Bemerkungen zur Emeritierung von Christoph Bossert an der HfM Würzburg

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Mittwoch, 17. Dezember 2025, 23:23 (vor 255 Tagen) @ perotin

Mich würde interessieren, wie es in Würzburg bei anderen Dozenten/Professoren gehandhabt wurde, die in den letzten Jahren in den Ruhestand gegangen sind. Vielleicht ist "sang- und klanglos" dort ja eher der Normalfall und es lief bei Christoph Bossert wie bei anderen auch?

Ist nur so eine Frage...

Ja, interessant.

In Österreich würde man (branchenübergreifend) mit der Würdigung auch grundsätzlich bis zum Ableben der entsprechenden Person warten, dann allerdings fällt diese umso heftiger aus.

In der "Singenden Kirche", als ich sie vor Jahrzehnten noch las, griff eine besondere Praxis um sich (auch das vielleicht branchenübergreifend, aber ich las sonst nichts Ähnliches).
Da hieß es dann "Erinnerung an Professor (natürlich nur Berufstitel) XY" oder "17,5ter Todestag von Herrn Kanonikus A.B.C.). (Nicht nur die allerrundesten Todestage wurden bedacht...)
Und ich wunderte mich, dass ich diese anscheinend wichtige Person nicht kannte. Bald erklärte sich mir aber der tiefere Anlass der Würdigung: In jene Texte flocht sich der Laudator recht bald selbst mit ein à la "und ich durfte unter ihm meinen Abschluss machen, wozu er mir besonders herzlich gratulierte" oder gar "bekleidete damit ein Amt, in dem ich ihm im Jahre 19XX nachfolgen durfte." Dann gab es mituner auch noch weitere Zutaten, die mich an einen meiner späteren Dienst-Pfarrer erinnerte, der in Beerdigungsreden gerne einbaute, dass sich der/die Verstorbene über seinen Besuch "immer sehr gefreut" habe. NAja, vielleicht ist das immer noch so oder es hat sich endlich erledigt....

Lieber Oliver, Du und Dein Text, Ihr seid mit diesen Anekdoten ausdrücklich NICHT gemeint!


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