OT: Touchscreens ade, zurück zu Hebeln und Schaltern...

stein @, Montag, 19. August 2019, 14:41 (vor 2572 Tagen) @ Reginhard

Kann ich gut nachvollziehen.

Ich finde, eine Orgel muss grundsätzlich ohne Touchscreen bedienbar sein,
selbst wenn der Spieltisch einen hat.

M.E. gehören nicht (ausschließlich) in einen Touchscreen:
1) Funktionen, die immer wieder einfach und schnell aufgerufen werden müssen.
Sprich häufig genutzte Knöpfe. Diese Knöpfe sollten als separate Hardware verfügbar sein.
2) Funktionen, die keine Latenzen vertragen.
3) Funktionen, für deren Bedienung ich ein haptisches Gefühl brauche.
Z.B. Sequenzer.
Das ist auch der Grund, warum ich mich gegen eine Handy-Lösung für ein Stimmgerät sträube.
4) Lebensnotwendige Funktionen wie etwa Energieversorgung.
Ich muss eine Orgel spielen können, auch wenn der Touchscreen ausfallen sollte.

Wohlgemerkt, das ist meine persönliche Meinung.

Das sehe ich nicht so, ich gehe sogar noch weiter. Man sollte bei solch einem Instrumententypus auch alle anderen haltbaren Eigenschaften gegen kurzlebigere austauschen, dass man am Tag x alles zusammen auf die Müll schmeissen kann. Pfeifen lassen sich z.B. heute durch nichtverstimmbare kostengünstige Klangerzeuger ersetzen.

Das vermengen zweier Bauprinzipien wie lang und kurzhaltbar, hat in der jüngsten Vergangenheit viele kostenintensive Probleme geschaffen. Da bin ich eher skeptisch, ob man in Zukunft in allen Kirchen die vorprogrammierten Probleme bewerkstelligen kann.
Aber was will man von einer Gesellschaft erwarten, die wie ich rund um die Uhr auf Bildschirme glotzt.


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