Chororgel der Jesuitenkirche Heidelberg

oHo, Montag, 15. Juli 2019, 18:44 (vor 2604 Tagen) @ stein

Was gibt es an der Chororgel der Jesuitenkirche Heidelberg zu bemängeln?
Soo schlecht ist die doch nicht?


Ich habe sie vor Jahren in einem Fastengottesdienst mit dem fähigen Organisten vor Ort erlebt und war von ihren schönen Klang beeindruckt. Eigentlich wäre es die Möglichkeit gewesen, einen anderen Orgelbauer wie Kuhn (Hauptorgel) für dieses Projekt zu gewinnen.
Meine aber, der Auftrag war schon vor der Ernennung des Organisten vergeben. Trotzdem hat hier Kuhn bewiesen, dass er auch so bauen kann, völliger Unterschied zur grossen Orgel. Mich hatte lediglich der dogmatische Tastenumfang für einen Neubau irritiert.

Der Ambitus liegt sicherlich daran, dass man eine Wiegleb-Orgel nachgebaut haben wollte und darauf bestand, daß diese von der Restaurierungsabteilung der Fa. Kuhn gebaut wird, nicht von der Neubauabteilung.

Das Ergebnis kann sich nicht nur hören lassen, sondern auch sehen: Wenn man innen sieht, wie die Orgel gebaut ist, versteht man unter anderem auch, wie eine wirklich feinfühlige Traktur aussehen kann - ohne Regulierungsstellen.

Dieses Instrument begeistert mich, während ich von der Hauptorgel SEHR wenig halte. Die Intonation letzterer ist m.E. laut, uninspiriert und uninspirierend. Wobei ich bei meinem fünften Besuch dort dann doch ein Register hörte (so etwa mf), das mir gefiel. Ein Orgelsachverständiger, der das Instrument gut kennt, klärte mich auf: "Das ist die Aeoline!"

erinnert sich, nachdenklich grüßend,
Oliver


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