Cappel ./. Hauptwerk?

www.Orgeljournal.de, Dienstag, 22. Januar 2013, 19:32 (vor 5022 Tagen) @ ado
bearbeitet von www.Orgeljournal.de, Dienstag, 22. Januar 2013, 19:40

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Darf man in Cappel beim Betrachten der obigen Ware zu Recht irritiert sein? Sampling ist ja nichts Böses, aber wenn man's nicht will?

Meines Erachtens ist es hier völlig unerheblich, ob die Orgel komplett in größter Eile oder nur zum Teil in größter Eile gesamplet wurde: In Cappel fühlt man sich offensichtlich nicht nur betrogen, auch das klangliche Endergebnis enttäuscht wohl. (Ich mag mich hier jetzt nicht weiter auf den offenbar witzigen Hauptwerk-Marketingdünkel à la Dokumentation und Kulturerhalt einlassen.)

Für Hauptwerker merklich verdrängenswert scheint zu sein, dass sich der derzeitige Eigner der Software Brett Milan offensichtlich durch eine Kirchengemeinde illegales Sampling vorwerfen lassen muss. Jedenfalls habe ich das so verstanden. Auch habe ich den Eindruck, dass man die Diskussion in der HW-Szene routiniert zu unterdrücken weiß.

Der 2003 in Cappel Vorstellige („ein Amerikaner“) soll dem Vernehmen nach ausdrücklich von einer privaten Verwendung gesprochen haben.

Das Set wurde lt. offiziellem Hauptwerk-Forum im Oktober 2006 angekündigt und im März 2007 auf den Markt gebracht.

In Cappel sei man erst 2009 durch Dritte von dem Sample-Produkt in Kenntnis gesetzt worden. Auf Aufforderung hin soll eine Spende durch den Hersteller entrichtet worden sein.

Ich befürchte, dass sich die Cappeler Gemeinde in rechtlicher Hinsicht nicht durchsetzen wird.

Nur nebenbei: Was machen jetzt diejenigen, die das Set erworben haben?


Matthias

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