OT: Touchscreens ade, zurück zu Hebeln und Schaltern...

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 13. August 2019, 00:05 (vor 2579 Tagen) @ Orlos

Sehr schön: "Die Bedienung der Steuerung mittels Touchscreens falle dem Konteradmiral Bill Galinis zufolge unter die Kategorie „nur weil man kann, heißt das nicht, dass man soll“. Das System sei schlichtweg zu kompliziert, so Galinis weiter."
Das kann man durchaus auf manchen modernen Spieltisch übertragen.
Ich habe mir in den letzten Wochen einige neue Spieltische angeschaut, um für unser Orgelprojekt das Optimum planen zu können. Interessant sind vor allem die Aussagen der Kollegen, was sie davon benutzen bzw. nie einsetzen - und was sie beim nächsten Mal unbedingt anders machen würden.

Der zugrunde liegende Schiffsunfall war darauf zurückzuführen, dass versehentlich die Regelung der beiden Schiffsschrauebn auf zwei Stationen an Bord aufgeteilt wurde. Weil an der diensthabenden Staion dann nur eine Schraube den Befehl umsetzte (und das Schiff eine letztlich für 10 Seeleute tödliche Kurve begann), vermutete man einen Steuerungsausfall, obwohl alles "richtig" funktionierte, aber falsch verstanden wurde.

Will man die Spieltisch-Analogie fortsetzen, erinnert es an das Einweihungskonzert in Neubrandenburg, wo Iveta Apkalna noch mal ansetzen musste, weil jemand am mechanischen Spieltisch Register gezogen hatte, die anscheinend den Fernspieltisch "übersteuerten"...


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