Hildebrandt-Orgel in St. Michaelis, Hamburg - Koppelmanual?

Phys, Mittwoch, 06. März 2013, 06:48 (vor 4979 Tagen)

Hallo,

ich beschäftige mich im Moment mit der von Johann Mattheson gestifteten großen Orgel in St. Michaelis, errichtet von Johann Gottfried Hildebrandt zwischen 1762 und 1767/1770, vernichtet 1906.

Die Disposition, die ich vorliegen habe (aus Alfred Sittards Festschrift von 1912), ist nur als Gegenüberstellung mit ihrer Nachfolgerin, der großen Walcker-Orgel von 1912, verfaßt, entsprechend unübersichtlich und scheint mir den Zustand nach der Umorganisation durch Wolfsteller (?) Mitte des 19. Jhs. abzubilden. Ich glaube mich zu erinnern, daß Julius Faulwasser: Die St. Michaeliskirche zu Hamburg, 1901 die ursprüngliche Disposition enthält. werde mich da nochmal in die Bibliothek begeben müssen.

Was abweicht, sind einerseits die Registerzahl - Sittard gibt 68 an, die ADB im Artikel J.G. Hildebrandt nur 60 - und andererseits die Werkaufteilung. Mattheson erwähnt an einer Stelle, die Orgel werde über ein Koppelmanual verfügen, und ich frage mich verwundert, ob das so gebaut wurde. Bei einer Orgel dieser Größe kommt mir das merkwürdig vor. Kann mir jemand weiterhelfen, vielleicht auch mit weiteren Beispielen zu Koppelmanualen in der Zeit?
Es gibt einen Artikel zum Koppelmanual von W. Supper in AO 7 (1959), S. 258-259, auf den ich bisher nicht zugreifen kann - enthält der Lohnendes zur Geschichte?

Freundlich grüßend und dankbar für jeden Hinweis
Phys


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