Hauptwerk in der Kirche

Hausorgler @, Feldkirch/Vorarlberg, Donnerstag, 17. Januar 2013, 09:17 (vor 5030 Tagen) @ Clemens Schäfer

Hallo,

was einmal in der Welt ist, läßt sich in aller Regel nicht aufhalten. Man muß kein Prophet sein um anzunehmen, daß wir in ca 15-20 Jahren in vielen Kirchen die Orgel aus Cappel von Lautsprechern hören werden. Oder die aus dem Dom zu Verden...

Wenn etwss technisch machbar ist, dann wird es auch gemacht. Irgendwann fallen alle gut gemeinten selbstgesetzten Schranken. Da sollte man sich nichts vormachen.

Gruß Clemens Schäfer

Das stimmt vollkommen. Ich erinnere mich, um 1980 herum von einer Dorfkirche in Oberbayern mit einem dünnen Bleistiftturm erfahren zu haben, aus welchem per Lautsprecher irgendein Domglockengetöse zu hören war.
Was die Hauptwerksache betrifft, so ist das für mich insoweit nachvollziehbar, als es so auch einem Organisten ohne Rang und Namen ermöglicht, wenigstens virtuell auf Orgeln zu spielen, auf welche ihn die Hohenpriester nie lassen würden - vorausgesetzt man hat das Kleingeld dazu. Wenn ich aber dann wieder lese, daß Samplings sehr bald technisch überholt sind und neue Samplings ständig größere Rechenleistungen erforden, bekomme ich Zweifel an der sinnhaftigkeit größerer Investitionen in so ein Projekt. Das scheint mir dann schon sehr eine finanzielle Dauerbaustelle zu sein.


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