Orgelprojekt Basilika St. Kastor, Koblenz

kjz1, Sonntag, 30. Oktober 2011, 14:48 (vor 5420 Tagen) @ kjz1

Mittlerweile wurde auch die geplante Disposition in der Kirche ausgehängt und ist somit veröffentlicht:

I. Manal - Hauptwerk, C-a3

Praestant 16'
Principal 8'
Viola da Gamba 8'
Gedackt 8'
Octave 4'
Hohlflöte 4'
Quinte 2 2/3'
Superoctave 2'
Mixtur IV 1 1/3'
Cornett V 8' (ab f0)
Trompete 8'
Tremulant


II. Manual - Positiv, C-a3

Ital. Principal 8'
Salicional 8'
Bourdon 8'
Weitoctav 4'
Rohrflöte 4'
Flageolet 2'
Cymbel III 1'
Fagott 16'
Clarinette 8'
Tremulant


III. Manual - Schwellwerk, C-a3

Bourdon 16'
Geigenprincipal 8'
Konzertflöte 8'
Gamba 8'
Vox coelestis 8'
Lieblich Gedackt 8'
Fugara 4'
Trichterflöte 4'
Nasard 2 2/3'
Piccolo 2'
Terz 1 3/5'
Progressio III-IV 2'
Trompete 16'
Tromp. harmonique 8'
Oboe 8'
Tremulant


IV. Manual - Solo, C-a3

Viola pomposa 8'
Doppelflöte 8'
Unda maris 8'
Traversflöte 4'
Harmonia aetheria III-V 2 2/3'
Tuba 16' (ext. Fanfare)
Fanfare 8'


Pedal, C-g1

Untersatz 32'
Principalbass 16'
Praestant 16' (transm. HW)
Subbass 16' (ext. Untersatz)
Octavbass 8' (ext. Principalbass)
Weitgedackt 8' (ext. Untersatz)
Tenoroctave 4' (ext. Principalbass)
Posaune 16'
Trompete 8' (ext. Posaune)
Clarine 4' (ext. Posaune)


Schleifladen
mechanische Spiel- und elektrische Registertraktur


mech. Koppeln

III/I, II/I
III/II


elektr. Koppeln

I/P, II/P 8' 4', III/P 8' 4', IV/P
II/I 16' 8' 4', III/I 16' 8' 4', IV/I
IV/II, II/II 16' 4'
IV/III, III/III 16' 4'

II. und III. Manual sind für die Superoktavkoppeln bis a4 ausgebaut.


Setzer, Sequenz auf/ab
Walze (einstellbar)
Schwelltritte für III und IV
Tutti
Zungenabsteller

Da keine Empore existiert, soll die Orgel an der Westwand über dem Eingangsportal aufgehängt werden. Im Wesentlichen handelt es sich um einen Freipfeifenprospekt, der in den Linien der Pfeifenmündungen die umgebende Architektur reflektiert.

Was vielleicht auffällt: die Extensionen im Pedal. Hier gleicht die Orgel stark dem (bereits gebauten) Entwurf für die Nachbarkirche, St. Florin. Kein Wunder, es ist ja auch derselbe OSV daran beteiligt. In St. Florin funktioniert dieses Konzept sehr gut, ich habe bei den bisherigen Konzerten da im Pedal nichts 'vermisst'. Und bei sehr vielen angloamerikanischen Orgeln ist dies ja auch so realisiert und funktioniert.

Allerdings hat die Orgel in St. Florin eine unabhängige Pedalmixtur und die Zunge ist auch bis in die 32' Lage ausgebaut. Aber vielleicht stehen dem finanzielle und Platz-Gründe entgegen. Im Gegensatz zu St. Florin (eher trockene Akustik) verfügt die Basilika St. Kastor über mind. 5-6 sek. Nachhall und eine sehr tragfähige Akustik. Wie wurde einmal gesagt: 'Hier predigen/singen ja die Steine mit'. Von der lokalen Musikkritik wird dies ständig mit dem Attribut 'Überakustik' abgewertet.

In der Praxis bedeutet dies, dass man in St. Kastor schon mit relativ wenigen Stimmen bzw. Registern einen sehr tragfähigen Klang erzielen kann. Im Bassbereich schwellen die Pauken des Orchesters regelrecht zu einem donnernden Gewitter an. Vielleicht reicht ja auch deshalb der Untersatz 32' aus.


Viele Grüße,

- Karl-Josef


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