Gregorianische Messe mit französischer Barockorgelmusik

Bariolage, Donnerstag, 02. Mai 2019, 07:44 (vor 2692 Tagen) @ Contrebasson 32'

Ein Problem beider Kirchen ist, dass sie die ursprünglich liturgische Musik in Konzerte auslagert, wenn sie eine Länge von mehr als 3-4 Minuten (Dauer eines Songs aus den Charts) pro Satz überschreitet. Messen gehören in Messen! Leider keine Selbstverständlichkeit.
Zu Herrn Orlos: Schön, dass Sie noch Orchestermessen machen und sogar die Gemeinde eine Missa de Angelis mit Credo III singen kann (vermute ich mal). Ich kenne im weiten Rund keine katholische Gemeinde, wo das noch gemacht wird.


Naja, es gibt Messen, wie die h-Moll Messe oder Beethovens Missa solemnis, die eher nicht für den liturgischen Gebrauch gedacht sind. Und aus Wien kenne ich die Extremfälle wie bspw. im Stephansdom, wo man sich bisweilen fragen darf, ob man gerade einem touristischen Konzert mit liturgischem Rahmenprogramm oder doch einem Gottesdienst mit besonderer musikalischer Gestaltung beiwohnt.

Richtig. War Beethoven oder Bach je für den liturgischen Einsatz bestimmt? Ich glaube nicht. Ich dachte auch eher an Mozart KV 317 oder 259. Selbst aber eine Missa brevis scheint heute zu lang zu sein für die Messe.
Im übrigen bin ich ebenfalls der Meinung, dass eine "normale" Sonntagsmesse sehr gut laufen kann mit einem gut improvisierenden Organisten, einer guten Orgel und einer Gemeinde, die noch singen. Orchestermessen sind ja auch wirklich die Ausnahme. Die katholische Kirche hat ja nie Geld für 2 Vl, Vlc, Kb, Continuo-Organisten und 1-4 Solisten. Das Geld wird an den Bischofssitzen rausgehauen.


gesamter Thread:

 

powered by my little forum