Thierry Escaich in St. Lambertus, D-Altstadt

kjz1, Dienstag, 17. Dezember 2013, 18:20 (vor 4635 Tagen) @ Wolfgang Gourgé

Notre Dame, die Orgel von unten - markerschütternde Tutti-Akkorde, Schwenk nach oben: Lefebvre ließ seine Hände und Füße in die Tasten fallen, die Contrebombarde donnerte, die Chamaden röhrten, es war unglaublich, ein Quantensprung gegenüber allem vorangegangenen - als ob Dracula in Transsylvanien gerade aufwacht, dann ein decrescendo, gefolgt von einem "Klangteppich", dazu Paris-Impressionen, bis der "Teppich" allmählich im ppp ausklang und es nach ein wenig Text mit dem 1. Satz aus Viernes 2. Symphonie weiterging (wohl eins der "Paradestücke" von Lefebvre).

So ging es mir auch, als ich das erste Mal die Orgel von NDdP live (mit Cochereau) in einem sehr großen Festgottesdienst hörte. Mit Säuseln war es da nicht getan. Um es mal mit Werner auszudrücken: 'Das muss kesseln!' Und Cochereau liess es 'kesseln', und wie... Alles andere wäre in dieser Situation und an diesem Ort spürbar inadäquat gewesen.


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