Orgelkosten damals ...

oHo, Mittwoch, 07. März 2018, 21:20 (vor 3099 Tagen) @ tiratutti

Kein Problem! Bleibt die Frage, ob auf VPI basierende Inflationsrechner (ich habe diesen verwendet) nun aussagekräftig sind oder nicht (wie tiratutti kritisiert hat).


In unserer Orgelakte sind die Zahlen konkret benannt:
Lieferung einer Orgel gemäß Vertrag von Juli '63: 102.100 DM
Kostensteigerung infolge Lohnerhöhung zwischen Juli '63 und April '65: 9.781,50 DM

Das sind 9,6% innerhalb von knapp zwei Jahren. Wenn man es auf die reinen Lohnkosten umlegt (ca. 2/3 Lohn, 1/3 Material), wären es 14,4%. Für das Gehäuse steht in der Rechnung explizit eine Steigerung um 14,3%. Das sind also pro Jahr locker 7% Preissteigerung zwischen 1963 und 1965. Inflationsrechner sind Murks :-)

Grüße von tiratutti

Nein, sind sie nicht: Sie bilden ab, wie sich die allgemeinen Preise entwickeln. Das kann man dann konkreten Preisen gegenüberstellen, z.B. ein Positiv mit 5 Registern kostete 1955 soviel wie 50.000 Kilo Brot, 1963 soviel wie 60.000 Kilo Brot. Reine Preissteigerungen nur innerhalb einer Warengruppe wie Orgeln hingegen haben gar keine Aussagekraft, weil dem keine Entwicklung der Löhne und Gehälter gegenüberstünde...

meint, fröhlich grüßend,
Oliver


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