Rechenspiele - war: "Der Orgelbau der Elbphilharmonie"

SKB, Samstag, 30. April 2016, 02:27 (vor 3771 Tagen) @ Heuler

Zu Recht, denn: 65 Register / 4812 Pfeifen sind im Schnitt 74,03 Pfeifen pro Register. Das lässt bzgl. der Dispo nichts gutes befürchten.

Guten Abend!

Als kleines Gegenmodell: die Essener Domorgel hat 5102 Pfeifen bei 69 Registern - und ich vermisse (bis auf eine - nicht klingende - Suboktavkoppel III/II) nichts daran, sondern bin mit diesem Instrument wunschlos glücklich.

Für die "feineren" Rechenspiele: die große Orgel vorn hat bei drei Manualen mit Tonumfang C-c'''' 57 Stimmen, darunter ein Cornet 5f 8' (HW), das erst ab g0 erklingt, eine Unda maris (Pos), die in der tiefen Oktave keine eigenen Pfeifen hat und eine Vox coelestis (SW) - dito.
Der Untersatz 32' ist in der großen Orgel die einzige Extension (ab c0 aus dem Subbass gewonnen).
Das Auxiliarwerk am anderen Ende des Doms verfügt über auf vier Werke aufgeteilte 12 Register, entweder vom vierten Manual aus (samt Pedal) oder als Floating Divisions frei auf jedes Manual gekoppelt werden können.
Auch hier ist der Cornet 5f 8' nicht voll ausgebaut, dafür aber die Bombarden 16' 8' 4' jeweils einzeln.
Das Pedalwerk ist aus einer Pfeifenreihe gewonnen und reicht von C 16' bis g' im 8' (Gedacktbass).

Schlussendlich sind diese ganzen Rechenspiele Schall und Rauch - es muss einfach klingen.

Und, nach den Erfahrungen mit einer der neuesten Klais-Orgeln in Rottweil, Ruhe Christi: das wird's.


Viele Grüße

P.S. Hier gibt's die technischen Details, Schnittzeichnungen und Mixturtabellen der Orgel


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