Bemerkungen zur Emeritierung von Christoph Bossert an der HfM Würzburg im März 2025

elias.orgel, Donnerstag, 18. Dezember 2025, 19:20 (vor 254 Tagen) @ MichaelS

Die wohl größte Leistung Bosserts für die Würzburger Hochschule: die neue Klais-Orgel im Konzertsaal, die er mit der Erbauerfirma konzipierte - sein künstlerisches Vermächtnis in Form eines hoch innovativen, ebenso wie das Cage-Projekt avantgardistische Aspekte umsetzenden Instruments, von dem es an deutschen Musikhochschulen kein vergleichbares zweites gibt; eine Orgel, die dem Studium in Würzburg besondere Anziehungskraft und Attraktivität verleiht, weit über die Amtszeit eines Hochschullehrers hinaus.


Dieser Absatz des Textes offenbart ein Kern-Problem der Organisten-Welt. Jeder andere Musiker hat "sein" Instrument zuhause, übt darauf und nimmt es auf Tournee mit. Er pflegt es, investiert Zeit und Geld und wenn er die Stelle wechselt begleitet es ihn natürlich.
Der Organist sieht sich immer dem Problem gegenüber, dass die jeweilige Orgel an der Stelle "hängt", er kann sie nicht mitbringen und auch nicht mitnehmen. Er kann einen Neubau (Umbau, etc. etc.) initiieren und viel Kraft und Zeit dafür investieren. Der Organist kann ein nach seinen Vorstellungen bestmögliches Instrument erschaffen (lassen) und auch trefflichst darauf musizieren. Am Ende des Tages und vor Allem am Ende des Arbeitsverhältnisses muss er Abschied nehmen.
Können andere Musiker das überhaupt nachvollziehen? Nachempfinden? Es gar angemessen würdigen und auch in der Öffentlichkeit honorieren? Ich glaube nicht. Andere Musiker sehen primär den Vorteil, für Anschaffung und Pflege des Instruments nicht selbst aufkommen zu müssen. Dass mit einer Orgel immer auch Kulturgut für die Allgemeinheit entsteht, kommt primär im Denken da nicht vor. Eine Honorierung dafür quasi Einfordern zu wollen, ist daher müßig.

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er könnt E Ds schon...

A B CC Fo G ler

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Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott


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