Orgelsachverständige

Wolfgang Gourgé @, Freitag, 03. Januar 2014, 13:17 (vor 4620 Tagen) @ stein

Manchmal muss man nur langegenug suchen, um dann endlich den für sich richtigen Sachverständigen zu finden.
Das kann man jetzt in beide Richtungen interpretieren.

...sicher, und auch die Zeitumstände spielen natürlich eine Rolle. Der OSV ist ja auch nur ein Mensch.....so gab es zum Beispiel zur Hess-Orgel der Mannheimer Liebfrauenkirche in den 1980er Jahren ein vernichtendes OSV-Gutachten, Tenor: jede weitere Mark ist verschwendet. Nach einer längeren Pause kam ein neuer OSV, der den Wert der Orgel erkannte und dafür sorgte, daß sie saniert wurde. Ihre Qualitäten - auch architektonisch, denn der filigrane Freipfeifenprospekt ist von einiger Eleganz - zeigten sich schon bei der Tagung 2012, obwohl sie damals noch nicht fertig war. Siehe im Archiv, etwas nach unten scrollen, denn zuerst kommt die Christuskirchen-Steinmeyerin. - An der Niederelbe gab es lange Zeit einen sehr honorigen Sachverständigen der Landeskirche, der - wen wundert's? - zutiefst orgelbewegt war. Bei einem originalen Instrument von Furtwängler & Hammer aus den 1890ern plädierte er auch für einen Neubau, glücklicherweise folgte ihm die Gemeinde nicht. Anderswo ging es weniger glücklich aus....

@Dietmar: ja, das würde ich mir für Reinoldi ja auch wünschen. Ärgerlich ist dort vor allem die komplette Diskussionsverweigerung: in Rostock gab's 2009 ein Symposion, in Lübeck/Marien gibt's demnächst eins. So macht man's richtig: man gibt einem breiten Spektrum von Meinungen Raum und läßt auch Kritiker zu Wort kommen. In Dortmund gibt es nichts davon, und das wirft weder auf die Gemeinde noch die Landeskirche ein gutes Licht.

Gruß,
Wolfgang


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