Orgelprojekt Basilika St. Kastor, Koblenz

kjz1, Montag, 31. Oktober 2011, 16:52 (vor 5419 Tagen) @ Martin78

Eins ist sicher: Diese Orgel dürfte den Raum mehr als ausreichend füllen, der ist ja wirklich nicht riesig (im Vergleich zu anderen Koblenzer Kirchen im Kathedralformat, St. Josef in der Südstadt oder Herz-Jesu, wo gute Instrumente stehen und beweisen, dass man diese Kirchen auch ohne "Ramba-Zamba" füllen kann).

Sicher, wobei St. Josef zwar hoch, aber nicht allzu lang und breit ist. Für eine romanische Kirche ist St. Kastor relativ breit und hat sehr hohe Seitenschiffe (Was Kunsthistoriker im Sinne der 'reinen Lehre' auch immer etwas verzweifeln lässt). Also rechnet man das Raumvolumen, so ist da sicherlich genug vorhanden. Dazu dann noch relativ große Steinflächen und Bänke aus Hartholz ohne allzu üppige Polsterung.

Vielleicht kann es sich der Orgelbauer hier sogar mal leisten, z.B. die Fanfare so zu intonieren, dass einem im Raum nicht gleich die Ohren abfallen... ist doch mal eine traumhafte Situation, eine so opulente Disposition in einen gut klingenden Raum integrieren zu dürfen, ohne die Pfeifen komplett "aufreißen" zu müssen.

Die Vorvorgänger-Orgel hatte ja Horizontaltrompeten 8' und 4', die meiner Erinnerung nach aber auch eher 'dezent' intoniert waren (jedenfalls keine 'Partyhörner'). Ich kann mir schon vorstellen, dass in diesem Raum eine engl. Tuba (mit gekröpften Bechern) in einem gut isolierten Schwellkasten gut verwendet werden kann. Eher dezent bei geschlossenem Schweller, bei voll geöffnetem Schwellkasten dann aber auch eindeutig im Tutti wahrnehmbar.

Viele Grüße,

- Karl-Josef


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