ein paar Fragen...

3rd_astronaut, Montag, 07. Januar 2013, 15:13 (vor 5039 Tagen) @ chp

der Messiaen und die Fuge des Mendelssohn sind zwar technisch nicht so schwierig, erfordern jedoch zumindest Anfangs hohe Konzentration. Beim Messiaen beispielsweise ist das Notenbild sehr komplex, viele Stimmen bzw. sehr volle Akkorde, viele Vorzeichen, Pausezeichen etc. Wenn man nun so ein Stück eben beim Üben beherrscht, kann jede kleine Ablenkung dazu führen, dass das Stück bei einer Aufführung im Gottesdienst o.ä. "in die Hosen" geht. Es wird immer ein bisschen Konzentration abgezogen, weil man sich Gedanken macht, was passiert, wenn man sich verspielt, man denkt über die kritischen Stellen nach, schielt auf die Reaktionen der Zuhörer usw. Das führt dann dazu, dass, vereinfacht gesprochen, die Konzentration nicht mehr aussreicht und man sich tatsächlich verspielt und vielleicht ganz die Orientierung verliert. Man sollte also besser nur solche Stücke spielen, die man sicher und gewissermaßen mit der linken Hand beherrscht und bei denen man beispielsweise auch mal kurz über etwas anderes nachdenken kann.

Bei Messiaens Apparition wird z.B. durchs Registrieren Konzentration abgezogen und man muss in den Notentext zurückfinden. Je nach "Abhärtung" der Gemeinde ist das Stück ja auch ungewohnt und der Organist muss aushalten, dass man ihn jetzt für durchgeknallt befindet bei so schiefen, lauten Akkorden ;-)


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