Cameron Carpenters "Orgel für eh alles"

kjz1, Sonntag, 22. Dezember 2013, 12:18 (vor 4630 Tagen) @ Karsten

Wie erwähnt: er ist meines Erachtens vom "klassischen" Orgelspiel (sowohl was Technik als auch Spielweise und Interpretationsansatz betrifft) dermaßen weit weg, dass es für ihn schlicht Zeitverschwendung wäre, sich mit historischen Aspekten zu beschäftigen. In den Sphären, wo Carpenter denkt und spielt, bringen Fragen des Anschlags etc., die man am historischen Instrument kennenlernt, keinen wirklichen Zugewinn.

Was ich mich dabei frage: stellt er sich als Künstler nicht absolut über alles? Also: weder historische Orgeln, noch historische Spielpraxis, teilweise auch nicht die Werke (die er ja durchaus auch umdeutet) interessieren ihn sonderlich; interessant ist für ihn nur die Verwirklichung seiner eigenen künstlerischen Vorstellungen? Provokant gesagt: alles hat sich der Verwirklichung seines eigenen künstlerischen Egos unterzuordnen?

Vielöe Grüße,

- Karl-Josef


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