Für Pneumatik-Fans - Auflösung und Ergänzung

MCVL @, Samstag, 21. Februar 2026, 23:23 (vor 187 Tagen) @ MCVL
bearbeitet von MCVL, Sonntag, 22. Februar 2026, 00:11

Danke für die Infos!
Eine interessante und eher ungewöhnliche Dispo, keine 4‘-Oktave, aber eine Mixtur und ein voll ausgebauter Koppelapparat.


Ja und als einziger 4' zudem ein im Diskant überblasendes Register. War bei Ignaz Weise für Orgeln mit 10 klingenden Registern tatsächlich der Standard.
Auch die Mixtur mit der erst ab c2 einsetzenden Terz ist eine solche Besonderheit.
Ebenso die vollständig ausgebauten Superkoppeln sowohl in beiden Manualen als auch im Pedal (!).

Was ich dazu noch ergänzen möchte, das habe ich vorhin vergessen: diese Orgel dürfte eines der (ich mag diesen Begriff nicht, aber verwende ihn trotzdem) am authentischsten überlieferten Instrumente (nicht nur) der Spätromanik im süddeutschen Raum sein, sowohl technisch als auch klanglich. An der Intonation wurde nie etwas herummanipuliert oder verschlimmbessert, da wurde wohl bei Generalüberholungen behutsam ausgeglichen aber keine erwähnenswerten Eingriffe vorgenommen, das spürt und hört man.

Es wäre sehr interessant, wenn sich beispielsweise Christoph Bossert in einem seiner Videos sich mit diesem Instrument in Zukunft beschäftigen würde.
Diese Orgel befindet sich, salopp ausgedrückt, weitaus näher in ihrem Originalzustand, als Hoffenheim oder Neresheim.


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