"Letztes Konzert ohne Mehrwertsteuer"

Niederrheiner @, Montag, 12. Januar 2026, 19:07 (vor 227 Tagen) @ perotin

Hatte ich gar nicht mitbekommen. Ist aus meiner Sicht furchtbar.

Das ist ein wahnsinniger Aufwand. Ich arbeite an einer Hochschule und da müssen wir das schon lange so machen. Hochschulen sind auch "Anstalten öffentlichen Rechts". Das führt dazu, dass man auf Einnahmen lieber verzichtet, da der Verwaltungsaufwand in keinem Verhältnis zum Umsatz steht. Wir haben auch eine kleine Mensa, da konnte man früher Veranstaltungen mit bezahlter Bewirtung durchführen. Die haben das eingestellt, da der Verwaltungsaufwand nicht sinnvoll zu stemmen war.

Zudem besteht ein nicht unerhebliches Risiko, dass das Finanzamt später andere Interpretationen hat und man plötzlich nach Jahren großes Summen nachzahlen muss. Unser damaliger Kanzler hatte deshalb entschieden, dass wir lieber zu viel Steuern bezahlen, als nachher nachzahlen zu müssen und dann kein Budget mehr zu haben, weil das ja schon im Vorjahr war. Fand ich doof, aber nachvollziehbar.

Steuerberater, die sich mit der Materie gut auskennen, sind auch teuer, vor allem im Vergleich zu den kleinen Umsätzen.

Zudem muss alles 19% teurer werden. Man kann theoretisch dann auch Vorsteuer abziehen (sprich die gezahlte Mehrwertsteuer von Einkäufen kann man vom Finanzamt zurück bekommen, ist aber eine Elster-Abgabe zu machen), aber am Ende muss irgendwer mehr bezahlen.

Ich kann da nur den Kopf schütteln. Es geht ja bei uns an der Hochschule nur darum, dass das Steuergeld von einer staatlichen Institution zur anderen verteilt wird.

Und bei den Kirchen ist das aus meiner Sicht auch Blödsinn.


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