keine Orgel war billig....

tiratutti @, Mittwoch, 07. März 2018, 11:07 (vor 3100 Tagen) @ fluteceleste
bearbeitet von tiratutti, Mittwoch, 07. März 2018, 20:58

Der obige Preis lässt sich übrigens direkt mit Godesberg (51.800DM) vergleichen: Fast gleiche Registerzahl für 25.000DM weniger...das würde die auch schonmal gestreifte Frage, ob Ott billig(er) war, zumindest für das vorliegende Beispiel mit ja beantworten. Sicher war er teurer als Kemper.


Dazu ein Berühmtes Beispiel: Die hier [Hamburg St. Jakobi, Kemper]
kostete 1960 mit 45 Registern DM 42.000,-. Von Baujahr und Größe auch fast direkt vergleichbar.

Summa sumarum kann man folgende Registerpreise für 1960 errechnen:
Kemper: 1.000 DM
Ott: 1.300 DM (auf 1960 angepasst)
Oberlinger: 1.800 DM

Hätte ich nicht gedacht.

Für die 60er-Jahre muss man immer im Auge behalten, dass es damals im Orgelbau Jahr für Jahr erhebliche Preissteigerungen gab, auch, weil die Lohnentwicklung rasant vorwärts ging. Lohnsteigerungen von ca. 6% und mehr pro Jahr waren völlig normal. Inflationsrechner können das nicht wiedergeben und bieten nur einen groben Anhaltspunkt, weil Orgelbau auch damals lohnintensiv war.

Eine konkrete Zahl habe ich noch: Baujahr 1966, Späth, 3 Manuale, 36 Register, Komplettpreis mit Gehäuse 131.000 DM.

Grüße von tiratutti


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