Wie lange hält denn... Weigle Stadtkirche Herborn

MCVL @, Freitag, 30. Januar 2026, 18:48 (vor 211 Tagen) @ jrbecker
bearbeitet von MCVL, Freitag, 30. Januar 2026, 19:00

Hallo Jörg,

Was hältst du, Mark, von diesem Gedanken? Klären werden wir das wohl nur können, in dem mal jemand (sinnvollerweise ich, komme aber die nächsten Tage noch nicht dazu) mal bei Herrn Lieberknecht nachfragt, ob er dies aus den örtlichen Akten erkennen kann...

von diesem Gedanken halte ich ausgesprochen viel. Warum?

Es hängt mit der Vergabepraxis der Opusnummern bei Walcker zusammen. Walcker vergab die Opusnummern (ähnlich wie Link und Weigle - bei letzterem ab etwa 1950 so gehandhabt) bei Auftragserteilung. D.h. es ist durchaus möglich, daß ursprünglich eine kleinere Disposition geplant war und diese auch im Opusbuch so eingetragen wurde. Bis zur Auslieferung könnte es deshalb gut möglich gewesen sein, daß das Projekt noch erheblich umgestaltet und erweitert wurde und diese Änderungen nicht im Opusbuch nachgetragen wurden. In die Opusliste wurde aber (fälschlicherweise) die ursprüngliche Registerzahl übernommen.

Nur zu Ergänzung: bei anderen Firmen wie Späth, Weigle (bis etwa 1950) oder, wie ich es neuerdings festgestellt habe, auch bei Weise wurden die Opusnummern bei der Fertigstellung der Orgel vergeben. D.h. wenn man beispielsweise die Späth-Orgeln chronologisch nach Datum der Einweihung/Abnahmeprüfung ordnet, kommt man auf exakt dieselben Opusnummer, wie sie an den Spieltischen erhaltener Orgeln angeschrieben sind bzw. aus anderen Quellen hervorgehen. Bei Weigle (bis etwa 1950) und Weise ist es ebenfalls so.

Die letztere Praxis halte ich für die überzeugendere, ein Opus bekommt seine laufende Nummer bei der Fertigstellung und dies führt auch zu keinen Verwirrungen.

Wenn ich sehe, wie sehr die Jahreszahlen bei Link oder Weigle besonders in den 1960er und 1970er Jahre im Vergleich zur Opuszählung hin- und herspringen, so halte ich diese Praxis für nicht besonders logisch. Die Orgel hat zwar eine Nummer, aber über deren chronologisch richtige Anordnung auf dem Werkverzeichnis sagt diese Nummer wenig aus.

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Das Gesamtresultat der Prüfung war ein äußerst günstiges, was zur wohlverdienten Weiterempfehlung des in seinem Fache großen Plattlinger Meisters förmlich drängt. (Mariakirchen 1905)


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