St. Marien Lübeck: Gehäuseideen? - Bild-Material

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Samstag, 19. April 2014, 01:38 (vor 4576 Tagen) @ Friedrich

Was mir noch wichtig war: Das Hauptwerk hat die Pedalladen und den Emporenboden als Schalldeckel, die verhindern, dass der größte Klang erstmal Richtung Gewölbe entflattert. Das Positiv soll ebenso von der HW-C-Lade profitieren.

Viele Grüße,
Friedrich

Klingt erst mal gut, doch die Praxis in SMRO (St. Marien Rostock, nur 7 meter niedriger und Dir wohlbekannt..) zeigt, dass die beste Abstrahlung das winddruckschwächste Werk hat, nämlich das Kronwerk direkt unter dem Gewölbe.

Es wäre reizvoll, bei der Kemperin die eine oder andere Gehäusedecke mal abzunehmen.

Zeitzeugen des Vorkriegszustandes berichteten, dass auch lediglich von den Musikemporen der Text einer Vokaldarbietung verständlich war, vielleicht auch wegen der guten Streuung/Verteilung so relativ nahe am Gewölbe.

Dass bei der Kemperin trotz der Hochlagerung nicht viel kommt, mag am oben geschlossenen Gehäuse dienen (wer Jakobi Hamburg kennt, weiß Bescheid, was Schnitger schon im 17. Jhdt. an die Decke geballert bzw. über die Bande gespielt hat, noch bevor Johannes Klais seine Freipfeifenorgeln in neugotische Gewölbe stellte), oder schlicht und einfach am Instrument, das vielleicht aus der Nähe auch nach nichts klingt.

Ich mahnte schon das Thema Artikulation etc. an. Eine vom Hörer ferner (höher) aufgestellte Orgel, mag sie auch klanglich gut abstrahlen, hat einen höheren Hallanteil in der Darbietung, was in St. Marien Lübeck schnell des Guten zu viel werden kann.

Vorschlag, nach Demontage der Kemperin:

Eine ferngesteuerte Kleinorgel wird an Drahtseile gehängt, diesmal aber mit Antrieb!

Und dann fährt man sie in alle möglichen Höhenlagen....

Köstliche Vision: Statt dass man mit dem Lift zur Orgel fährt (Regensburg), kommt die Orgel runtergefahren und holt den Organisten ab! (So was wie in "Unheimliche Begegnung der dritten Art" oder so...) (:D


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