Hildebrandt-Orgel in St. Michaelis, Hamburg - Koppelmanual?

Oliver Horlitz ⌂, Mittwoch, 06. März 2013, 15:51 (vor 4976 Tagen) @ Kirnberger

Hallo Phys,

ich lese gerade einen digitalen Ausreißer aus J.S.Ersch und J.G. Grubers "Allgemeine Encyclopädie der Wissenschaften und Künste - 2. Sektion H-N". Dort wird auf die vollständige Disposition bei Adlung verwiesen. Erwähnt ist der Ruhm der Orgel, die Aufteilung auf Haupt-, Ober- und Brustwerk und die Neuigkeit der "Flöten von einerlei Art" in jedem Werk. Während andere Schmierfinken hier ein Vorbild für das Voglersche Simplificationssystem zu sehen glauben (Pferdemerde, dieses!), geht es nur darum, dass man mit Gemshorn 8+4 im Hauptwerk, Spitzflöte 8+4 im Oberwerk und Rohrflöte 16+8+4 im Brustwerk (sic!) treffliche Begleitmischungen vorfindet, über der sich die Soli der übrigen Manuale wohl entfalten können. Ähnlichkeiten mit Auxiliarideen späteren Zeitgenossen sind reiner Zufall ( ;-) )... Außerdem hat Hildebrandt freiwillig bis zum f³ ausgebaut.

Ich würde sogar vermuten, daß in allen drei Manualwerken die Besetzung in Gruppen 16+8+4 gedacht war:
HW Quintatön 16 + Gemshorn 8 + Gemshorn 4
Oberwerk Bordun 16 + Spitzflöte 8 + Spitzflöte 4
Brustwerk Rohrflöten 16 + 8 +4

rätselt, freundlich grüßend,
Oliver


gesamter Thread:

 

powered by my little forum