Thierry Escaich in St. Lambertus, D-Altstadt

Karl-Bernhardin Kropf @, Rostock, Dienstag, 17. Dezember 2013, 00:50 (vor 4636 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Wie sollte ein Olivier Latry sonst eine derart brillante Improvisation umsetzen können?


Gruß,
Wolfgang


Sorry Wolfgang und alle Katholiken - war selbst einer, aber auch schon damals....:
So sehr ich mich an dieser Impro rein musikalisch und klanglich erfreuen kann, frage ich mich, was uns diese als Auszug aus einer Messe sagen soll?
"Vorsicht, komm dem Kreuz/dem Klerus nicht zu nahe, stell dich nicht in den Weg! Das Unheil wird unermesslich sein!"
"Fluch der Karibik" und "Krieg der Sterne" sehe ich in nächster Nähe dieser Musik - nun, gute Gesellschaft eigentlich, vom Handwerklichen her, ich mag beides.

Aber was dieser Chamadenangriff mit den Emotionen am Ende eines Gottesdienste zu tun hat, erschließt sich mir nicht. Weckruf für die Eingeschlafenen? Sturm auf Atheisten, Islamisten, sonstige?

Das war ja jetzt etwas OT

Ein wenig gebe ich Clemens Schäfer recht bei der Frage:
Was ist das Besondere an improvisierter Musik?
Ein glücklicher Moment scheint mir, wenn es gelingt, zumindest "gefühlt", nicht nur per se etwas Einmaliges zu schaffen (manchmal ist man ja auch dankbar, dass eine Wiederholung ausgeschlossen ist), sondern etwas einzufangen, was genau jetzt und in diesem Raum, an diesem Zeitpunkt, "in der Luft liegt". Das ist auf jeden Fall ein Argument.

Beim Jazz ist es wiederum so, dass überwiegend mehr als einer musiziert, da ist dann das Moment der Kommunikation und des Dialoges viel ausgeprägter und entsprechende Berechtigung.

Die Verteidigung der Setzerkombinationen durch die Vorredner finde ich angebracht. Das ist im Prinzip nicht verwerflichere Vorbereitung als sein Cembalo selbst zu stimmen.


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