Hamburg, St. Katharinen

Karl-Bernhardin Kropf, Sonntag, 20. Januar 2013, 15:08 (vor 5025 Tagen) @ Poupoulcorouse

Ich würde eher sagen, daß man der neuen Flentrop-Orgel in Katharinen ruhig ihre abgemilderte Mitteltönigkeit, nach welchem Schema auch immer, gönnen kann. Dafür sollte man dann allerdings beizeiten die Schnitger-Orgel in St. Jacobi endlich rein stimmen.

Guter Gedanke. Vielleicht möglich in der Amtszeit nach Rudolf Kelber? Er wollte nun halt definitiv auch Bach spielen.... Könnte man im Zuge einer sicher bald notwendigen Generalreinigung etc. mit machen.

Es geht ja letztlich darum, daß man den Klang dieser Zeit erlebbar macht. Und der Orgelklang dieser Zeit war nunmal zu 99,9% mitteltönig. Da kann man sich noch so sehr auf den Kopf stellen.

Isso.
Betrachtet man nur die Orgelliteratur, kann man verstehen, dass die Versuchung zur gemilderten Stimmung so groß ist. Sind die Verantwortlichen improvisatorisch geschult, dann fällt der SChritt schon leichter. Und ein großer Schatz tut sich auf (siehe Aufnahmen/Projekte in Göteborg), wenn man die Orgel auch als reiches Continuo-Instrument für das entsprechende Repertoire mit Stimmen und Instrumenten verwendet.
Kritiker werden hier, wiederum nicht unberechtigt, einwerfen, dass die (mitteltönige) Orgel ab etwa 1700 auch stets als Intonations-Ärgernis im Ensemblespiel bzw. Gesang betrachtet wurde.


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