Orgelkonzert Huw Morgan, Memorial Church, Stanford

Friedrich @, Donnerstag, 07. Februar 2013, 16:42 (vor 5005 Tagen) @ Poupoulcorouse

Ich habe diese Frage hier schon einmal gestellt, glaube ich: Hat sich das Modell dort nicht bewährt oder als technisch zu aufwändig erwiesen - oder warum hat man nicht mehr solcher Instrumente gebaut?

Die Fisk-Nanney-Orgel wurde aus einer sehr üppigen Einzelspende bezahlt; außerdem hat das Instrument als Universitätsorgel auch Studiencharakter. Man muss ja schließlich erst einmal argumentieren, dass man so viel zusätzlich Geld ausgibt, ohne ein einziges Register mehr zu bekommen. Bei Kirchens dürfte so etwas schwer durchzusetzen sein. Kosten und technischer Aufwand müssen sehr hoch gewesen sein, und nicht jede Werkstatt dürfte an das herankommen, was die Orgelbauer bei Fisk an Ingenieursfähigkeiten mitbringen.

Gruß,
Friedrich

P. S.
Etliche Amerikaner spotten noch immer über die Kollegen aus Gloucester; irgendein Marketing-Mann hat mal das verächtliche Wort »boutique organ builders« in die Welt gesetzt, auch auf die hohen Preise abzielend. Wie sehr diese Einstellung an der Sache und an der Musik vorbeigeht, bleibt vielen verborgen. Was bei Fisk an musikalischem und orgelbautechnischem Potential zusammengeballt hat, das ist schon überragend.


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