die nächste Ott ist fällig....

Schreipositiv, Mittwoch, 15. November 2017, 20:37 (vor 3262 Tagen) @ elsenp

Klare Zustimmung - genau dieser Satz hat mich auch ziemlich irritiert.


Da gab es aber noch mehr Sätze, die mich irritiert haben:

  • Mit dem neuen Instrument soll wieder Gefühl ins Gotteshaus kommen, denn davon hat die Ott-Orgel von 1956 nicht soviel zu bieten.
  • Ihre ans Neobarock angelehnten Töne sind eher nüchtern, hoch und schrill und „nicht an den Raum angepasst“
  • „Sie lässt sich auch nicht mehr wirklich stimmen.“ (vielleicht unwirklich?)
  • Zudem seien die Register schwergängig (wirklich die Registerzüge?)
  • Sie kann auch digitale Signale über eine Midi-Schnittstelle verarbeiten: Das bedeutet, dass Lieder von einer CD abgerufen werden könnten und die Orgel dann automatisch spielt. „Das wollen wir aber eigentlich gar nicht nutzen“, sagt Ehlers. Vielleicht nutzt man es ja uneigentlich...
  • Die Digitalisierung macht auch das Stimmen übers Mobiltelefon möglich, was einer allein erledigen kann. (einer ruft beim Orgelbauer an und der stimmt dann über Telefon?)
  • Die neue Orgel kostet schlüsselfertig bis zu 800.000 Euro. (Ich dachte, das gibts nur bei Häusern...)
  • Besonders die großen Pfeifen sollen dem Kirchenraum, in dem es kaum hallt, gerecht werden. (Ändern große Pfeifen den Hall?)

Kopfschüttelnde Grüße
Peter

Wenn man ein bisschen nachedenkt kommt die Liste schon so hin. Ich habe an einer Ott-Orgel das Orgelspielen gelernt und Probleme wie einer schwergängige und unpräzise Register- und Spieltraktur hatte die auch. Und wenn der Raum, in dem die ORgel steht, die Charakteristik eines Hochpassfilters hat, dann ist eine neobarocke Orgel natürlich fatal. Dann hat man unweigerlich einen Kreischkasten auf der Empore stehen. Eine Neuintonation hilft da nur bedingt, dann brauch man schon mehr grundtönige Register. Was zum letzten Punkt führt. Wenn der Raum tatsächlich eine Hochpass-Charakteristik hat, dann braucht man nun mal mehr "große Pfeifen".


gesamter Thread:

 

powered by my little forum