Gregorianische Messe mit französischer Barockorgelmusik

Contrebasson 32' @, Wien, Donnerstag, 02. Mai 2019, 00:34 (vor 2691 Tagen) @ Bariolage
bearbeitet von Contrebasson 32', Donnerstag, 02. Mai 2019, 00:45

Ein Problem beider Kirchen ist, dass sie die ursprünglich liturgische Musik in Konzerte auslagert, wenn sie eine Länge von mehr als 3-4 Minuten (Dauer eines Songs aus den Charts) pro Satz überschreitet. Messen gehören in Messen! Leider keine Selbstverständlichkeit.
Zu Herrn Orlos: Schön, dass Sie noch Orchestermessen machen und sogar die Gemeinde eine Missa de Angelis mit Credo III singen kann (vermute ich mal). Ich kenne im weiten Rund keine katholische Gemeinde, wo das noch gemacht wird.

Naja, es gibt Messen, wie die h-Moll Messe oder Beethovens Missa solemnis, die eher nicht für den liturgischen Gebrauch gedacht sind. Und aus Wien kenne ich die Extremfälle wie bspw. im Stephansdom, wo man sich bisweilen fragen darf, ob man gerade einem touristischen Konzert mit liturgischem Rahmenprogramm oder doch einem Gottesdienst mit besonderer musikalischer Gestaltung beiwohnt.

Gerade meine Wiener Erfahrungen haben bei aller Begeisterung für die großen Orchestermessen (Beethoven, Schubert, Bruckner) zu einer echten Wertschätzung des Gemeindegesangs (gutes LO-Spiel vorausgesetzt) geführt - sowie zur Beschäftigung mit anderen kirchenmusikalischen Strömungen und mit vokaler Sakralmusik aller Epochen und Besetzungen.

PS: Apropos Stephansdom, dort wird gerade paralel zum Einbau der Riesenorgel die Domorgel generalüberholt (siehe Bild), sodass aktuell nur die Haydn-Orgel zur Gottesdienstbegleitung genutzt werden kann.

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Quelle: domorganistwien


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