Evangelische(?) Probleme

SpanischeTrompete @, Montag, 04. Mai 2026, 18:09 (vor 114 Tagen) @ Subbass1

* DIe 8 Uhr(!)-Frühgottesdienste in anderen Dörfern (das hieß, früh mit dem Fahrrad zur Ortskirche, damit man beim Pfarrer mitfahren kann, sei es als Ministrant oder Organist), waren mir fast die liebsten. Die Rorateandachten sowieso. Heute ist offensichtlich 10 Uhr (Jahrzehnte oder länger der Standard bei *1* ev. Sonntagsgottesdienst) schon zu früh. Es gab doch auch schon Pfarrerinnen, die den Sonntagsgodi ganz abschaffen wollten, iirc.

Das höchste der Gefühle ist hier in meiner Ecke 08:30. Aber auch nur, damit der Pfarrer zwei GD schafft, der zweite ist dann 10:00. In meiner Gemeinde haben wir das mit 09:00 und 10:15 gelöst, wenn 09:00 mit AM ist dann auch mal der zweite GD 10:30.

Bezüglich der Uhrzeit gibt es in meiner Gemeinde zwei Präferenzen die sich in gewisser Weise an auch an der Demografie ablesen lassen. Familien mit (kleineren) Kindern bevorzugen 10:00 oder noch später, weil sie da in Ruhe frühstücken können und die Kinder fertigmachen können ohne zu zeitig aufstehen zu müssen. Die Älteren und die Leute ohne Kinder hätten lieber den führen Gottesdienst, damit nicht nach dem GD schon der halbe Tag vorbei ist. Der Kompromiss ist bei uns, dass wir eh zwei GD haben und man halt je nach persönlichem Wunsch mal in die eine, mal in die andere Kirche geht. Bis jetzt können damit alle leben und mich freuts, kann ich doch mit 1x Anfahrt und 1x üben gleich zwei Gottesdienste spielen.

Den SonntagsGD komplett abzuschaffen halte ich für grundverkehrt. Aber statt früh lieber einen Abendgottesdienst anzubieten ist ein Experiment, das zumindest in einigen Gemeinden gut angenommen wurde. Das passt dann auch besser zur Lebensrealität vieler Besucher, die doch Samstag mal etwas länger machen wollen.


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