil dem keine Entwicklung der Löhne und Gehälter gegenüberstünde...meint, fröhlich grüßend,
Oliver
Ein großes Problem ist halt, dass der Warenkorb der 60er mit heute nicht zu vergleichen ist. Erst seit den 80ern lebt man in etwa so wie heute.
Der Warenkorb wird ständig angepasst: Vom Schwarzweiß-Fernseher alle 20 Jahre (also 1/20 p/a) über den Farbfernseher mit Röhre 1/15 zum Flachbildgerät 1/6 - und das gilt für alle Produkte: Was nicht mehr aktuell ist, fliegt raus: Telex, Fax, bald auch der PC, usw... dafür kommt jeweils das aktuelle rein...Selbst bei der Ernährung ist jetzt vermutlich ein Bio-Anteil drin..
meint, fröhlich grüßend,
Oliver
Richtig, so hab ich es auch gemeint. Der Warenkorb von 1960 beinhaltet komplett andere Dinge wie der von 1980. Der Warenkorb von 1998 hingegen dürfte sich vom dem gegenwärtigen Warenkorb nicht sonderlich unterscheiden. Das Konsumverhalten der Menschen hängt doch unmittelbar damit zusammen, ob Dinge als teuer gelten oder nicht. Insbesondere bei solch großen Sachen wie eine Orgel. Da sich das Konsumverhalten von 1960 aber nicht mit dem heutigen Konsumverhalten vergleichen lässt, finde ich es sehr schwierig die Orgelpreise von damals mit denen von heute zu vergleichen.
Orgelkosten damals ...
fluteceleste
, Mittwoch, 07. März 2018, 21:37 (vor 3097 Tagen) @ tiratutti
bearbeitet von fluteceleste, Mittwoch, 07. März 2018, 21:40
Kein Problem! Bleibt die Frage, ob auf VPI basierende Inflationsrechner (ich habe diesen verwendet) nun aussagekräftig sind oder nicht (wie tiratutti kritisiert hat).
In unserer Orgelakte sind die Zahlen konkret benannt:
Lieferung einer Orgel gemäß Vertrag von Juli '63: 102.100 DM
Kostensteigerung infolge Lohnerhöhung zwischen Juli '63 und April '65: 9.781,50 DMDas sind 9,6% innerhalb von knapp zwei Jahren. Wenn man es auf die reinen Lohnkosten umlegt (ca. 2/3 Lohn, 1/3 Material), wären es 14,4%. Für das Gehäuse steht in der Rechnung explizit eine Steigerung um 14,3%. Das sind also pro Jahr locker 7% Preissteigerung zwischen 1963 und 1965. Inflationsrechner sind Murks :-)
Grüße von tiratutti
Danke für diese exakten Zahlen! Gebe Dir recht, dass Inflationsrechner natürlich auf simplen Modellen basieren.
Wenn ich in meinen Rechner die Preissteigerung ausgehend bei 102.100DM von 1963 auf 1965 hochrechnen lasse, kommen 107.800DM raus (5,6%). Das ist zwar eine schlechte Näherung, aber für eine grobe Hausnummer find ich es gar nicht mal so schlecht.
PS: Für die Finanzierung eines Orgelneubaus hilft es natürlich auch, wenn man Glück hat..
Orgelkosten damals ...
Karsten
, Mittwoch, 07. März 2018, 22:27 (vor 3097 Tagen) @ tiratutti
Inflationsrechner sind Murks :-)
Es sind natürlich sehr grobe Instrumente, die sich zudem eher auf Alltagswaren beziehen als auf solches handwerklichen Meisterwerke.
Gruß
Karsten
Orgelkosten damals ...
fluteceleste
, Freitag, 09. März 2018, 10:39 (vor 3095 Tagen) @ tiratutti
Martin Blindow schreibt hierzu in „Orgelgeschichte der Stadt Dortmund“ (2008) auf S.12:
![[image]](images/uploaded/201803090933435aa254f7478c2.jpg)
(der letzte Satz endet (auf der nächsten Seite) mit „...die Oberhand gewonnen haben“).
Ich vermute, dass sich die Tendenz von 2000 bis heute weiter fortgesetzt hat, denn heute liegen die Registerpreise ja offensichtlich beim 1,5-bis 2-fachen..
Die große Ott war billig....
stein
, Freitag, 26. Januar 2018, 18:49 (vor 3137 Tagen) @ fluteceleste
Gute Frage.
Könnte ich jetzt nur mutmaßen. Zeitzeugen vor!
Es steht übrigens eine Antwort auf diese Frage schon im zitierten Artikel im ersten Beitrag dieses Fadens ;-). Die fällige Ottilie in Bad Godesberg hatte anno 1956 mit III/44 den Betrag von 51.800 DM gekostet. Ich habe mal einen Inflationsrechner bemüht, der sagt, das entspräche 120.000 Euronen heutzutage...kann das sein?? Dann wäre sie billig gewesen..Bei 44 Registern ist ja heutzutage gern mal ‘ne Million fällig..
Allerdings möchte sie wohl keiner für 49T Euro haben.
Damit scheint sie überbezahlt zu sein. Mich würden eher die Einkaufspreise von den beliebten Orgeln, wie Flentrop in Osnabrück, oder Marcussen in Freiburg interessieren.
Eine große Klais wäre nicht billig....
fluteceleste
, Freitag, 26. Januar 2018, 22:25 (vor 3137 Tagen) @ stein
Gute Frage.
Könnte ich jetzt nur mutmaßen. Zeitzeugen vor!
Es steht übrigens eine Antwort auf diese Frage schon im zitierten Artikel im ersten Beitrag dieses Fadens ;-). Die fällige Ottilie in Bad Godesberg hatte anno 1956 mit III/44 den Betrag von 51.800 DM gekostet. Ich habe mal einen Inflationsrechner bemüht, der sagt, das entspräche 120.000 Euronen heutzutage...kann das sein?? Dann wäre sie billig gewesen..Bei 44 Registern ist ja heutzutage gern mal ‘ne Million fällig..
Allerdings möchte sie wohl keiner für 49T Euro haben.
Damit scheint sie überbezahlt zu sein. Mich würden eher die Einkaufspreise von den beliebten Orgeln, wie Flentrop in Osnabrück, oder Marcussen in Freiburg interessieren.
Wurde zwar nicht gebaut, aber Clemens Ganz forderte damals laut diesem Artikel (von 1988) einen Neubau im Kölner Dom, mit 110 Registern, für astronomische 3 Mio. Mark. Das macht einen Registerpreis von 27.000 Mark. Extreme gabs also damals auch schon.
Eine große Klais wäre nicht billig....
Karsten
, Mittwoch, 07. März 2018, 22:33 (vor 3097 Tagen) @ fluteceleste
Wurde zwar nicht gebaut, aber Clemens Ganz forderte damals laut diesem Artikel (von 1988) einen Neubau im Kölner Dom, mit 110 Registern, für astronomische 3 Mio. Mark. Das macht einen Registerpreis von 27.000 Mark. Extreme gabs also damals auch schon.
Um eine weitere veröffentlichte und prominente Kostenstelle zu nennen, die auch ein Extrem darstellt:
In der Festschrift zur Wiedereinweihung des renovierten Passauer Domes wurden die Kosten des technischen Neubaus der Orgelanlage unter Wiederverwendung einiger Register mit 2.815.000 DM angegeben.
Gruß
Karsten
die nächste Ott ist fällig....
orgelwilli
, Freitag, 27. Februar 2015, 22:48 (vor 4201 Tagen) @ Axel
Die Orgel war schon vor 25 Jahren sehr störanfällig. Ich wurde damals um meine Meinung gebeten und habe von einer Renovierung abgeraten, weil sich das grundsätzliche technische Problem der Orgel nicht hätte lösen lassen.
die nächste Ott ist fällig....
Axel, Samstag, 28. Februar 2015, 09:00 (vor 4200 Tagen) @ orgelwilli
Soweit ich weiss, hat die aber noch stattgefunden. Der damalige Kollege erzählte mir, dass Dieter Ott die Orgel überholt hat. Da war sie auch in Ordnung. Ich weiss natürlich nicht, wie das so im Dauergebrauch war.
Grüße
Axel
die nächste Ott ist fällig....
Oktavkoppler
, Samstag, 28. Februar 2015, 09:06 (vor 4200 Tagen) @ Axel
Soweit ich weiss, hat die aber noch stattgefunden. Der damalige Kollege erzählte mir, dass Dieter Ott die Orgel überholt hat. Da war sie auch in Ordnung. Ich weiss natürlich nicht, wie das so im Dauergebrauch war.
Grüße
Axel
Ich denke, wenn eine Lösung wie jetzt in Lemgo angestrebt worden wäre (z.B. neue Windladen für HW und SW) hätte man die Orgel sicher erhalten können.
Aber wie so oft, eine unzeitgemäße Orgel muß weg.
Ok
die nächste Ott ist fällig....
orgela, Samstag, 28. Februar 2015, 11:16 (vor 4200 Tagen) @ Oktavkoppler
Da es in Troisdorf, Evang.Johanneskirche von 1960 mit 30 Register und 3 Manual anders geworden ist beweist der jetzige Zustand nach einer Restaurierung von 2005. Damals wurde die Orgel im Klang grundtöniger intoniert, und aus der 16' eine 8' Zunge im SW gemacht. Man sollte auch die Ergebnisse von restaurierten Ott-Orgeln in solch ein Vorhaben einbinden. Ich kann nur dazu noch anmerken, dass die Orgel in Bad Godesberg sehr lange Trakturwege hat, besonders das RP.
Mit Grüssen von
Orgela
die nächste Ott ist fällig....
stein
, Samstag, 28. Februar 2015, 18:05 (vor 4200 Tagen) @ orgela
Die grosse Ott-Schwester in der Bonner Kreuzkirche mit 4 Manualen und um die 60 Register ist auch von 1956, die müsste folgerichtig auch am Ende stehen. Der englische Walker hatte sie etwa 1980 einmal überarbeitet. Geffert hatte sie von seinem Vater übernommen und sie eigentlich immer gemocht. Vieleicht auch wegen der fam. Verbundenheit. Sie hatte einige schöne Seiten, verliebt habe ich mich in sie aber nie.
die nächste Ott ist fällig....
Axel, Samstag, 28. Februar 2015, 23:13 (vor 4200 Tagen) @ stein
Ja, die ist nicht verkehrt für die Zeit.
In der Christuskirche hat Dieter Ott noch überholt. Ich erinnere mich, dass mir damals der Kollege Scheler gesagt hat, er wolle auf keinen Fall die Intonation von Paul Ott ändern, wie es in der Kreuzkirche passiert ist. Gut dass er nicht mehr lebt und ansehen muss, wie seine geliebte Orgel jetzt entsorgt wird.
Grüße
Axel
die nächste Ott ist fällig....
fluteceleste
, Mittwoch, 15. November 2017, 11:20 (vor 3209 Tagen) @ Axel
Bericht von heute aus dem Generalanzeiger.
die nächste Ott ist fällig....
Karsten
, Mittwoch, 15. November 2017, 11:42 (vor 3209 Tagen) @ fluteceleste
Bericht von heute aus dem Generalanzeiger.
Danke für den Link. Unabhängig von dem Zustand der Ott-Orgel (vor oder nach einer Sanierung) bin ich über folgenden Satz über die (Nicht-)Einsatzfähigkeit der Ott-Orgel nach einer (daher verworfenen) Sanierung gestolpert:
„Das ist dann so, als wenn man mit einem alten Rennrad über eine Buckelpiste fährt, man aber eigentlich ein Mountainbike dafür benötigt“
Es tut mir leid, auch wenn das hier ein PR-Spruch für die Laien etc. ist, der vielleicht nicht ganz Ernst gemeint ist, aber zwischen den Zeilen lese ich hier wieder das Unvermögen oder den Unwillen von Kirchenmusikern und Gemeinden, sich mit einem charakterstarken Instrument auseinanderzusetzen, das eben auch mal vorgibt, was man mit ihm machen kann (und was nicht).
Kurz: Wenn man "nur" ein altes Rennrad hat, sollte man eben auf anderen Wegen fahren und tunlichst nicht über die Buckelpiste.
Gruß
Karsten
die nächste Ott ist fällig....
Solcena
, Mittwoch, 15. November 2017, 13:22 (vor 3209 Tagen) @ Karsten
Klare Zustimmung - genau dieser Satz hat mich auch ziemlich irritiert.
die nächste Ott ist fällig....
elsenp
, Mittwoch, 15. November 2017, 14:11 (vor 3209 Tagen) @ Solcena
Klare Zustimmung - genau dieser Satz hat mich auch ziemlich irritiert.
Da gab es aber noch mehr Sätze, die mich irritiert haben:
- Mit dem neuen Instrument soll wieder Gefühl ins Gotteshaus kommen, denn davon hat die Ott-Orgel von 1956 nicht soviel zu bieten.
- Ihre ans Neobarock angelehnten Töne sind eher nüchtern, hoch und schrill und „nicht an den Raum angepasst“
- „Sie lässt sich auch nicht mehr wirklich stimmen.“ (vielleicht unwirklich?)
- Zudem seien die Register schwergängig (wirklich die Registerzüge?)
- Sie kann auch digitale Signale über eine Midi-Schnittstelle verarbeiten: Das bedeutet, dass Lieder von einer CD abgerufen werden könnten und die Orgel dann automatisch spielt. „Das wollen wir aber eigentlich gar nicht nutzen“, sagt Ehlers. Vielleicht nutzt man es ja uneigentlich...
- Die Digitalisierung macht auch das Stimmen übers Mobiltelefon möglich, was einer allein erledigen kann. (einer ruft beim Orgelbauer an und der stimmt dann über Telefon?)
- Die neue Orgel kostet schlüsselfertig bis zu 800.000 Euro. (Ich dachte, das gibts nur bei Häusern...)
- Besonders die großen Pfeifen sollen dem Kirchenraum, in dem es kaum hallt, gerecht werden. (Ändern große Pfeifen den Hall?)
Kopfschüttelnde Grüße
Peter
die nächste Ott ist fällig....
B80C
, Mittwoch, 15. November 2017, 18:38 (vor 3209 Tagen) @ elsenp
Die Digitalisierung macht auch das Stimmen übers Mobiltelefon möglich, was einer allein erledigen kann. (einer ruft beim Orgelbauer an und der stimmt dann über Telefon?)
Nein, das ist nicht nötig. Aber man kann mittels einer App über WLAN die elektronische Traktur steuern und sich so selber die Tasten halten. Weiter/zurück geht dann z.B. über die Lautstärketasten. Wenn auch der Setzer verbunden ist, läuft sogar das Auswählen der Register per Smartphone. Grundvoraussetzung ist allerdings, dass der Bediener des Geräts überhaupt stimmen kann. Ganz ohne fachkundige Arbeit geht es (noch) nicht :-)
die nächste Ott ist fällig....
MAT
, Samstag, 27. Januar 2018, 10:28 (vor 3136 Tagen) @ B80C
Tja, und irgendwann hacken sich böse Buben in unsere hochtechnisierten Orgeln ein, das war es dann. Das ist doch Wahnsinn! Es dauert nicht mehr lange, dann müssen Organisten wohl ein IT-Studium nachweisen können, um überhaupt fähig zu sein, die "Instrumente" zu bedienen.
--
Gruß
MAT
die nächste Ott ist fällig....
Schreipositiv, Mittwoch, 15. November 2017, 20:37 (vor 3209 Tagen) @ elsenp
Klare Zustimmung - genau dieser Satz hat mich auch ziemlich irritiert.
Da gab es aber noch mehr Sätze, die mich irritiert haben:
- Mit dem neuen Instrument soll wieder Gefühl ins Gotteshaus kommen, denn davon hat die Ott-Orgel von 1956 nicht soviel zu bieten.
- Ihre ans Neobarock angelehnten Töne sind eher nüchtern, hoch und schrill und „nicht an den Raum angepasst“
- „Sie lässt sich auch nicht mehr wirklich stimmen.“ (vielleicht unwirklich?)
- Zudem seien die Register schwergängig (wirklich die Registerzüge?)
- Sie kann auch digitale Signale über eine Midi-Schnittstelle verarbeiten: Das bedeutet, dass Lieder von einer CD abgerufen werden könnten und die Orgel dann automatisch spielt. „Das wollen wir aber eigentlich gar nicht nutzen“, sagt Ehlers. Vielleicht nutzt man es ja uneigentlich...
- Die Digitalisierung macht auch das Stimmen übers Mobiltelefon möglich, was einer allein erledigen kann. (einer ruft beim Orgelbauer an und der stimmt dann über Telefon?)
- Die neue Orgel kostet schlüsselfertig bis zu 800.000 Euro. (Ich dachte, das gibts nur bei Häusern...)
- Besonders die großen Pfeifen sollen dem Kirchenraum, in dem es kaum hallt, gerecht werden. (Ändern große Pfeifen den Hall?)
Kopfschüttelnde Grüße
Peter
Wenn man ein bisschen nachedenkt kommt die Liste schon so hin. Ich habe an einer Ott-Orgel das Orgelspielen gelernt und Probleme wie einer schwergängige und unpräzise Register- und Spieltraktur hatte die auch. Und wenn der Raum, in dem die ORgel steht, die Charakteristik eines Hochpassfilters hat, dann ist eine neobarocke Orgel natürlich fatal. Dann hat man unweigerlich einen Kreischkasten auf der Empore stehen. Eine Neuintonation hilft da nur bedingt, dann brauch man schon mehr grundtönige Register. Was zum letzten Punkt führt. Wenn der Raum tatsächlich eine Hochpass-Charakteristik hat, dann braucht man nun mal mehr "große Pfeifen".
die nächste Ott ist fällig....
quintade, Mittwoch, 24. April 2019, 20:02 (vor 2684 Tagen) @ Schreipositiv
bearbeitet von quintade, Mittwoch, 24. April 2019, 20:55
Die (meist kleineren) Ott-Orgeln, die ich kenne, haben eigentlich alle schöne, teilweise sogar ganz tolle Trakturen (in Bonn gab es wohl tatsächlich Probleme, aber sicher lösbar).
Man muss auch berücksichtigen, dass tiefere Frequenzen einfach auch Raum zur Entfaltung benötigen (es geht nicht nur um die Charakteristik des Raums selbst), zB hat das C als 16' schon 11m Wellenlänge, wenn ich mich gerade nicht vertue. Die Orgel nun hat sogar einen (edit: akustischen) 32', ich bin mir nicht sicher, ob der sich in diesem Raum überhaupt auch nur halbwegs entfalten kann.
Und man verliert nun die "Abgesetztheit" von Rückpositiven, gerade in trockenerer Akustik kann das hilfreich sein. Klar, dazu gehört ein entsprechendes Klangideal.
Im Bemühen um "satten Sound" oder "tragenden Klang" habe ich schon kleinere Orgeln in kleineren Räumen gehört, die mir ziemlich unerträglich vorkamen, nicht die höheren, sondern die Grundstimmen. Wenn man dann im Schwingungsbauch sitzt...
Nun ja, ich kenne weder die vorige noch jetzige Orgel (die bisherigen Hörbeispiele habe ich erfolgreich verdrängt).
die nächste Ott ist fällig....
Friedrich
, Mittwoch, 15. November 2017, 11:57 (vor 3209 Tagen) @ fluteceleste
Bericht von heute aus dem Generalanzeiger.
Mit einem der genannten Kaufinteressenten hatte ich kurz Kontakt und habe mich, meinen eigentümlichen Neigungen entsprechend, für die Orgel ins Zeug gelegt, aber das scheint nicht recht geholfen zu haben. Leider habe ich auch die erforderliche aufgelassene Turn- oder Produktionshalle (oder auch Kirche) nicht zur Verfügung …
Und von »Gefühlen« scheint man dort auch nicht so recht was zu verstehen.
Jedenfalls von meinen.
Viele Grüße
Friedrich
die nächste Ott ist fällig....
Wolfgang Gourgé
, Mittwoch, 15. November 2017, 20:34 (vor 3209 Tagen) @ Friedrich
Bericht von heute aus dem Generalanzeiger.
Mit einem der genannten Kaufinteressenten hatte ich kurz Kontakt und habe mich, meinen eigentümlichen Neigungen entsprechend, für die Orgel ins Zeug gelegt, aber das scheint nicht recht geholfen zu haben. Leider habe ich auch die erforderliche aufgelassene Turn- oder Produktionshalle (oder auch Kirche) nicht zur Verfügung …Und von »Gefühlen« scheint man dort auch nicht so recht was zu verstehen.
Jedenfalls von meinen.Viele Grüße
Friedrich
...lass' Dich "von Gott das Lachen lehren" - auf dass Du fortan "vergnügt, erlöst (und) befreit" bist. Es erklingt dann auch gelegentlich die Kreuzkirchen-Ottilie, der hier allerdings einiges zugemutet wird. Insbesondere das Ertragen dieses Gottesdienstes.....
rät:
Wolfgang
(der Deine Gefühle gut verstehen kann....)
die nächste Ott ist fällig....
stein
, Mittwoch, 15. November 2017, 22:25 (vor 3209 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
...lass' Dich "von Gott das Lachen lehren" - auf dass Du fortan "vergnügt, erlöst (und) befreit" bist. Es erklingt dann auch gelegentlich die Kreuzkirchen-Ottilie, der hier allerdings einiges zugemutet wird. Insbesondere das Ertragen dieses Gottesdienstes.....
Ich kenne dort noch die Ära Geffert. Ja die Zeiten haben sich geändert.
Übrigens wurde die Ott Orgel schon sehr früh durch den Engländer Walker entschärft.
die nächste Ott ist fällig....
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Dienstag, 13. Februar 2018, 23:51 (vor 3119 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Ich hab' mir das eben nochmal angesehen.
Ich kann mir das einfach nicht erklären. Als sollte die Orgel als Instrument gedemütigt und "gezähmt", also kastriert werden, damit sie nicht alles in den Schatten stellt, was da sonst an Musik abgefahren wird.
Und das könnte auch die Ottilie dort, die nicht gerade jedermanns Sache ist. So klein ist sie ja nicht.
Da ist die Bude voll mit Leuten, die auch singen können. Und wie wird registriert? Als stünde da eine mittelkleine Orgel mit 20 Registern. Wo bleiben die Trompeten? Wo bleiben die anderen Zungen? Man kann ja von Otts herbem Klangideal halten, was man will. Aber bei voller Kirche so zaghaft zu registrieren ist eigentlich schon ein schlechter Witz. So macht man diese Orgel doch zu ihrer eigenen Karikatur.
Ich habe mal bei einem Universitätsgottesdienst zur reformierten Sommeruniversität die Ott-Orgel in der Observantenkirche in Münster erlebt. Wenn man sich traut, die klanglichen Ressourcen dieser Instrumente auch zu nutzen, dann machen sie auch was her. Die haben ja nicht ohne Grund Trompeten in 16' und 8'-Lage auch in mittelgroßen Instrumenten.
die nächste Ott ist fällig....
kantor, Mittwoch, 14. Februar 2018, 09:14 (vor 3118 Tagen) @ Poupoulcorouse
Bei soviel Ott kommt doch Freude auf: https://youtu.be/3oNxu1sTg48
die nächste Ott ist fällig....
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Mittwoch, 14. Februar 2018, 14:00 (vor 3118 Tagen) @ kantor
Interessant. Und die ist ja noch deutlich kleiner, als die Ottilie in Bonn. Ist die nach dem Bau mal verändert worden? Klingt nicht danach.
Aber so wirklich zungenfreudig war er da auch nicht.
die nächste Ott ist fällig....
Wolfgang Gourgé
, Mittwoch, 14. Februar 2018, 16:09 (vor 3118 Tagen) @ kantor
Bei soviel Ott kommt doch Freude auf: https://youtu.be/3oNxu1sTg48
...die Orgel klingt bemerkenswert gut in dieser Akustik, und - oh Friedrich, höre! - mit ihrem kantig-strengen Prospekt finde ich sie auch optisch gar nicht übel. Schließlich: der, der da spielt, kann was. Das Eingangslied könnte 15 Strophen haben, mit so einer Orgelbegleitung/-führung wird's nicht so schnell langweilig.
Leider wird die Freude nur durch die grausliche Clavinova-Combo getrübt - meine Güte, wie kann man nur glauben, dass dieses Geschrammel irgendein Gewinn für die Liturgie ist....
Gruß,
Wolfgang...
die nächste Ott ist fällig....
Rochus Schmitz
, Münster, Mittwoch, 14. Februar 2018, 18:12 (vor 3118 Tagen) @ Wolfgang Gourgé
Bei soviel Ott kommt doch Freude auf: https://youtu.be/3oNxu1sTg48
...die Orgel klingt bemerkenswert gut in dieser Akustik, und - oh Friedrich, höre! - mit ihrem kantig-strengen Prospekt finde ich sie auch optisch gar nicht übel. Schließlich: der, der da spielt, kann was. Das Eingangslied könnte 15 Strophen haben, mit so einer Orgelbegleitung/-führung wird's nicht so schnell langweilig.
Ich glaube, ich hatte schon mal geschrieben, daß es sich bei der Ott in der Paderborner Marktkirche um mein Unterrichtsinstrument handelte, lang ist´s her. Als klanglich unangenehm hab ich sie nie empfunden, und in dem große Schiff (mein Orgellehrer betonte gern: "Höher als der Dom!") hörte sich die 5-6 fache Mixtur des Hauptwerks wunderbar silbrig glänzend an (man kann das anhand des Clips wohl nachvollziehen). Ursprünglich soll wohl ein dreimanualiges Instrument geplant gewesen sein, was aber an der Denkmalpflege scheiterte. - An der Orgel saß übrigens Sebastian Freitag, Ex-Interims-Domorganist in Paderborn. Der kann in der Tat was.
die nächste Ott ist fällig....
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Mittwoch, 14. Februar 2018, 18:14 (vor 3118 Tagen) @ Rochus Schmitz
Erstaunlich, daß die große Ott in Bonn hier "kleiner" klang, als die vergleichsweise kleine Ott in Paderborn.
die nächste Ott ist fällig....
stein
, Dienstag, 03. Juli 2018, 11:24 (vor 2979 Tagen) @ Axel
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/800-000-euro-fuer-koenigin-der-i...
Gestern kam ein Pfarrer aus Lyon auf die Empore und sagte mir, dass er eine Ott-Orgel aus Bonn bekommen würde. Damit scheint die Zukunft der Orgel geklärt. Werde berichten.
die nächste Ott ist abgebaut....
fluteceleste
, Dienstag, 03. Juli 2018, 13:18 (vor 2979 Tagen) @ stein
bearbeitet von fluteceleste, Dienstag, 03. Juli 2018, 13:24
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/800-000-euro-fuer-koenigin-der-i...
Gestern kam ein Pfarrer aus Lyon auf die Empore und sagte mir, dass er eine Ott-Orgel aus Bonn bekommen würde. Damit scheint die Zukunft der Orgel geklärt. Werde berichten.
Danke! Auf Fratzenbuch steht dazu (nach unten scrollen) der Kirchenname St. Antoine, wäre interessant ob es da eine Orgel gab..
![[image]](https://scontent.fmuc2-1.fna.fbcdn.net/v/t1.0-9/fr/cp0/e15/q65/35548187_1866883096705361_6695071346868617216_o.jpg?_nc_cat=0&efg=eyJpIjoidCJ9&oh=6034266ae76407218bbaca174c8cc7be&oe=5BA18001)
die nächste Ott ist abgebaut....
kjz1, Dienstag, 03. Juli 2018, 13:43 (vor 2979 Tagen) @ fluteceleste
Eine nicht allzu alte Kirche. Auf der Webseite der Pfarrei konnte ich auf Anhieb nicht finden, aber die Orgel ist wohl dort angekommen. Und es gibt dort wohl einen Orgelfreundeskreis.
die nächste Ott ist abgebaut....
Pulpetenoese, Sonntag, 15. Juli 2018, 10:04 (vor 2967 Tagen) @ kjz1
Freut mich das wieder eine OTT-Orgel - hier ungeliebt - in Frankreich Aufstellung findet, der billige Preis rechtfertigt auch eine aufwändigere Renovierung.
Übrigens wird die neue Orgel erst Ostern 2019 Aufstellung finden. Das erinnert mich daran, s.Zt. noch das Leihpositiv von Paul OTT in einer mir im Gedächtnis gebliebenen Christmette gehört zu haben, gespielt vom Kt. Klaffke , bevor im Jahr darauf die neue OTT-Orgel in Dienst gestellt wurde. Bin mal gespannt womit man jetzt die Kirchenmusik begleiten wird.
die nächste Ott ist abgebaut....
fluteceleste
, Dienstag, 25. Dezember 2018, 14:17 (vor 2804 Tagen) @ Pulpetenoese
bearbeitet von fluteceleste, Dienstag, 25. Dezember 2018, 14:21
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/Neue-Orgel-in-Bad-Godesberg-kost...
Hatten wir eigentlich die Dispo schon erwähnt?
https://orgel.thomas-kirchengemeinde.de
die nächste Ott ist abgebaut....
ArnezN, Dienstag, 25. Dezember 2018, 20:12 (vor 2804 Tagen) @ fluteceleste
Da krieg ich doch schon wieder Pickel, wenn der Pastor der Ott-Orgel unterstellt, sie könne keine Gefühle ausdrücken, nur weil sie offenbar seinem ästhetischen Empfinden nicht entspricht. Zitat: "„Es war in den 1950er Jahren meiner Ansicht nach ein Missverständnis der Protestanten, zu glauben, nur das Wort sei entscheidend“, sagt der Pfarrer." - Schon eine ganz schöne Unterstellung an die vorherige Generation. Vmtl. unterstellen künftige Theologen und Kirchenmusiker, dass man in den ersten Jahrzehnten des neuen Jahrtausends dem Irrglauben aufgesessen wäre, dass romantische Gefühlsduselei in Klang und Musik einhergehend mit substanzloser Wohlfühltheologie die Menschen erreichen könnte...
Ich finde es übrigens interessant, dass immer mehr neobarocke Orgeln eine neue Heimat in katholischen Kirchen finden - sind doch die Katholiken eigentlich eher für ihre Sinnlichkeit in der Messe bekannt...
die nächste Ott ist abgebaut....
stein
, Dienstag, 25. Dezember 2018, 20:43 (vor 2804 Tagen) @ ArnezN
dass romantische Gefühlsduselei
Die einen erkennen Gefühlslosigkeit in neobarocken Orgeln, die andern Gefühlsduselei in romantischen Orgeln.
Ich finde es übrigens interessant, dass immer mehr neobarocke Orgeln eine neue Heimat in katholischen Kirchen finden - sind doch die Katholiken eigentlich eher für ihre Sinnlichkeit in der Messe bekannt...
Hier wird halt kräftig aufgearbeitet und reformiert.
die nächste Ott ist abgebaut....
Poupoulcorouse
, Elberfeld, Dienstag, 25. Dezember 2018, 21:25 (vor 2804 Tagen) @ ArnezN
Ich kenne eigentlich nur wenige evangelische Theologen, die solche Klischees wirklich glauben.
Und um das, was die meisten hier unter "substanzloser Wohlfühltheologie" verstehen, geht es dort eher nicht. Der dortige Pfarrer steht für hochliturgische Gottesdienste. Auch in dieser "Nische" benutzt man solche Klischees zum Selbstmarketing.
die nächste Ott ist abgebaut....
quintade, Mittwoch, 24. April 2019, 18:12 (vor 2684 Tagen) @ ArnezN
Da krieg ich doch schon wieder Pickel, wenn der Pastor der Ott-Orgel unterstellt, sie könne keine Gefühle ausdrücken, nur weil sie offenbar seinem ästhetischen Empfinden nicht entspricht. Zitat: "„Es war in den 1950er Jahren meiner Ansicht nach ein Missverständnis der Protestanten, zu glauben, nur das Wort sei entscheidend“, sagt der Pfarrer." - Schon eine ganz schöne Unterstellung an die vorherige Generation. Vmtl. unterstellen künftige Theologen und Kirchenmusiker, dass man in den ersten Jahrzehnten des neuen Jahrtausends dem Irrglauben aufgesessen wäre, dass romantische Gefühlsduselei in Klang und Musik einhergehend mit substanzloser Wohlfühltheologie die Menschen erreichen könnte...
Ich finde es übrigens interessant, dass immer mehr neobarocke Orgeln eine neue Heimat in katholischen Kirchen finden - sind doch die Katholiken eigentlich eher für ihre Sinnlichkeit in der Messe bekannt...
*like* (1x darf ich)
die nächste Ott ist fällig....
quintade, Mittwoch, 24. April 2019, 18:09 (vor 2684 Tagen) @ stein
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/800-000-euro-fuer-koenigin-der-i...
Gestern kam ein Pfarrer aus Lyon auf die Empore und sagte mir, dass er eine Ott-Orgel aus Bonn bekommen würde. Damit scheint die Zukunft der Orgel geklärt. Werde berichten.
Das ging alles ein bisschen an mir vorbei: Ist die dort (wo?) nun schon aufgebaut?
die nächste Ott ist fällig....
stein
, Mittwoch, 24. April 2019, 18:24 (vor 2684 Tagen) @ quintade
http://www.general-anzeiger-bonn.de/bonn/bad-godesberg/800-000-euro-fuer-koenigin-der-i...
Gestern kam ein Pfarrer aus Lyon auf die Empore und sagte mir, dass er eine Ott-Orgel aus Bonn bekommen würde. Damit scheint die Zukunft der Orgel geklärt. Werde berichten.
Das ging alles ein bisschen an mir vorbei: Ist die dort (wo?) nun schon aufgebaut?
Vor einigen Wochen war ich zum ersten mal in dieser nicht sehr schönen Kirche in Lyon. Der Stadtteil ist ähnlich zweifelhaft. Gehäuseteile und sperrige Holzpfeifen waren hinter einer überwindbaren Absperrung im Seitenschiff gelagert. Der Rest des Pfeifenwerkes befindet sich angeblich schon auf der Empore. Geld scheint laut Kaplan nicht vorhanden zu sein. Ein Forumsmitglied schrieb mir, dass es Ende des Jahres losgeht.
die nächste Ott ist fällig....
quintade, Mittwoch, 24. April 2019, 18:35 (vor 2684 Tagen) @ stein
bearbeitet von quintade, Mittwoch, 24. April 2019, 19:15
Danke! Hoffentlich findet man dann noch alles. Ging das über Ladach? Und macht das dann ein örtlicher OB (vielleicht mit Gemeindehilfe?)? Mich freut aber wirklich, dass die Orgel nicht verschrottet wurde. Vielleicht gibts ja auch ein fulminantes Einweihungskonzert eines eingeflogenen Professors ;). Hoffentlich wird die dann aber auch regelmäßig gespielt...
Winterhalter-Orgel, Bad Godesberg; war: die nächste Ott ist fällig....
Contrebasson 32'
, Wien, Dienstag, 23. April 2019, 16:34 (vor 2685 Tagen) @ Axel
Der Aufbau der neuen Winterhalter-Orgel in der Christuskirche Bad Godesberg, Bonn, wurde dankbarerweise von Max Ehlers, dem Vorsitzenden des dortigen Orgelbau-Ausschuss auf Instagram dokumentiert - erste Klangroben inklusive.
Die Orgelweihe findet dann an Pfingsten statt.
Winterhalter-Orgel, Bad Godesberg; war: die nächste Ott ist fällig....
quintade, Dienstag, 23. April 2019, 19:51 (vor 2685 Tagen) @ Contrebasson 32'
Sei mir bitte niemand böse, aber ich hätte auf die Klangbeispiele in *dieser* Qualität definitiv verzichtet... (und wenn ich den Nachhall abschätze, kann es heikel werden mit bestimmtem Repertoire, das jetzt "gehen soll")
Winterhalter-Orgel, Bad Godesberg; war: die nächste Ott ist fällig....
Contrebasson 32'
, Wien, Dienstag, 23. April 2019, 19:57 (vor 2685 Tagen) @ quintade
Naja, euphemistisch formuliert könnte man von einer Konzertsaal-Akustik sprechen, wertneutraler wäre hingegen die Bezeichnung Sprechakustik und die etwas drastischere Bezeichnung lasse ich an dieser Stelle lieber aus.
Was aus den Videos jedenfalls deutlich hervorgeht, ist, dass der Contrabass dispositionsbedingt eine eierlegende Wollmilchsau sein muss, nur klingt es nicht so, als würde er dieser Rolle auch gerecht werden - nur soll man andererseits aus schlecht mikrofonierten Aufnahmen nicht zu viel ableiten.
Die Fotos gefallen mir hingegen teilweise recht gut, man bekommt bspw. technische Details wie die Carbon-Traktur oder das doppelt labierte Doppelgedackt zu sehen.
Die Disposition findet man übrigens hier.
Winterhalter-Orgel, Bad Godesberg; war: die nächste Ott ist fällig....
quintade, Dienstag, 23. April 2019, 20:04 (vor 2685 Tagen) @ Contrebasson 32'
bearbeitet von quintade, Dienstag, 23. April 2019, 20:44
Sicher.. ich traue mir hier keine Ableitung zu. Und die Akustik war ja so beschrieben und mit ein oder gar der Grund für den Neubau. Ich bin nur schon ein bisschen empfindlich gegen extrem "einfache" Aufnahmen, man könnte doch zB zumnindest die automatische Pegelung abstellen. Wenn ich mir vorstelle, da werkelt ein Intonateur ewig an einer Pfeife und dann kommt so ein Aufnahmedingens und verbreitet es "modifiziert" 10000fach...
Gerne gönne ich denen eine schöne Orgel (auch wenn ich Ott-Orgeln oft hinterhertrauere, jeder braucht halt sein Hobby..)
edit: und nochmal: die Mikrophone sind (neben zu starker Komprimierung) das Hauptproblem, es gibt bei einem so breitbandigen Instrument definitiv eine Untergrenze. Aber eben auch Geheimtipps wie die schonmal genannten kleinen Elektretkapseln mit Kugelcharakteristik Primo EM172 für ein Taschengeld. Und dann ein halbwegs ordentliches Stereo-(erfunden bereits 1950 oder so)bild erzeugen und man kann was damit anfangen.
Winterhalter-Orgel, Bad Godesberg; war: die nächste Ott ist fällig....
Karl-Bernhardin Kropf
, Rostock, Dienstag, 23. April 2019, 20:27 (vor 2685 Tagen) @ quintade
Sei mir bitte niemand böse, aber ich hätte auf die Klangbeispiele in *dieser* Qualität definitiv verzichtet... (und wenn ich den Nachhall abschätze, kann es heikel werden mit bestimmtem Repertoire, das jetzt "gehen soll")
Zustimmung. Ging mir auch so bei den Tonbeispielen bzw. FB-Videos der Marcussen/Klais/Walcker-Orgel in Malmö.
Projekte/Instrumente, von denen man weiß, dass "da draußen" die Geier lauern, sollten nicht klanglich mangelhaft präsentiert werden.
Winterhalter-Orgel, Bad Godesberg; war: die nächste Ott ist fällig....
jori
, Dienstag, 23. April 2019, 21:37 (vor 2685 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf
Wie sieht es denn mit dem Abdecken der Manuale aus? Sieht man immer öfter, dass es keinen Spielschrank oder Deckel gibt.
fragt jori
Winterhalter-Orgel, Bad Godesberg; war: die nächste Ott ist fällig....
Pulpetenoese, Dienstag, 11. Juni 2019, 16:43 (vor 2636 Tagen) @ Contrebasson 32'
Die neue Winterhalter wurde am Pfingstsonntag unter Mitwirkung von Prof.Joh.Geffert eingeweiht.
Programm für die nächste Zeit siehe Flyer.
![[image]](images/uploaded/201906111442425cffbde238b57.jpg)
Winterhalter-Orgel, Bad Godesberg; war: die nächste Ott ist fällig....
quintade, Dienstag, 11. Juni 2019, 21:07 (vor 2636 Tagen) @ Pulpetenoese
Gab es denn keine Zeitungsrezension? Oder hier einen Bericht?
Mich interessiert aber eher noch mehr, wie es der Ott in F so ergeht und wann und wie sie wiedereingeweiht wird.
Täusche ich mich, oder stand nicht irgendwo, dass die Intonateure noch stärker als vorhergesehen vom baßabsorbierenden Raum dort überrascht wurden?
Schübler-Speed, Bad Godesberg; war: die nächste Ott ist fällig....
fluteceleste
, Donnerstag, 25. Juli 2019, 00:04 (vor 2593 Tagen) @ Contrebasson 32'
Hier ein Zeitraffer vom Aufbau:
https://youtu.be/SkEEA-Ms720
die nächste Ott ist fällig....
Pulpetenoese, Freitag, 31. Mai 2019, 10:46 (vor 2647 Tagen) @ Axel
http://www.thomas-kirchengemeinde.de/images/stories/pdf/gemeindebrief/2019-06-gemeindeb...
Die Winterhalter-Orgel wird in Dienst gestellt . Ab Seite 15 des Gemeindebriefs )
die nächste Ott ist fällig....
hardy
, Freitag, 31. Mai 2019, 14:19 (vor 2647 Tagen) @ Pulpetenoese
Ich könnte euch ein paar Infos und Bilder zu einer relativ ordentlichen und gepflegten Ott schicken, aber die Fotos vom Handy will der Apparat irgendwie nicht nehmen. Hat jemand eine Idee?
die nächste Ott ist fällig....
quintade, Freitag, 31. Mai 2019, 14:41 (vor 2647 Tagen) @ hardy
Könntest es hier hochladen...
die nächste Ott ist fällig....
hintersatz, Freitag, 31. Mai 2019, 14:42 (vor 2647 Tagen) @ hardy
Ich könnte euch ein paar Infos und Bilder zu einer relativ ordentlichen und gepflegten Ott schicken, aber die Fotos vom Handy will der Apparat irgendwie nicht nehmen. Hat jemand eine Idee?
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LG
die nächste Ott ist fällig....
perotin, Freitag, 31. Mai 2019, 15:32 (vor 2647 Tagen) @ hintersatz
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