C wie Club der Erlesenen

Andreaspfeife, Borken, Mittwoch, 21. Januar 2026, 20:38 (vor 220 Tagen) @ Manuel

Gegenwärtig absolviere ich die Ausbildung zur Erlangung des C-Examens an der Bischöflichen Kirchenmusikschule in Essen - das ist ja gegenwärtig die einzige ökumenische Ausbildung deutschlandweit.

Und es ist eine Ausbildungsstelle, die gut aufgestellt ist und viele glückliche Absolventen hinterläßt.

Ich frage mich: war das C-Examen immer so eine anspruchsvolle Angelegenheit? Und - mir Verlaub - wird sich die Kirche so hohe Ansprüche an ihre nebenamtlichen Kirchenmusiker in Zukunft überhaupt noch leisten können?

Die Frage ist doch vielmehr, welche Ansprüche die Aufgaben in der Praxis stellen: Wer einen Chor leiten soll, muss das können - auch ohne Psychopharmaka, wer in der Liturgie singt, sollte das können, wer kein Gemeindelied anständig und singbar begleiten kann, ist keine Hilfe.

Die Frage ist daher eher: Wird es noch Kirchenmusiker geben, die das können, oder wird man alternativ keine Kirchenmusiker haben? Lieber keinen Kirchenmusiker, als einen, der eher behindert anstatt ermöglicht. Damit meine ich nicht die Triosonate zur Kommunion, sondern die essentiell wichtigen Sachen. Da Musiker mit C/B/A - Examen jeweils besser bezahlt werden, als Leute ohne Abschluss, müssen die Abschlüsse auch für gewisse Kompetenz-Standards stehen.

Meine ehrliche Meinung.


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