ein paar Fragen...

FranzS. @, Samstag, 05. Januar 2013, 15:04 (vor 5040 Tagen) @ JSBach
bearbeitet von FranzS., Mittwoch, 23. Januar 2013, 10:49


8 kleine P+F von Bach
rund 10 Orgelbüchleinchoräle
Messiaen Apparition und Banquet Celestte
Pachelbel Ciacona in f
momentan arbeite ich an Felix Mendelssohn Bartholdy P+F in G-Dur op 37.2

Hallo,

meiner Meinung nach gehört das Orgelbüchlein zu den schwierigsten Kompositionen die Bach geschrieben hat und ich habe selbst Probleme diese zu behalten, obwohl ich die großen Bäche ohne Probleme, auch zeitweise auswendig drauf habe/hatte. Mendelssohn liegt auch sehr schlecht in den Fingern und ist sehr schwierig. Schön und wirklich gut in den Fingern liegend sind die Orgelwerke von Johann Ludwig Krebs (z.B. die Fugen aus Band II) und Christian Heinrich Rinck ("Nachspiele für abwechselnde Manuale" furchtbar umständliche Bezeichnung für ein Stück, sind aber schöne, teils groteske Sachen dabei. Reinhard Kluth wird sich dieser Empfehlung sicher anschließen). Auch die frühen Präludien und Fugen von Bach sind lohnenswert und machen mehr Spaß und auch mehr her (und meines Erachtens viel mehr Sinn) als das Orgelbüchlein (kleines e-moll, "Feuerwehr"C-dur, kleines g-moll usw.). Buxtehude wurde ja schon genannt.

Dabei habe ich festgestellt, dass ich zum einen sehr lange brauche, um neue Stücke "in die Finger" zu bekommen (das liegt vermutlich an meiner mangelnden Begabung), aber diese sehr schnell wieder aus dem Repertoire verschwinden, wenn ich nicht regelmäßig bis täglich übe.

Die Stücke die ich am sichersten drauf habe, habe ich tausendmal angehört.


Wie sollte ich üben?

langsam, ich versuche mir das auch gerade anzugewöhnen.

Welche Möglichkeiten gibt es, gegen Lampenfieber anzukommen/damit zu leben?

eine Freundin von mir hatte immer mörderische Prüfungsangst. Sie war beim Heilpraktiker und hat Bachblüten (also wenn das nichts für einen Bach ist) bekommen, seitdem hat sie keine Probleme mehr.

Oder gibt es da andere Möglichkeiten sich auf die Gemeindebegleitung vorzubereiten?

ich würde mit meinem Lehrer Tonsatzübungen machen. Da bekommt man das Gefühl für den vierstimmigen Satz und man weiß langsam was als nächstes kommen muss. Ein halbes Jahr lang Tonsatzübungen und du spielst die Orgelbuch-Sätze von ganz allein, weil du weißt was Sache ist, noch mal ein halbes Jahr Tonsatzübungen und du brauchst kein Gemeindebegleitbuch mehr, versprochen! (oder mit den Worten meines alten Mathelehrers: "wen i mit eich fertig bin geht des nachada so guat, des kennts sogar no um viere in da Früa, wends mit fünf Promill vo da Disco hoam kemmts"). Die "Orgelbuch zum Gotteslob"-Sätze wie ein Orgelstück zu lernen macht auf Dauer weder Spaß noch Sinn.

Und ich bin meist sehr angespannt bis verkrampft während ich spiele, sollte das ganze nicht eigentlich viel entspannter ablaufen oder ist das ob der Konzentration normal?

Ich selbst hatte jahrelang Krämpfe und habe Magnesium-Schüsslersalze bekommen, zudem trinke ich regelmäßig ein Magnesium-Getränk das angeblich nach Orange schmecken soll. Seitdem ist mein Spiel viel lockerer und ich kann auch viel länger effektiv üben und das Beste ist, Magnesium kann in beliebigen Mengen unbedenklich eingenommen werden.

Solltest du noch Interesse an Literatur-tips haben, schreib mir einfach. Ich habe viele Vorschläge, die sich zumindest bei mir in der Praxis bewährt haben.

Grüße
Franz


gesamter Thread:

 

powered by my little forum