ein paar Fragen...

ado @, Berlin, Sonntag, 06. Januar 2013, 14:06 (vor 5039 Tagen) @ chp

à propos nachlassende fähigkeiten im alter: bei musiker(Inne)n ist das vielleicht weniger ausgeprägt. ich erinnere nur an richard strauß' letzte lieder(1948, strauß war da 84), oder telemanns bratschenkonzert in G von 1765 (Telemann war da ebenfalls 84). klingen beide alles andere als senil; telemann überrascht gar mit postbarocken/frühklassischen klängen. vielleicht erinnert sich auch noch jemand an diese talkshow (maischberger?) mit hundertjährigen als gästen, darunter eine pianistin. die natürlich vorspielen mußte. um die motorischen fähigkeiten, die diese dame da manifestierte, konnte ich sie nur beneiden.

zum ursprungsthema: daß die geläufigkeit, die man glaubte, sich angeübt zu haben, immer wieder ziemlich schnell nachläßt, auch von einem tag auf den anderen, von wochen zu schweigen -- das kenne ich gut. leidige sache. es wird aber besser, man (ich) muß einfach in längeren zeiträumen denken. wenn ich das stück dann zum fünften mal einige wochen oder monate habe ruhen lassen und wieder vornehme, bin ich immerhin schon deutlich schneller wieder drin, manchmal gar praktisch auf anhieb... langfristig zeigt die kurve nach oben, egal wie begabt ich nun bin oder nicht bin.

und ich weiß inzwischen, daß es ganz vielen leuten so geht. das problem ist, man denkt immer, die ANDEREN können es alle viel besser. die sieht/hört man ja nicht üben!


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