kleine Orgeln&Glockenton, war: Ihr habt Sorgen...

fluteceleste @, München, Donnerstag, 19. April 2012, 05:30 (vor 5302 Tagen) @ tombecher

Ansonsten hat man es hier mit "süffigem Sound" natürlich besonders schwer... wenn's mal "etwas mehr" sein soll, spiele ich die Begleitungen meist 'ne Oktave tiefer....


Viele Grüße,
Thomas

Genau die Erfahrung hab ich auch gemacht ! Man erreicht einen sehr schönen 16' Effekt, vor allem wenn die Mixtur schrill ist.
Hier mal Kurz die Dispo einer von mir oft gespielten Orgel :

I Gemshorn 8, Prinzipal 4, Mixtur 4f 2 mit VA Oktave, Schalmey 8
II Gedackt, Schweizerflöte 4, Sesquialter 2f mit VA Quint, Doublette 2, Oktav 1
P Subbass 16, Flötbass 8, Choralbaß 4

Hier ist die Verteilung der 8' Register einigermaßen gelungen. Das Gemshorn ist von C-H gedeckt, und insgesamt nicht zu dominant, leicht streichend und erfüllt sowohl die Aufgabe, eine Grundlage für den Prinzipalchor zu bilden als auch als Begleitstimme für das 2.Manual zu taugen, und in Verbindung mit der Zunge als c.f.. Das Gedeckt ist leiser. Leider sind Prinzipal und Mixtur sehr laut, wurden aber bei der letzten Überholung angepaßt und sind v.a. am Spieltisch erträglicher geworden. Die Doublette ist jetzt sogar flötig- im Gegensatz zur oktav 1, die leider noch ziemlich fiept. Aber besser als ne zimbel allemal.
Ich finde die Dispo nicht ganz ungeschickt, man kann sogar französisches Barock spielen, wenn man den Kornett aus II herunterkoppelt und die Zunge dazunimmt.
Am besten klingt die Mixtur wenn sie eine Oktave tiefer gespielt wird,sogar ohne 8' lassen sich einigermaßen braucbare Resultate erzielen.
Man kann übrigens immer noch die Gemeinde mühelos mit 8'+2 begleiten. liegt aber sicher auch an der Kirchenakustik.
Zum Glöcklein(ton) sagt übrigens Adlung in "Musica mechanica organoedi":
"Es heißt auch Tonus Faber und klingt, als ob man mit einem Hammer auf einen wohlklingenden Amboß schlüge." ;-)
Bei so manchem orgelbewegten Teil denke ich ist es eher ein billiger Roheisenamboß, der dann auch entsprechend Ohrenklingeln verursacht!
[image]
Organstops (siehe hier) sagt eine Tonhöhe von 1/2', 1' oder 2' voraus, und dass das Register repetiert. Ich meine es wäre oft zB von Weigle auch als Mischung von 2'+1' gebaut worden. .-
Dass Schreipositiv eine leise Sesquialtera hört, rührt wohl von einer Terz her. In Württemberg hat ja zB Reiser auch oft ein Hörnlein (1' 4/5') gebaut.


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