Vom Reiz der Superkoppel, war: Weise in Pfarrkirchen

MCVL @, Montag, 24. Februar 2025, 14:12 (vor 561 Tagen) @ elias.orgel
bearbeitet von MCVL, Montag, 24. Februar 2025, 19:39

Selbst unsere Orgel bekam im 1907 angefügten SW eine ausgebaute Oberoktave....
ein komplettes SW (beides pneum. Kegellade) mit 16.8.8.8.8.8.8.8.8.4.4.Prog.Schf.16.8.4 und Superoctavausbau.

Die Akten sprechen allerdings von 61 Tönen für die Windlade, und es wird zwar ausdrücklich eine "Octavkoppel" berechnet - 61 Töne wäre aber nur C-c4.

Eine eigene Klaviatur bekam das neue SW nicht, es wurde wohl mit einem der anderen Manuale verbunden.

Das finde ich hoch interessant...
Ein Ausbau um "nur" 7 Töne könnte ja durchaus Sinn machen (Standard Windladen wie Du schreibst)

Das gab es gerade in den 1920er und 1930er Jahren öfters. Besonders die Firma Reiser aus Biberach hat das gerne praktiziert und Superkoppeln nur bis h3 oder c4 ausgebaut, auch wenn der Manualumfang bis f3 reichte.

Wenn ich mich richtig erinnere, war beispielsweise an der Reiser-Orgel der Stiftskirche Wolfegg, die mittlerweile auch der Vergangenheit angehört, die Superkoppel im II. Manual nur bis c4 ausgebaut (sowieso war dort alles etwas "schräg", auch die übereinander gebauten Windladen, je Werk eine Ober- und Unterlade, die oberste Lade konnte nur nurch eine etwas abenteuerliche Kletterpartie erreicht werden).


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