Thierry Escaich in St. Lambertus, D-Altstadt

untersatz32, Dienstag, 03. Dezember 2013, 21:48 (vor 4649 Tagen) @ Rochus Schmitz

Naja, wenn jemand beim Literaturspiel Plenum, Basse de Cromorne, Cornette oder Schwebungen mit Flöten oder ein Crescendo/Decrescendo vorbereitet, sagt ja auch niemand etwas. Improvisation heisst ja nicht gleich automatisch Chaos, planloses Registergeziehe oder hektische Spontanität.

Der gewiefte Improvisator kann eine Registrierung mit Voix celeste, Flute solo und 32' und 16' im Pedal a la Lefebure, a la Franck, a la Boellmann, a la Vierne, a la Moderniste oder a la Cochereau improvisieren, das sind jedesmal andere Sprachen, aber immer dieselbe Registrierung.

Ebenso kann ich ein Duo des Cornets im Couperin-Stil, a la Tournemire/Grunenwald, a la Messiaen, a la Bach oder a la Stockhausen improvisieren...
Die Registrierung bleibt, die harmonische Sprache ist jedes Mal völlig anders.

Wo liegt nun also das Problem?

Grüsse

Thomas


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