Hamburg, St. Katharinen

Poupoulcorouse @, Mülheim am Rhein, Sonntag, 20. Januar 2013, 15:26 (vor 5025 Tagen) @ Karl-Bernhardin Kropf

"Kritiker werden hier, wiederum nicht unberechtigt, einwerfen, dass die (mitteltönige) Orgel ab etwa 1700 auch stets als Intonations-Ärgernis im Ensemblespiel bzw. Gesang betrachtet wurde."

Das ist richtig. Deshalb würde ich auch nie im Leben dafür plädieren, monoton mitteltönige Orgellandschaften zu schaffen. Aber die gibt es heute ohnehin nicht mehr. Ich würde mich deshalb jedenfalls nicht davon abhalten lassen, mitteltönig gestimmte Großorgeln erfahrbar zu machen.
Es hat ja auch, nach Ortgies und Vogel in St. Katharinen Streit zwischen Telemann und dem Katharinen-Organisten über die Umstimmung gegeben. Telemann wollte sie, der Organist nicht. Ich würde den Widerstand gegen Umstimmungen, den es damals ja nicht nur dort gab, nicht einfach nur einer möglichen Halsstarrigkeit damaliger Organisten zuschreiben. Man kann schon annehmen, daß sie wussten, was sie an der Mitteltönigkeit haben, solange ihnen deren Spektrum denn ausreichte.


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