Mitteltönigkeit oder verstimmt?

Axel ⌂ @, Mechernich, Sonntag, 20. Januar 2013, 22:29 (vor 5024 Tagen) @ Muenti

Ja, das klingt doch ähnlich wie in Speyer. Bei dem rasch verklingenden Ton eines Cembalos ist es halt etwas milder. Für mich macht das Stück nur so Sinn, sonst sind diese ganzen Fantasien über chromatische (Chroma=Farbe!) Themen doch nur öde und entsetzlich akademisch. Erstaunlicherweise sind es ja wohl eher die einstimmigen Passagen mit den ungleichen Halbtonschritten, die gewöhnungsbedürftig klingen. Die Zusammenklänge hingegen sind auch in Speyer erstaunlich rein, vielleicht eben reiner als bei einer modernen Stimmung. Das deutet doch darauf hin, dass der Komponist wusste, was er tat. Selbst bei herben Stücken wie Rossis 7. Toccata meine ich mich erinnern zu können, dass er nie unmögliche Akkorde und Töne schreibt (immer cis, nie des).

Viele Grüße
Axel


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