Geisenfeld - Abbau der Orgel

elias.orgel, Mittwoch, 21. Januar 2026, 14:12 (vor 222 Tagen) @ Cmcmcm1
bearbeitet von elias.orgel, Mittwoch, 21. Januar 2026, 14:39

Nachdem die Weise-Hirnschrodt-Adam-Rickert-Orgel (was für ein Name) am vergangenen Sonntag (18.01.2026) ihre letzte Messe begleitet hatte, wurde das Instrument dann am Montag und Dienstag abgebaut.

und die hat er ganz alleine gebaut
- der weise Hirnschrodt, Adam Rickert - faszinierend...
.

Die folgenden Fotos wurden mir von zwei der örtlichen Organisten zugesendet und geben einen Einblick in die Konstruktion dieses zusammengewürfelten Instrumentes.

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In der neuen Seifert-Orgel finden sowohl das Gehäuse als auch zahlreiches Pfeifenwerk Wiederverwendung (darunter selbstverständlich alle historisch bedeutsamen Pfeifen, aber zum Beispiel auch die berühmte Trompete - wenn auch in anderer Funktion.

Welche andere Funktion bekommt denn diese Trompete?
+ Kerzenständer? Weihwasserspender? Mobilfunksender?
.

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Der später hinzugefügte Schwellkasten bestand aus billiger Faserplatte und dazwischen eingespritztem Bauschaum. Eine Rückwand gab es nicht, stattdessen wurde der Kasten formschlüssig mit einer weiteren Ladung Bauschaum mit der kühlen Rückwand der Kirche verbunden.

immer dieses kleinliche Gemecker, Mann muss auch mal das Positiv sehen
- so wurden Gehäuse und Rückwand künstlerisch und akustisch voneinander entkoppelt ;-)
.

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Beim Abbau der Orgel war endlich auch einmal die Nuss des Tons C der Posaune erreichbar, der schon längere Zeit nicht mehr funktionierte. Wie sich herausstellte war eine vertrocknete Larve die Ursache.

Ich betonte es eigentlich immer wieder ungern
- Posaunen müssen regelmäßig gewässert werden...
dann wäre es dazu niemals nicht gekommen können
.

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Derweil stapeln sich bereits ebenerdig im Kirchenschiff die Pfeifen und Gehäuseteile für den Abtransport.

Wer macht denn sowas
- ist das überhaupt erlaubt?
.

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Zuletzt stand nur noch der Unterbau mitsamt der gestückelten und aneinandergepuzzleten Windladen: Links im Bild auf Sturz die Pedallade, rechts erhöht vorne das Hauptwerk (I), dahinter an der Kirchenrückwand die Lade(n) des Schwellpositivs (II)
... und schon ist sie weg:

und zu den Überresten spät byzantitinischer Wandmalereien sagst Du nichts,
- (zu dem was diese wider dich zeugen)
oder ist das nur ein bisschen früher barocker Bauschaum?

--
Orgelspielen heißt: im Sitzen tanzen ...

... für Gott


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