Gewässertes Holz

Karsten @, Sonntag, 21. August 2016, 10:41 (vor 3679 Tagen) @ abstrakte
bearbeitet von Karsten, Sonntag, 21. August 2016, 12:44

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Vor diesem Hintergrund sind wissenschaftliche Arbeiten wie die des OrganArt-Center in Göteborg von großer Wichtigkeit, weil derartige Projekte eben genau diese wissenschaftliche Arbeit leisten können. Und zu derartiger Arbeit gehört vielleicht auch die Erkenntnis, dass die Lagerung von Eichenholz in Wasser vielleicht notwendig sein kann, um dauerhafte Orgeln damit bauen zu können. Mag sein.

[...]

Die Auswirkungen des Wässerns auf die Holzqualität scheinen an sich bekannt zu sein.
Orgelbau Rohlf führt einjähriges Wässern beispielsweise als Station für das dort verwendete Holz an: http://www.orgelbau-rohlf.de/werkstatt/holz.htm
Wie "verbreitet" ist denn diese Holzbehandlungsmaßnahme tatsächlich? Wie wirkt sich das denn preislich aus? (Mancher scheint auf den Zeitpunkt des Holzfällens ja mehr Wert zu legen.)

Gruß
Karsten


Nachtrag:

Auch die Firma Klais (die ja das Mondschlagen gerne betont), lässt (mittlerweile) die Hölzer wässern:
"Nicht immer geht alles nach Plan. Vor einigen Jahren bemerkten die Bonner, dass Pfeifen aus Eichenholz nach der Fertigstellung feine Risse bekamen und sich verzogen. Nach einiger Suche war das Rätsel gelöst. Die Flößer transportierten die Stämme nicht mehr in den Flüssen stromabwärts, sondern luden sie auf Lastwagen. Dadurch enthielt das Holz mehr Gerbsäure, die vorher vom Flusswasser weitgehend herausgelöst worden war. Seither lagert Klais die Stämme bis zu drei Monaten in einem See zwischen, bevor sie nach Bonn kommen. „Damit war das Problem gelöst.“"
Quelle: WirtschaftsWoche Nr.13, 22.3.2008, http://www.kaiser-photography.de/klais-orgeln.pdf


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